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Den Offenbachern ist Frau Edith Paul vor allem dadurch bekannt, dass sie sich seit vielen Jahren sehr intensiv für krebskranke Kinder einsetzt. Ihr langjähriger humanitärer Einsatz ist für die Ehrungskommission der Stadt Offenbach immerhin Anlass genug, dieser vorbildlichen Mitbürgerin die Bürgermedaille in Bronze zu verleihen. Oberbürgermeister Gerhard Grandke wird diese Auszeichnung am Mittwoch, 08.11.2000, 17.oo Uhr, im Saal 2 des Offenbacher Rathauses feierlich aushändigen.

Schon in jüngeren Jahren hat sich Edith Paul durch überdurchschnittliche gemeinnützige Aktivitäten ausgezeichnet. Sie ist seit 50 Jahren Mitglied im renommierten Offenbacher Theaterclub Elmar (seit 1991 Ehrenmitglied) und hat in dieser Zeit nicht nur aktiv und ehrenamtlich Theater gespielt, sondern auch immer wieder ehrenamtliche Funktionen übernommen, wenn es nötig war.

Auch in ihrer früheren Erwerbstätigkeit bei der Kaufhof AG war sie viele Jahre im Betriebsrat vertreten und setzte sich vehement für die Belange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein.

Schon bald übernahm sie auch Funktionen im humanitären Bereich, weil sie immer wieder kundtat, dass man auch im fortgeschritten Alter noch aktiv sein und anderen helfen kann, die vom Schicksal benachteiligt sind. Sie übernahm vor 15 Jahren im Vorstand des VdK Offenbach die Schriftführung und ist bis heute dort noch als Beisitzerin aktiv.

Ihre ganz große Zuneigung gilt jedoch seit 1989 der Unterstützung der Kinder-Krebshilfe, für die sie sich mit der ganzen Kraft ihrer Persönlichkeit einsetzt.
Sie ist sich dabei für nichts zu schade, auch nicht dafür, bei Firmen vorzusprechen und um Spenden für diesen Zweck zu bitten.


Um den Erfolg ihrer Aktionen aber sicher zu stellen, veranstaltet die inzwischen 78-jährige Edith Paul regelmäßige Basare. Hier bietet sie meist selbst gebastelte Sachen an, je nach Jahreszeit, kleine Puppen und Zierkränze, zu Ostern handgestickte Karten und Frühjahrsgestecke, alles sehr liebevoll zusammengestellt.
Ja, man könnte die Liste ihrer Aktivitäten beliebig fortsetzen, und es ist tatsächlich ein enormer persönlicher Einsatz, den Frau Paul hier bringt. Neben Sachspenden von Firmen setzt sie dafür aber auch erhebliche private Mittel ein – alles für „ihre“ krebskranken Kinder.

Im Laufe dieses Jahres hat sie an gesammelten Spendenmitteln für die Kinderkrebshilfe die stolze Spenden-Summe von 100.000,-- DM überschritten, was für sie und ihre Freunde natürlich ein Grund zum feiern war.

Die Städtische Ehrungskommission hat dieses stolze gemeinnützige Lebenswerk dieser Offenbacherin, die selbst behindert ist, sehr gerne zum Anlaß für eine Ehrung genommen. Damit wird auch deutlich, daß die auch solche Leistungen, die oft im Stillen, aber treu und zuverlässig erbracht werden, registriert, anerkennt und würdigt.

In seiner Laudatio wünscht sich OB Grandke, daß Frau Edith Paul ein leuchtendes Beispiel für möglichst viele andere dafür sein wird, daß man auch im Ruhestand noch aktiv sein und etwas für die Gemeinschaft leisten kann. Große innere Befriedigung und herzliche Dankbarkeit durch die Empfänger dieser Hilfe sind ein schöner Lohn dafür. Er möchte die Mitbürgerinnen und Mitbürger Offenbachs zu einer solidarischen Aktion der Freiwilligkeit aufrufen, wofür Frau Edith Paul ein sehr gutes Beispiel ist.