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23. April 2009: Kein privater Investor, sondern die Stadt Offenbach selbst wird den Wilhelmsplatz umbauen. Möglich geworden ist dies durch die Konjunkturfördermittel des Bundes, mit denen das rund 1,86 Millionen Euro teure Bauvorhaben weitgehend finanziert werden soll. Es in städtischer Eigenregie abzuwickeln, hat auch gestalterisch Vorteile: Der Platz, der den Offenbacherinnen und Offenbachern so sehr am Herzen liegt, wird auch in Zukunft keine Schranken haben. Denn ohne privaten Investor müssen auch die 48 Dauer-Parkplätze nicht für eine private Bewirtschaftung abgetrennt werden. Auch in Zukunft genügt also ein einfacher Parkautomat.

Das Amt für Stadtplanung und Baumanagement sieht nun auch eine geänderte Abwicklung des Bauvorhabens vor. Zunächst soll der nördliche Teil des Platzes, danach der südliche Teil umgebaut werden. Der nördliche Teil ist jener, der unmittelbar ans Markthäuschen angrenzt. Während der Bauzeit werden die Marktstände an Markttagen auf der südlichen Hälfte des Platzes konzentriert. Man werde dann ein bisschen zusammenrücken müssen, so Susanne Schöllkopf, Leiterin des Amtes für Stadtplanung und Baumanagement. Doch der Platz reiche aus. Parken wird in dieser Phase an Markttagen auf dem Wilhelmsplatz nicht möglich sein.

20 Bäume sollen im südlichen Drittel des Platzes im Bereich der künftigen Dauer-Parkplätze angepflanzt werden und damit zum Teil auch die irrtümlich gefällten Bäume ersetzen. Vorgesehen sind Blumeneschen, die etwa zehn Meter hoch werden und damit etwa kleiner sind als die Kastanien am Rande des Wilhelmsplatzes. Die Blumeneschen sollen später eine Art Laubdach bilden. Der Baum blüht im Mai und Juni in cremeweißen, angenehm duftenden Rispen, die etwa 15 Zentimeter lang werden.

Die Stadtverordneten werden in ihrer Mai-Sitzung über die Detailplanung für den Umbau des Platzes entscheiden. Das Fachamt plant, im Juli die Aufträge zu vergeben, so dass im August 2009 mit dem Bau begonnen werden könnte. Der Platz soll, je nach Witterung, im Februar 2010 fertig sein.

Parallel dazu beginnt die Detailplanung für den Umbau der seitlichen Straßen. Die Gestaltung soll mit den Anliegern abgestimmt werden, um gerade auch für benachbarte Gastronomen die Möglichkeiten der Bewirtung im Freien zu verbessern. Da auch der Straßenumbau mit Konjunkturfördermitteln bezahlt werden soll, müssen zumindest die Baufirmen noch in diesem Jahr beauftragt werden. Im September steht daher die Beschlussfassung im Stadtparlament an, danach folgt die Ausschreibung. Susanne Schöllkopf geht davon aus, dass der Straßenumbau nach Fertigstellung des Platzes im Februar 2010 beginnt und im Herbst 2010 vollendet ist.