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Koran und Gebetskette.
Koran und Gebetskette © Tayeb Mezahdia/Pixabay
As-Salam Alaykum: Durch die positive Entwicklung der Covid-19-Infektionszahlen hat das Land Hessen die Kontakt-Beschränkungen gelockert, so dass die Moscheen wieder zu Gebeten einladen können. Der Ausländerbeirat mahnt die Einhaltung der Hygiene-Regeln an.

As-Salam Alaykum: Moscheen dürfen Gläubigen eingeschränkt wieder die Türen öffnen. Durch die positive Entwicklung der Covid-19-Infektionszahlen hat das Land Hessen die Kontakt-Beschränkungen gelockert, so dass die Moscheen wieder zu Gebeten einladen können.

Auch in Offenbach dürfen die Gebetsstätten ihren Betrieb wiederaufnehmen. Unter besonderen Bedingungen können das Freitagsgebet und das freiwillige Gebet Tarawih stattfinden. Iftar, das gemeinsame Fastenbrechen, gilt nicht als Gottesdienst oder Gebet, sondern als Veranstaltung und ist aktuell noch immer verboten.

Damit die Gläubigen gesund bleiben, hat der Ausländerbeirat durch seinen Vorsitzenden Abdelkader Rafoud mit Bürgermeister, Oberbürgermeister und den großen Moscheeverbänden ein Konzept erarbeitet, wie die Hygienevorschriften eingehalten werden können. Dabei hat Rafoud zwischen Behörde und Glaubensgemeinschaften vermittelt, um die Wichtigkeit der Vorschriften einerseits zu betonen und andererseits die Bedürfnisse der Gläubigen zu berücksichtigen. Er appelliert dringend an Moscheen und Gläubige, die Vorschriften einzuhalten.

Hygienevorschriften in Moscheen beachten

Unerlässlich für ein gesundes Miteinander in den Gebetsstätten ist, dass Gläubige den Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten – auch und gerade beim gemeinsamen Gebet. Beim Betreten und Verlassen der Moschee müssen die Hände desinfiziert werden. Das Desinfektionsmittel wird vor Ort bereitgestellt. Darüber hinaus wird Gläubigen das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes auch für die gemeinsamen Gebete in der Moschee empfohlen.

Rafoud warnt, dass der Corona-Virus noch immer aktiv und das Risiko der Ansteckung hoch ist. Er weist darauf hin, dass ältere Menschen besonders gefährdet sind, sich mit Covid-19 zu infizieren. Daher gingen sie ein hohes Risiko ein, wenn sie an den gemeinsamen Gebeten in Moscheen teilnehmen. Er empfiehlt älteren Gläubigen, die Vorerkrankungen haben, daher, zu ihrer eigenen Sicherheit zu Hause zu bleiben – auch wenn dies für viele Gläubige nur schwer zu ertragen ist.

In Zeiten der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Unsicherheiten bietet der Glaube vielen Menschen Halt und Hoffnung. Gerade der Fastenmonat Ramadan zeichnet sich durch viele soziale Aspekte aus, die unter normalen Umständen fest in das Gemeindeleben integriert sind, wie beispielsweise das tägliche gemeinsame Fastenbrechen. Aufgrund der Kontaktsperren ist jedoch das gewohnte religiöse Leben nicht möglich.

Damit ein gemeinsames Beten trotz des Ansteckungsrisikos möglich ist, müssen die Moscheen und Gläubige besonders auf die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln achten. Beispielsweise können auch leere Gebetsteppiche ausgelegt werden, um an die Einhaltung der Abstandsregeln zu erinnern.

12. Mai 2020