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17. Oktober 2001: Keinerlei Verständnis für die Genehmigung von zusätzlichen Flugbewegungen am Rhein-Main Flughafen zeigt der Oberbürgermeister der Stadt Offenbach, Gerhard Grandke. Ein weiteres Mal, so Grandke, hätten die Genehmigungsbehörden der Flughafenbetreiberin Fraport AG klein beigegeben und statt der bisher 78 nunmehr 80 Flugbewegungen je Stunde zugestanden.

Diese Kapazitätserhöhung würde zusätzlich circa 40 000 An- und Abflüge bewirken, die größtenteils über Offenbach, der bereits jetzt am stärksten durch Fluglärm belasteten deutschen Großstadt, abgewickelt werden.
Oberbürgermeister Gerhard Grandke wirft nicht nur der Fraport AG, sondern insbesondere auch der Hessischen Landesregierung und den für die Genehmigung zuständigen Behörden vor, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger Offenbachs und der anderen betroffenen Kommunen zu missachten. Grandke: "In den Statements der Fraport AG, der Flugsicherung oder auch des Verbandes Deutscher Flugleiter (VDF) und Minister Poschs ist ständig die Rede davon, dass Kapazitäten erweitert werden müssen, bestimmte Anflüge sich nachteilig auf die Kapazitätssituation auswirken und die Flugleiter bereits gegenwärtig aufgrund des Personalmangels an der Grenze der Zumutbarkeit arbeiteten. Dabei sieht niemand die Menschen, die in der Einflugschneise, in Offenbach, wohnen und Tag und Nacht die enormen Lärmbelastungen tragen."

Nach wie vor, so Oberbürgermeister Grandke, sei seine Stadt entschlossen, alle juristischen Mittel auszuschöpfen, um ein weitgehendes Nachtflugverbot als auch kapazitätserhöhende Maßnahmen im bestehenden Bahnensystem zu verhindern. Der Offenbacher Magistrat habe bereits eine Vorlage beschlossen und ihren juristischen Vertreter beauftragt eine entsprechende Klageschrift zu entwerfen, durch welche die erforderlichen Baumaßnahmen verhindert werden sollen.