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27. Juli 2009: Auf zu neuen Ufern: Das größte Projekt im Grünbereich der Stadt Offenbach, der Mainuferpark, nimmt Gestalt an. Alle Abbrucharbeiten sind abgeschlossen und die neuen Pflanzen gesetzt, nun folgen die Sitzterrassen am Wasser und die Einrichtung des großen Spielplatzes. Ab Anfang August lädt die Grünanlage in Höhe des Mathildenviertels dann zum Spazierengehen und Sport treiben, zum Toben und Ausruhen ein.

Der Mainuferpark erstreckt sich auf 550 Metern Länge zwischen Kulturgleis und Alessa-Gelände. „Das ist eine riesige Fläche, auf der eine ganze Menge Arbeiten anfallen“, sagt Christina Türk, Fachreferentin für Stadtgrün in Amt für Stadtplanung und Baumanagement. Zunächst wurden die alten Wege und Spielanlagen abgebrochen, dann standen umfangreiche Erdarbeiten an. Der lange Winter hat die Maßnahmen verzögert, aber nun sind die neuen Wegetrassen aufgeschottert, ihre Randbegrenzung steht.

Ab August verläuft hier der Radweg als Teil der Regionalparkroute und des Grünrings im hinteren Bereich, näher am Ufer fordert eine neu gestaltete Promenade zum Flanieren auf. Während Radler und Inline-Skater auf glattem Asphalt dahinflitzen, wird der Fußweg mit einem langsameren Belag und einer wassergebundenen Decke versehen.

Um das westliche und östliche Ende des Mainuferparks jeweils als Ein- oder Ausgang zu betonen, ließen die Planer insgesamt 65 Säulen-Zitterpappeln pflanzen. „Das ist ein ganz markantes Gestaltungsmerkmal der Anlage und unterstützt die geplante Lenkung des Fuß- und Radverkehrs“, erläutert Christina Türk. Da die schmalen Pappeln maximal einen Durchmesser von 3 Metern erreichen, wurden sie eng aneinander gepflanzt.

Damit Offenbach näher an den Main rückt, legen Arbeiter derzeit drei großformatige Sitzterrassen aus Betonstein an. In Kürze werden auch die „Offenbacher Klippen“ installiert: Vier gewaltige Natursteinblöcke direkt am Fluss garantieren ein Ausruhen auf hohem Niveau.

Auch der Spielplatz, der auf 600 m² Fläche im mittleren Abschnitt des Parks angelegt wird, rückt das Thema Wasser in den Blickpunkt. „Hier werden ab Ende Juni viele kleine Elemente zusammengebaut und installiert“, sagt die Fachreferentin. Ein Spielschiff und ein Floß, Treibgut, ein Fass und ein großer Sandspielbereich sollen die Phantasie der kleinen und mittelgroßen Kinder anregen.

Gleich daneben können sich Jugendliche und Erwachsene auf einem neuen Beachvolleyball-Platz – dem ersten öffentlichen in Offenbach - oder der Streetball-Anlage verausgaben. „Sie müssen nur aufpassen, dass der Ball nicht ins Wasser fällt“, meint Christina Türk schmunzelnd. Als Kontrastprogramm bleiben große Rasenflächen zum Sonnen, Liegen oder Picknicken erhalten, an einer Stelle ist auch Grillen erlaubt.

Projekt verbessert auch die Wohnqualität im Mathildenviertel
So entwickelt sich der Mainuferpark zu einer neuen Attraktion für alle Offenbacher. Das Projekt verbessert darüber hinaus die Wohnqualität in der angrenzenden östlichen Innenstadt, indem es den Bewohnern des Mathildenviertels einen Ort zum Ausruhen und Spielen bietet. Daher übernimmt das Landesförderprogramm Hegiss (Hessische Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt) 70% der Gesamtkosten von ca. 770.000 €.

Um die Identifikation der Bewohner mit der neuen Anlage zu stärken, packen nun Mädchen und Jungen der der dritten Klassen der Wilhelmschule und der 5a-Klasse der Mathildenschule mit an: Am 18. Juni (ab 9.30 Uhr) und am 24. Juni (ab 14.30 Uhr) unterstützen sie gemeinsam mit ihren Lehrern die Bauarbeiter.

Damit die Arbeiten insgesamt zügig vorangehen, sind täglich sechs Arbeiter vor Ort. „Wir werden auf jeden Fall bis Anfang August fertig“, verspricht die Referentin. Für 29. August ist dann eine große Eröffnungsfeier mit Sportturnieren geplant. Entsprechende Informationen wurden gerade an die Schulen verschickt, die sich nun für die Wettbewerbe anmelden können.

Im kommenden Jahr wird die grüne Oase am Fluss aller Voraussicht nach eine weitere Attraktion bieten. Der Platz am westlichen Eingang des Mainuferparks sei ein optimaler Standort für eine Sommergastronomie, findet Christina Türk – „und zwar nicht für eine Currywurstbude, sondern für ein vielseitigeres Angebot“. Beim Ordnungsamt seien schon Anfragen dafür eingegangen.