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Richtkranz
© Stadt Offenbach
Weniger Leerstand und leicht gestiegene Preise am Kaiserlei verzeichnet der aktuelle Flächenreport der Stadt Offenbach zum Stichtag 30.09.2016. Wer aktuell in Offenbach Büroflächen anmieten möchte, kann aus 108.040 Quadratmeter verfügbaren Büroflächen in unterschiedlichen Zonen und Preislagen wählen und muss je nach Ausstattung zwischen 5 und 15 Euro zahlen. Im Vergleich zum Vorjahr sind rund 14.000 Quadratmeter weniger verfügbar, die Quote hat sich um 1,09 Prozentpunkte verringert und liegt bei 8,4 Prozent.</p>

Positive Signale für die Stadtentwicklung

Von einer Mut machenden Entwicklung sprach Kämmerer Peter Freier, als er am 3. November gemeinsam mit dem Leiter der Wirtschaftsförderung, Jürgen Amberger, den aktuellen Flächenreport präsentierte. Seit 1991 stellt die Wirtschaftsförderung einmal im Jahr Informationen über die Entwicklung des Gewerbeflächenmarktes zusammen, auch 2016 ist Offenbach ein nachgefragter Standort innerhalb des Rhein-Main-Gebietes. Davon zeugen auch Baukräne und eingerüstete Gebäude, in vielen Straßen wird investiert und modernisiert, verschwinden Brachen, wird nachverdichtet und gebaut. „Erfreulicherweise nicht nur punktuell, sondern in der Breite“, so Freier. „Die Nachfrage hat zugenommen, das haben wir auch auf der Immobilienmesse Expo Real festgestellt“, ergänzt Amberger, der die Stadt und ihre Flächen auch in diesem Jahr gemeinsam mit einem Team in München präsentierte. Erkennbar spürbar neuen Schwung hat insbesondere der angestoßene Masterplanprozess gebracht, „die zehn definierten Schlüsselprojekte haben Investoren überzeugt.“

Masterplan lockt Investoren

Neben der Entwicklung des Kaiserlei-Gebietes umfasst der – 2015 gemeinsam mit dem Frankfurter Planungsbüro AS&P erarbeitete – Masterplan insgesamt zehn Maßnahmenpakete, die Offenbach zukunftsfähig machen sollen. „Die Leute sehen die Chancen, welche die Stadt bietet“, berichtet Amberger, vor allem die transluzenten Gebäude in der aktuellen Vermarktungsbroschüre `Raum für Ideen´ sind gut angekommen. Diese Visualisierungen zeigen, an welchen Stellen der Stadt in den nächsten Jahren Projekte geplant oder umgesetzt werden und geben Investoren eine sichere Planungsgrundlage. Davon profitiert der Wohnungsbau, aber auch der Markt für Gewerbeimmobilien hat wichtige Impulse erhalten.

Kaiserlei profitiert vom Kreiselrückbau

Auch durch den geplanten Rückbau des Kreisverkehrs im Kaiserleigebiet ist viel in Bewegung gekommen. Hier werden in den nächsten Jahren weitere attraktive Flächen zwischen Frankfurt und Offenbach frei, der Markt hat schon jetzt auf das veränderte Angebot reagiert. So haben einige Eigentümer mit der Aufwertung ihrer Flächen begonnen, um langfristig von der steigenden Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Flächen profitieren zu können. Während die durchschnittlichen Mietpreise für Büroflächen in der Innenstadt und den anderen Zonen konstant blieben (Zone IV) oder sogar nachgaben, verzeichnet der Flächenreport hier einen Anstieg von 1,50 Euro im Vergleich zum Vorjahr auf 10 Euro pro Quadratmeter.

Flexibles Flächenmanagement

In der Innenstadt ist der durchschnittliche Mietpreis leicht gesunken. Während Eigentümer im vergangenen Jahr noch 9,50 Euro realisieren konnten, liegt der Preis aktuell bei 9 Euro pro Quadratmeter. Gleichzeitig haben einige Vermieter auf die veränderten Bedürfnisse einiger Marktteilnehmer reagiert und ihr Angebot auf Kleinunternehmer, Gründer und Kreative zugeschnitten. „Start-ups bevorzugen kleinere Einheiten“, weiß Verena Sänger von der Wirtschaftsförderung und empfiehlt Eigentümern, Flächen kleinteiliger und flexibler anzubieten. „Eben unter 500 Quadratmeter und gerne mit Lagermöglichkeiten.“ Positivbeispiele sind beispielsweise das City Center am Marktplatz, das jetzt von Studenten der Hochschule für Gestaltung als „Upper City Center“ vermarktet wird und der Sirius Business Park in Waldhof-Bieber.

Platz für Gewerbe

Die Verfügbarkeit von Gewerbegrundstücken hat sich im Verlauf des letzten Jahres nur leicht verändert: 894.340 Quadratmeter Gewerbeflächen stehen derzeit im gesamten Stadtgebiet zur Verfügung, 111.837 Quadratmeter sind kurzfristig auf freien Arealen oder Brachen verfügbar. Das rund 350.000 Quadratmeter große Allessa-Areal soll als Innovationscampus und Gewerbestandort entwickelt werden, mit der Vermarktung von 30.000 Quadratmetern im Hafen sollen noch in der zweiten Jahreshälfte begonnen werden. „Offenbach hat viel Potenzial und die Investoren kommen gerade erst aus der Deckung“, fasst Amberger den aktuellen Trend zusammen. Mit dem Schwung des Masterplans sollen die Flächen vermarktet und die Entwicklung der Stadt weiter gestaltet werden.

Offenbach am Main, 09.11.2016