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Filigran, hier und da großflächig, manchmal monochrom, an anderer Stelle vielfarbig: zwischen dem 13. und 18. März erscheint Offenbach in einem anderen Licht, an unterschiedlichen Orten setzen Künstler Akzente, illuminieren Gebäude, beleuchten Räume und Objekte. „Licht zeigt auch die ganze Breite der hiesigen Kreativwirtschaft“, freut sich Jürgen Amberger, Leiter der Wirtschaftsförderung, weshalb sich die Wirtschaftsförderung gerne bei der Luminale engagiert. Seit 2008 ist Offenbach bei der seit 2002 stattfindenden Biennale der Lichtkunst federführend dabei und in diesem Jahr mit 35 Projekten vertreten. Insgesamt über 200 Lichtereignisse gibt es an fünf Tagen in Frankfurt und Offenbach zu sehen.
ILO Amsterdam, Heynefabrik
Kaum wiederzuerkennen ist die Heyne Fabrik, die vom ILO Amsterdam illuminiert wird © Thomas Kypta, etage3
Leuchtstoff
Licht-Couture für Außerirdische und Himmelskörper der Schule für Mode. Grafik. Design © Leuchtstoff
„Ein Stadtraum ohne Grenzen“, schwärmt Oberbürgermeister Horst Schneider, verbunden mit einer Buslinie, dem stündlich verkehrenden Luminale Express der Offenbacher Verkehrsbetriebe, lebt auch bei der Luminale der grenzüberschreitende Kulturaustausch: Studenten der hfg (Hochschule für Gestaltung) bespielen dann beispielsweise mit einer Lichtinstallation die alte Nikolaikirche am Römer, während das Exzellenzcluster Normative Ordnung der Frankfurter Goethe-Universität erneut am Offenbacher Rathaus vertreten ist: „Nous n´avons pas besoin de tuer“ heißt die Neon-Installation von Laura Gerlach, die am 13. März um 18.00 Uhr mit Prof. Dr. Rainer Forst, Normative Orders, vor dem Rathaus eröffnet wird. „Wir müssen nicht töten“ übersetzt Rebecca Schmidt, Geschäftsführerin des Exzellenzclusters, den Text und erklärt das dezidierte Interesse des internationalen Forschungsverbundes, Wissenschaft nicht im Elfenbeinturm betreiben, sondern in den Dialog mit der Stadtgesellschaft treten zu wollen: „Wir freuen uns, dies erneut an exponierter Stelle tun zu können.“ 2014 war das Exzellenzcluster bereits mit der Lichtinstallation „Say Say Say“ der Offenbacher Künstlerinnen Anny und Sibel Öztürk dort vertreten, die einen Leuchtkasten in Form einer Sprechblase installiert hatten.
Gegenüber vom Rathaus lädt die Offenbacher Kantorei e.V. zur Lichtinstallation „Wasser-Wetter-Licht“ in die Evangelische Stadtkirche und ein paar Meter wird der Marktplatz mit Einbruch der Dunkelheit in ein anderes Licht getaucht: „Prometheus“ heißt die Arbeit am City Center. Das Foyer der Städtischen Sparkasse sollte jedoch vorher auf dem Programm gestanden haben: die begehbare Licht-Papier-Installation von Ulrich-Wagner in der Schalterhalle ist nur während der Öffnungszeiten der Sparkasse zu sehen und erinnert an das 100-jährige Jubiläum der alten Offenbacher Synagoge und an die Verfolgung und Vernichtung der Juden im Nationalsozialismus.
Emobilstation
Das Geschäftsfeld Mobilität bietet an drei Terminen geführte Pedelec-Touren mit Georgios Kontos zu ausgewählten Lichtinstallationen an. Treffpunkt ist jeweils um 18.00 Uhr an der eMobil-Station am Marktplatz. Weitere Informationen und Anmeldung im Of InfoCenter im Salzgäßchen. © Alexander Habermehl
Rund ein Drittel der Offenbacher Installationen spielen sich in der Innenstadt ab, weitere Schwerpunkte sind im Mathildenviertel und im Nordend. Dort ist unter anderem „EVO at work“ zu sehen, für diese Licht- und Toninstallation hat Fotograf Bernd Georg verschiedene Betriebsstätten der EVO „eingefangen“. Und auf Einladung von Thomas Kypta, etage 3 und Heyne Kunst Fabrik, ist erneut das iLO Dutch Institute Lightening Design mit einer Gruppenausstellung in der Heyne Fabrik vertreten. Insgesamt 10 Projekte sind dort auf 300 Quadratmeter zu sehen, außerdem plant Kypta ein Programm aus Mitmach-Aktionen und Diskussionen. Unter anderem, denn mit „Brandcars“ realisiert er außerdem ein eigenes Projekt in der Ludwigstraße 4. Zwischen beiden Orten liegt unter anderem das DLM Deutsche Ledermuseum, das „Leder ans Licht!“ bringt. Und wieder ein Stückchen weiter lädt die Katholische Kirche St.Peter am 18. März zu „Feuer.Wasser.Erde“.

Infocenter im Hafen 2, Ostpol und in der Heyne-Fabrik

Spätestens hier wird klar, dass der Besuch der Luminale gut geplant sein will: Orientierung versprechen die drei Infocenter im Ostpol, im Hafen 2 und in der Heyne-Fabrik, von denen sich jedes als guter Ausgangspunkt für eine Tour eignet, um sich die erleuchtete Stadt zu erschließen. Dort ist auch der Übersichtsplan erhältlich, der Projekte und Veranstaltungen vorstellt und verortet. „Fast schon legendär ist beispielsweise die Auftaktveranstaltung im Hafen 2 am 12. März“, berichtet Ria Baumann von der Wirtschaftsförderung, die erneut das Offenbacher Luminale-Paket geschnürt hat: „Der Leuchtstoff Catwalk mit Lichtcouture und Experiment der Schule Moden, Grafik, Design hat viele Fans.“ Aus gutem Grund, in diesem Jahr präsentieren die Models übrigens interessante Mode für Außerirdische und Himmelskörper.
Erstmals dabei ist dieses Mal das MTW, dort findet am 18. März die „Closing Party“ statt. Ein Novum ist auch die LightBAR in der Lilistraße 83D, Heyne-Kunst-Fabrik, die vom 13. bis 17. März jeweils von 21.00 bis 01.00 Uhr ihre Türen öffnet und zum Ausklang bei Drinks und Licht-Talks einlädt.