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Offenbacher Delegation auf der Expo real
Offenbacher Delegation auf der Expo Real (von links): Bau- und Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß, Bürgermeister und Stadtkämmerer Peter Freier, Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke und den Landrat des Kreises Offenbach Oliver Quilling. © Stadt Offenbach
Die Stadt Offenbach hat auf der internationalen Immobilienmesse Expo Real in diesem Jahr zwei Schwerpunkte gesetzt: Die Offenbacher Delegation um Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke stellte in München die Planungen und Potenziale im Gewerbegebiet Kaiserlei vor, das für Unternehmen und ihre Beschäftigten mit Naherholung, Gastronomie und Aufenthaltsqualität künftig neue attraktive Standortbedingungen bietet. Weiterhin wurde der Hafen Offenbach präsentiert, der sich zu einem modernen und lebendigen Quartier aus Wohnen, Arbeiten und Leben entwickelt hat.
Projektentwickler und Unternehmer nutzten die dreitägige Präsenz der Stadt auf der Messe, um sich über die Flächenpotenziale im Kaiserlei und in den weiteren Entwicklungsgebieten Offenbachs zu informieren.

„Offenbach kann Unternehmen hochwertige und in ihrer Ausprägung sehr unterschiedliche Gewerbeflächen anbieten. Neben diesen Flächenpotenzialen geben wir als Stadt Unternehmen und Projektentwicklern ein Versprechen: Verlässlichkeit. Mit dem Masterplan 2030 haben Politik und Wirtschaft gemeinsam die Weichen gestellt für eine verlässliche Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Offenbach. Jeder, der heute in Offenbach investiert, kann genau absehen, wie sich der Standort in Zukunft entwickeln wird“, berichtete Oberbürgermeister Schwenke aus München.

Diversifizierung des Standorts Offenbach

Podiumsdiskussion auf der Expo Real
Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke bei einer Podiumsdiskussion zur Entwicklung des Hafens Offenbach mit Daniela Matha, Geschäftsführerin der OPG – Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft (Zweite von links) auf der Expo Real in München. © Wirtschaftsförderung Frankfurt

Ziel der Wirtschaftspolitik Schwenkes ist eine Diversifizierung des Standorts Offenbach: „Wir brauchen als Stadt insgesamt Unternehmen aus verschiedene Branchen. Das kann aber nicht beliebig entstehen, weil nicht jede Branche in jeder Nachbarschaft zueinander passt. Deshalb entwickeln wir unsere Gebiete zielgerichtet.“ Aktueller Schwerpunkt der Offenbacher Bauplanung und Wirtschaftsförderung sind die bereits bestehenden oder in absehbarer Zeit verfügbaren Flächen im neuen Dienstleistungspark Kaiserlei. „Der Kaiserlei ist unser zentrales Entwicklungsgebiet für die nächsten zehn Jahre“, betonte Schwenke. „Nachdem es uns in den vergangenen zwei Jahren bereits gelungen ist, die Immobilienbranche von den Potenzialen des Kaiserleigebiets zu überzeugen, arbeiten wir jetzt daran, dass aus Interessensbekundungen konkrete Vorhaben werden.“

Die Verwaltung soll, so Schwenke, diese Vorhaben vom Anfang bis zum Ende begleiten und die Unternehmen und Investoren bei der Realisierung unterstützen. Als Ansprechpartner der Stadt ist deshalb auch wieder eine große Delegation nach München gereist: Neben Oberbürgermeister Schwenke standen Bürgermeister Peter Freier, Baudezernent Paul-Gerhard Weiß, der OPG-Geschäftsführerin Daniela Matha, der Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung Jürgen Amberger sowie die Leitungen der Bauaufsicht, Sonja Stuckmann, und des Amtes für Stadtplanung, Simon Valerius, für Fragen bereit.

Gespräche zu „Kaiserlei Nordost“ und „Kaiserlei Nordwest“

Ausführliche Gespräche hat Oberbürgermeister Schwenke vor allem zu den Planungsgebieten „Kaiserlei Nordost“ und „Kaiserlei Nordwest“ geführt. Im B-Plangebiet Nordost zwischen Nordring und Kaiserleistraße werden neue Wegeverbindungen zum Main und mit dem Nordkap ein großer Spiel- und Sportpark entstehen. Vorgesehen ist darüber hinaus die Ansiedlung von Gastronomie und die Errichtung eines Bürohochhauses durch einen Vorhabenträger. Die Flächen, die im B-Plangebiet größtenteils brachliegen, sollen neu entwickelt werden. Ein erster grober Plan der künftigen Bebauung des Areals wurde mit dem B-Plan Nr. 652 in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung beschlossen.

Für einen Teil des Areals im Nordosten des Kaiserleis sind Oberbürgermeister Schwenke und die Wirtschaftsförderung bereits seit einiger Zeit mit einem Projektentwickler und dem avisierten Mieter im intensiven Austausch. „Bei der Expo Real haben wir unsere Gespräche fortgesetzt und ich hoffe, dass wir die konkreten Planungen bald vorstellen können. Zunächst wollen wir uns aber darauf konzentrieren, noch die letzten offenen Punkte abzuarbeiten.“

Entwicklung des Kaiserleis in vollem Gange

Termingespräche mit Projektentwicklern hat Schwenke auf der Messe außerdem für den nordwestlichen Teil des Kaiserleis geführt. Auch dort, westlich der Autobahn 661, im bereits bebauten Bereich nördlich der Strahlenbergerstraße ist einiges in Bewegung. Die Helaba hat dort die ehemalige Areva-Liegenschaft gekauft und baut sie zu ihrem größten Standort um. Drei Hotelprojekte sind im Entstehen und ein Storage-Anbieter hat sein Geschäft aufgenommen.

