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Gründerzentrum Ostpol © Kirsten Bucher
Im Jahr 2003 aus einem von der EU geförderten Pilot-Projekt zur Stärkung des lokalen Unternehmerpotentials entstanden ist die Initiative „Gründerstadt Offenbach“ weiterhin eine tragende Säule der erfolgreichen Gründungsförderung in Offenbach. Stadt, Industrie- und Handelskammer, Handwerkerschaft, Hochschule für Gestaltung, Stadtkonzern, Arbeitsagentur, Sparkasse und weitere Akteure arbeiten zusammen, um für Gründer ein optimales Umfeld zu schaffen. Das geschieht durch Veranstaltungen, Vernetzung, Training und Begleitung von Gründern, aber auch durch das Bereitstellen von Ressourcen. So sind der Gründercampus Ostpol und die Zollamt Studios auch ein Ergebnis der engen Kooperation der Netzwerkpartner.
Der Magistrat hat nun die Verlängerung des Vertrags mit der im Ostpol ansässigen Firma KIZ Sinnova gGmbH zur Koordination des Netzwerks und zur Durchführung von Maßnahmen der Gründungsförderung um zwei Jahre beschlossen. Als neues Angebot der Gründerstadt soll dabei in den nächsten Monaten ein Netzwerk von Mentorinnen und Mentoren aufgebaut werden, das Gründerinnen und Gründern aus der Stadt offensteht und sie beim Aufbau ihrer Unternehmen nachhaltig unterstützt. Dabei soll auf Methoden zurückgegriffen werden, die in diesem internationalen Netzwerk entwickelt worden sind.

„Gründerinnen und Gründer sind so etwas wie das Salz in der Suppe einer erfolgreichen Wirtschaftsregion“, kommentiert Arbeitsförderungsdezernentin Sabine Groß. „Sie bringen neue Ideen in den Markt, beleben den Wettbewerb, schaffen Wachstum und Arbeitsplätze. Für die Herausforderungen der Zukunft, ob Klimaschutz, Digitalisierung oder demographischer Wandel brauchen wir engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer, die innovativ sind und Neues wagen. Offenbach als junge Stadt und Stadt der Vielfalt hat ein großes Potential an Kreativität und Talenten und für diese müssen wir eine gute und förderliche Gründungsinfrastruktur bereitstellen. Das ist uns bisher gut gelungen. Deshalb engagieren wir uns als Stadt gemeinsam mit den Akteuren der Wirtschaft weiter für die Gründerstadt.“

Die Koordinationsstelle des Gründerstadt-Netzwerks gibt in Zusammenarbeit mit dem federführenden Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration alle zwei Monate „GO aktuell“, eine Publikation heraus, die über Themen für Gründerinnen und Gründer berichtet, aktuelle Angebote vorgestellt und Termine von Veranstaltungen für Gründerinnen und Gründer mitteilt. Immer wieder stellen sich im Newsletter auch erfolgreiche Unternehmer/innen und Gründer/innen aus Offenbach vor. Dazu gibt es interessante Informationen zur Entwicklung des Standorts Offenbach. Zuletzt berichtete der Oberbürgermeister über die gemeinsamen Pläne zur Nutzung des ehemaligen Alessa-Geländes, das ebenfalls ein Kristallisationspunkt für innovative Unternehmen werden soll.

Der Newsletter erscheint in einer Printversion und elektronisch auf www.gruenderstadt-offenbach.de. Ein elektronischer Newsletter mit aktuellen Informationen und Terminen geht darüber hinaus jeden Monat an rund 3000 Abonnenten in der Gründerszene. Dazu kommen regelmäßig Veranstaltungen für Gründerinnen und Gründer im Ostpol mit Fachvorträgen zu Themen, die für junge Unternehmen interessant sind, z. B. Steuern, Werbung, Personalführung, Urheberrecht und vieles andere. Sehr nachgefragt waren zuletzt Vorträge zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und allem, was Unternehmen dabei beachten müssen.

Gute Vernetzung ist für Gründerinnen und Gründer und junge Unternehmen besonders wichtig. Deshalb bietet das Netzwerk Gründerstadt regelmäßig „Unternehmerabende“ im Ostpol an, bei denen man sich informieren, aber auch zwanglos Kontakte zu Geschäftspartnern knüpfen kann. Ein besonderer Schwerpunkt lag in den letzten Jahren bei Angeboten für junge Unternehmerinnen und Frauen, die sich selbstständig machen wollen. Im Dezember 2019 gab es im Rahmen der Gründerstadt-Initiativen das erste Microsoft-„Hackathon“ im Ostpol, bei dem Teams aus ganz Hessen in zwei Tagen Ideen und innovative Problemlösungen entwickelt haben, mit denen das Leben von Behinderten einfacher werden kann. In 24 Stunden mussten die Teams das Konzept für ein Produkt entwickeln, einen Prototypen herstellen und einen Geschäftsplan zur Vermarktung präsentieren. Die besten drei Ideen wurden prämiert. Sieger wurde mit Fabian Schöfer, Alex Dubinin und Marc Schömann ein Team aus Offenbach.

Die Koordinationsstelle bei KIZ sorgt schließlich auch dafür, dass Offenbach nach außen ein scharfes Profil als Gründerstadt behält. Sie vertritt das Netzwerk auf den Gründertagen der IHK, hält Kontakte ins Rhein-Main-Gebiet und die gesamte Region und macht immer wieder mit engagierter Öffentlichkeitsarbeit auf den Standort Offenbach aufmerksam. So wurde Offenbach auch durch die überregional gut angesehene Arbeit von KIZ zum Standort der deutschen Geschäftsstelle der internationalen Initiative für junge Gründer „Youth Business International“ (YBI).

Offenbach am Main, 12. Februar 2020

ostpol Kirsten Bucher
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