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Stadt Offenbach

Verpflegung in den Kitas

Das Verpflegungskonzept für die Kitas des EKO wurde auf der Grundlage der strategischen Ziele „Management von Betreuung, Bildung und Erziehung Kita 2000“ erarbeitet.

Mittagessen in der Kita Frühlingsaustraße (20)

Verpflegungskonzept

Bei der Erarbeitung des Verpflegungskonzepts wurden im Wesentlichen vier Grundsätze berücksichtigt:

  • Kundenorientierung: Attraktives Angebot sicherstellen wie z.B. Geschmack treffen, Essen in freundlicher Atmosphäre erleben, Sozialverhalten fördern, Gefühl für Lebensmittel vermitteln, ethnische Besonderheiten berücksichtigen, auf Krankheiten und Allergien der Kinder eingehen
  • Einheitliche Verpflegung: Gleicher Angebotsstandard für alle Kinder, Optimierung von Arbeitsabläufen, breiteres Angebot bei geringerer Zubereitungszeit
  • Hoher Qualitätsstandard: Gesund kochen, Ernährungsbewusstsein fördern, Sicherheit gewährleisten
  • Wirtschaftlichkeit: Kostenverträglichkeit für die Eltern und den Eigenbetrieb durch Vereinheitlichung und Optimierung von Arbeitsprozessen sicherstellen

Die bundeseinheitliche Lebensmittelhygieneverordnung (LMHV) ist rechtsverbindlich für alle Einrichtungen, in denen mit Lebensmitteln umgegangen wird. Sie ist daher Maßstab für das Verpflegungskonzept in den Kitas des EKO. Auf Grundlage der LMHV müssen alle sozialen Institutionen mit einem Angebot der Gemeinschaftsverpflegung die allgemeinen Hygieneanforderungen erfüllen und ein innerbetriebliches Hygienesicherungssystem (Selbstkontrollsystem) einführen.

Essen in der Kita

Frische Pizza in einer EKO-Kita

Verpflegung im pädagogischen Alltag einer Kindertagesstätte ist mehr als nur die Aufnahme von gesunder Nahrung. Frühstück, Mittagessen und Imbiss sollen zum Lernen in realen Alltagssituationen genutzt werden und ermöglichen den Kindern, soziale Verhaltensweisen auszuprobieren, motorische Fähigkeiten zu entwickeln, einen differenzierten Spracherwerb zu sichern, sich mit Mengen auseinanderzusetzen, beim Einkaufen ihre Umwelterkenntnisse zu erweitern, sich mit anderen Sitten und Essgewohnheiten auseinanderzusetzen, gesunde Ernährungsweisen zu erlernen, Entscheidungen treffen zu können und vieles mehr.

Ausgewogene Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten sind fest im Tagesablauf verankert. Kinderwünsche zum Speisezettel werden erfragt und einbezogen. Die Erzieher*innen nehmen gemeinsam mit den Kindern die Mahlzeiten ein und sorgen für eine angenehme soziale Situation während der Mahlzeiten.

Kinder frühstücken in einer EKO-Kita

Auf die Möglichkeit einer angemessenen Kommunikation beim Essen wird geachtet. Auf Kulturtechniken wird Wert gelegt, z.B. Umgang mit Messer und Gabel. Hygieneregeln werden beachtet: Händewaschen vor dem Essen, Zähneputzen usw. Die Selbständigkeit der Kinder wird gefördert, in dem die Kinder auswählen dürfen, was und wieviel sie essen wollen, und sich das Essen selbst auftun dürfen. Sie müssen den Teller nicht leer essen. Essen wird nicht als Belohnung oder Strafe eingesetzt. Nachtisch wird nicht zur Belohnung zweckentfremdet.

Ernährung und Essen stellen ein aktives Lernfeld dar in Bezug auf

  • gesunde abwechslungsreiche Ernährung
  • Kennenlernen von verschiedenen Obst- und Gemüsearten
  • Herstellung von einfachen Gerichten, z.B. Frühstück, Obstsalat usw.
  • Begreifen von komplexen Zusammenhängen durch praktisches Tun und Mitarbeit bei der Tischgestaltung, der Essenvorbereitung und beim Kochen
  • Erkennen von Zusammenhängen zwischen Natur und Nahrung
  • Einkaufsmöglichkeiten im Stadtteil und Umgebung anbieten, mit Geld umgehen
  • Gesundheitsprophylaxe mit sich selbst und dem Umgang mit dem eigenen Körper
  • Verschiedenheit von Essgewohnheiten, je nach kultureller Herkunft und/oder sozialen Verhältnissen

Nur Mahlzeiten, die mit Spaß und Freude gegessen werden und gleichzeitig einem ernährungsphysiologischen Mindeststandard entsprechen, sind gesund!

Das ausführliche Verpflegungskonzept des EKO können Sie hier als PDF herunterladen:


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