"In diesem früher sehr unterbewerteten Areal sehe ich gute Chancen für eine deutliche Aufwertung des Gewerbegebiets. Auch hierzu haben wir auf der Messe Gespräche geführt, Dank unserer konsequenten Vermarktungsstrategie ist die Entwicklung des Kaiserleis im vollen Gang. Das ist eine Entwicklung, die uns bestärkt und zeigt, dass unsere Anstrengungen zur Vermarktung des Standorts tatsächlich in konkrete Vorhaben münden. Für Offenbach ist das eine gute Perspektive“, so Oberbürgermeister Schwenke.

Hintergrund: Die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Kaiserlei

Der Weg nach Offenbach führt durch den Kaiserlei: ob über den Airport, die Autobahnen oder auf den weltweiten Datenströmen. Als Tor zur Stadt liegt der Standort im Zentrum der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main. Günstige Grundstückspreise, die attraktive Lage am Fluss sowie die erstklassige Anbindung an Autobahn, Flughafen, ÖPNV und den weltgrößten Internetknoten DE-CIX schaffen schon heute beste Konditionen für weltweit bekannte Unternehmen wie Daimler Benz, Hyundai oder Evonik.

Auch Banken wie die Wirtschafts- und Infrastrukturbank des Landes Hessen (WI-Bank), die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), die sich am Standort deutlich vergrößert, sowie die Creditplus sind im Kaiserlei vertreten. Neben diesen namhaften Unternehmen haben weitere in ihrer Branche bekannte Firmen ihren Sitz oder eine Niederlassung im Kaiserlei wie der Versicherungskonzern Axa, der Medizinfachhandel Pluradent, Honeywell Building Solutions, das Rechenzentrum MainCubes und die VDE Verlagsgruppe.

Wachstum am Kaiserlei

Am Kaiserlei besonders im Wachstum befindlich ist Hyundai mit seiner Deutschland- und Europazentrale sowie seinem IT-Dienstleister Hyundai Auto Ever Europe. Auch die Helaba hat massiv in ihren größten Standort investiert und wird in ihrer neuen Liegenschaft künftig 1.750 Mitarbeiter/innen beschäftigen. Die Axa-Versicherung legt im Kaiserlei drei Standorte zusammen und baut derzeit ein 12.000 Quadratmeter großes neues Gebäude an der Berliner Straße. 500 Menschen werden dort künftig in hochmodernen Arbeitsräumen beschäftigt sein. Die Liegenschaft steht kurz vor der Fertigstellung. Einen großen Wohn- und Gewerbepark errichtet zurzeit außerdem die CG-Gruppe auf dem früheren Siemens/KWU-Gelände – direkt gegenüber des aktuell größten Wohnbauvorhabens in Offenbach, dem „Goethe-Quartier“ der Nassauischen Heimstätte.

Stadt investiert massiv

Auch die Stadt investiert massiv in den Dienstleistungspark Kaiserlei: Zur Optimierung der Verkehrsströme verwirklicht sie derzeit das größte eigene Verkehrsvorhaben seit dem Bau der Berliner Straße. Für mehr als 40 Millionen Euro verschwindet der frühere Unfallschwerpunkt Kaiserlei-Kreisel. Durch eine Entzerrung der Verkehrsströme von und zur Autobahn und dem städtischen Verkehr zwischen Frankfurt-Sachsenhausen und Offenbach soll der Kaiserlei in die Lage versetzt werden, den weiterhin wachsenden Autoverkehr in den nächsten Jahrzehnten zu bewältigen. Flüssiger als in der Vergangenheit soll der Verkehr durch eine neue Smart-Steuerung erfolgen: Durch das digitale Erfassen des Verkehrs in Echtzeit sollen die Ampeln künftig am realen Aufkommen gesteuert werden.

Standort der Digitalisierung

Ein Standort der Digitalisierung ist der Kaiserlei schon heute auch durch das von der Zech-Gruppe verwirklichte Rechenzentrum MainCubes. Das Unternehmen bietet von hier aus weltweit sichere Cloud-Services und Eco-Systeme (digitale Plattformen) zur Erweiterung und Digitalisierung der Geschäftsmöglichkeiten von Unternehmen. Eine wichtige Voraussetzung für Unternehmen der Industrie 4.0, beispielsweise fürs Internet der Dinge, für Cloud-Lösungen der Finanzbranche oder für das autonome Fahren der Automobilindustrie.

Hochwertige Gewerbeflächen im früheren Kreiselinneren

Mit dem Rückbau des einst größten Verkehrskreisels in Europa gewinnt die Stadt außerdem neue hochwertige Gewerbeflächen im früheren Kreiselinneren, deren Vermarktung mittels Ausschreibung kurz vor dem Start ist. Auf diesen Flächen sollen gemäß dem mit der Stadt Frankfurt beschlossenen Rahmenplan vier moderne Bürohochhäuser entstehen. Ein fünfter Hochhausstandort ist im Nordosten vorgesehen. Dort will die Stadt mit dem Nord-Kap einen attraktiven Park, neue Wege zum Main und Flächen für Gastronomie schaffen. Ebenfalls mit Gastronomie und Aufenthaltsqualität aufgewertet werden soll der bereits bestehende Brüsseler Platz im Süden des Kaiserleis.

10. Okotber 2019