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15. Dezember 2008: Die Berufsschullandschaft in Stadt und Kreis Offenbach wird neu geordnet: Um die Gewerblich-technischen Schulen (GTS) und die August-Bebel-Schule (ABS) stärker miteinander zu verzahnen, haben Stadt und Kreis als Träger eine Entwicklungspartnerschaft vereinbart. Ziel ist es, beide Schulen bis zum Jahr 2012 in einem gemeinsamen "Qualifizierungszentrum Technik" zu vereinen.

Von der Kooperation versprechen sich Offenbachs Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß und Landrat Peter Walter eine bessere Anpassung an den künftigen Bildungsbedarf - sowohl für die Lernenden als auch für die Unternehmen in der Region. Um ihre Verschmelzung auf den Weg zu bringen, bündeln die Schulen künftig ihre Kompetenzen und nutzen gegenseitig ihre personellen wie materiellen Grundlagen.

Die beiden Schulen haben nun in einem ersten Schritt die Aufgabe, einheitliche Strukturen bei ihren Angeboten zu schaffen. Dabei möchten die Schulleiter Klaus-Dieter Tebisch (GTS) und Dr. Ludwig Scheller (ABS) die Kolleginnen und Kollegen maßgeblich in den Prozess einbinden. Die beiden Standorte bleiben einstweilen, schon aus finanziellen Gründen, erhalten.

"Wir wollen, dass das Oberzentrum Stadt Offenbach auch künftig attraktive Bildungsangebote macht", so Weiß. "Mit der Vereinbarung schaffen wir die richtigen Voraussetzungen dazu." Nach Ansicht Walters trägt die Entwicklungspartnerschaft dazu bei, "die Bildungslandschaft in unserer Region dauerhaft zu stabilisieren und zu verbessern". Auch das Kultusministerium und das Staatliche Schulamt Offenbach begrüßten die Planungen.

An den beiden Schulen legen derzeit pro Jahr etwa 130 Schülerinnen und Schüler das Abitur und 100 die Fachhochschulreife ab. Jeweils 50 werden zum mittleren Bildungsabschluss und zum Hauptschulabschluss geführt. Hinzu kommen jährlich 600-700 Abschlüsse bei den Prüfungen der Innungen und Kammern. An der GTS geht derzeit die Schülerzahl merklich zurück.

Nicht nur deswegen denken die gewerblichen Offenbacher Berufsschulen bereits seit Jahren über eine stärkere Kooperation nach. Ausgehend von den ersten gemeinsamen Sitzungen, in denen Schulleitungen und Personalräte tragfähige Perspektiven entwickeln konnten, wurden jetzt die Beziehungen intensiviert. In einzelnen Bereichen wie der Luftfahrttechnik, einem Schwerpunkt der GTS, oder dem Abendunterricht für die Fachhochschulreife arbeiten beide Schulen bereits eng zusammen. Später sollen weitere Berufe aus dem Mechatronik-Bereich folgen. So soll das Qualifizierungszentrum Technik eine der größten Schulen in der Region werden.