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Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs im Osten der Stadt wird die GBO Gemeinnützige Baugesellschaft mbH Offenbach, eine Tochter der Stadtwerke Offenbach, ein Gebäude mit geförderten Wohnungen sowie einer Kindertagesstätte errichten.

Am 16. Dezember wurde dazu der Vertrag zum Kauf eines rund 3.300 Quadratmeter großen Grundstücks zwischen der Aurelis Real Estate und der städtischen Baugesellschaft unterzeichnet. Die Aurelis hatte sich im Oktober 2020 im Rahmen eines städtebaulichen Vertrags zur Entwicklung des brachliegenden Areals am ehemaligen Güterbahnhof inklusive Wohnbebauung und der Errichtung einer Kindertagesstätte verpflichtet. Mit dem nun zwischen Aurelis und GBO geschlossenen Kaufvertrag übernimmt die Stadtwerke-Tochter einen Teil dieser Verpflichtung.

„Das ,Quartier 4.0‘ soll nach den Prinzipien des  innovativen Städtebaus entwickelt werden“, sagt Bau- und Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß. „Wir wünschen uns hier ein lebendiges Quartier, das sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner, als auch für die Unternehmen mit ihren Beschäftigten attraktiv sein wird. Deshalb wollen wir Unternehmen ansiedeln, deren kreative Produktion für die Nachbarschaft verträglich ist. Zudem hat die Stadt Offenbach bereits vor zwei Jahren von der Aurelis ein Grundstück gekauft, um auf dem Gelände, den steigenden Schülerzahlen gerecht werdend, ein weiteres Gymnasium zu bauen.“ Elmar Schütz, Projektleiter von Aurelis, fügt hinzu: „Das ,Quartier 4.0‘ bietet eine Mischung aus Wohnraum, Büro- und Gewerbeflächen sowie ergänzenden Funktionen wie Einzelhandel, Gastronomie und soziale Infrastruktur. Es handelt sich gemäß dem Masterplan der Stadt um ein Schlüsselprojekt zur Entwicklung des Offenbacher Ostens, an dem wir bereits seit einiger Zeit erfolgreich und konstruktiv zusammenarbeiten.“

Bestandteil eines ambitionierten Wohnungsbauprogramms

Für die GBO ist der Vertragsabschluss ein weiterer Bestandteil ihres ambitionierten Wohnungsbauprogramms. Bereits Anfang des Jahres hatte der Magistrat die Einlage von acht städtischen Grundstücken in Bürgel-Ost, Bieber-Nord und An den Eichen in die Kapitalrücklage der Gemeinnützigen Baugesellschaft der Stadtwerke beschlossen. Dort will die GBO in den kommenden Jahren bezahlbare Wohnungen in dreistelliger Zahl errichten. Derzeit wird unter Hochdruck an einer Umsetzungsstrategie gearbeitet, die es ermöglicht, an den verschiedenen Projekten zu arbeiten. In den vergangenen Jahren hatte die GBO bereits günstige Wohnungen durch Nachverdichtung in Holzhybridbauweise auf eigenen Grundstücken am Odenwaldring und in der Brandenburger Straße gebaut. Weitere geförderte Wohnungen entstanden in den Kappus-Höfen in der Innenstadt, die die GBO vom Bauträger schlüsselfertig kaufte. 

„Auch auf ihrem Teil des Geländes am ehemaligen Güterbahnhof wird die GBO geförderte Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen bauen“, sagt Offenbachs Kämmerer und GBO-Aufsichtsratsvorsitzender Martin Wilhelm. „Dieser neue Wohnraum ist mir ebenso wichtig wie der Bau der Kindertagesstätte im Erdgeschoss. In der wachsenden Stadt Offenbach müssen wir ständig am Ball bleiben, dass wir für den Nachwuchs unserer neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger auch zusätzliche Betreuungsplätze zur Verfügung stellen.“

Das noch brachliegende Areal mit dem jetzt von der GBO erworbenen Grundstück am ehemaligen Güterbahnhof liegt im Stadtteil Bürgel in der Nähe der S-Bahn-Haltestelle Offenbach Ost und grenzt im Westen an die Untere Grenzstraße. Hier soll laut Masterplan der Stadt Offenbach das Quartier 4.0 entstehen, in dem sowohl kleine und emissionsarme Betriebe angesiedelt werden als auch Wohnbebauung samt der zugehörigen Infrastruktur wie Einzelhandel, Gastronomie, einer weiterführenden Schule und eine Kita.

„Das von uns jetzt erworbene Grundstück liegt im östlichen Teil des Quartiers, neben dem Areal, das für den Neubau eines Gymnasiums vorgesehenen ist“, beschreibt GBO-Geschäftsführerin Daniela Matha. „Als städtische Wohnungsbaugesellschaft treten wir hier gerne in die Verpflichtung ein, die die Aurelis gegenüber der Stadt übernommen hat. Uns stehen hier für den Wohnungsbau für Menschen mit geringen und mittleren Einkommen rund 6000 Quadratmeter auf vier Geschossen zur Verfügung. In der Kita im Erdgeschoss entstehen fünf Gruppen auf rund 1500 Quadratmetern.“ Die Betreuungseinrichtung soll für mindestens 20 Jahre an die Stadt für eine monatliche Miete von maximal 11,44 Euro pro Quadratmeter kalt vermietet werden.

Eine konkrete Planung über die Größe und Zahl der Wohnungen sowie die Gestaltung der Kindertagesstätte gibt es noch nicht. Derzeit wird die Planung vorbereitet. Mit dem Baubeginn rechnet die GBO nicht vor 2024.

20. Dezember 2021