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Die Bauaufsicht der Stadt Offenbach am Main will sich als Pilot-Kommune für das geplante hessische Onlineportal für digitale Bauanträge bewerben. Seit 2018 ist die Offenbacher Bauaufsicht an den vorbereitenden Planungen gemeinsam mit anderen hessischen Kommunen beteiligt. Ziel ist ein Portal, dass hessenweit die gleichen Vorgehensweisen für digitale Bauanträge bietet. „Das ist sowohl für Bauherren und Architekten aber auch für die Verwaltungen von Vorteil, da Kosten eingespart und Synergien erzeugt werden. Würde jede Kommune und jeder Kreis eigene Portale und Verfahrensarten betreiben, müssen sich die Architekten und Investoren immer neu einfinden. Deshalb werden sich an dem Projekt auch Kommunen und Kreise wie Oberursel oder Kreis Offenbach beteiligen, die bereits eigene digitale Lösungen entwickelt haben“, erläutert Baudezernent Paul-Gerhard Weiß.

Die Federführung für das Projekt liegt beim hessischen Ministerium Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen und der Frankfurter Bauaufsicht. Mit der Umsetzung sind die Firmen ekom21 und saascom beauftragt. Das neue Onlineportal wird auch mit behördeneigenen Programmen wie Datenmanagementsystemen oder der Fachanwendung ProBauG gekoppelt – aber auch mit einem System, dass die digitale Beteiligung von Ämtern an Antragsverfahren möglich macht.

„Wäre die Pandemie nicht dazwischengekommen, wäre jetzt bereits ein Prototyp vorgestellt worden. Weil die Digitalisierungsdienstleister auch für die Impfkampagne benötigt werden, wurde dessen Präsentation kürzlich verschoben. Sobald ein Fahrplan für den Start des Portals vorliegt, informieren wir natürlich sofort“, so Weiß.

Um frühzeitig das Portal und das digitale Verfahren testen zu können, hofft die Bauaufsicht in Offenbach, als Pilot-Kommune eingesetzt zu werden.

„Beim jetzigen Stand des Projektes und den Vorteilen einer gemeinsamen Lösung macht es für Offenbach weder technisch noch finanziell und zeitlich Sinn, noch eine eigene Plattform zu entwickeln und aufzubauen“, sagt Paul-Gerhard Weiß.

Offenbach am Main, 16. Juni 2021