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14. Januar 2010: Der erste Meilenstein für das neue Sportzentrum Am Wiener Ring, dem ehemaligen Tambourbad, ist gelegt: Auf dem Kunstrasenplatz im Süden des Sportzentrums kann ab sofort gespielt und trainiert werden. Oberbürgermeister Horst Schneider und der Geschäftsführer der SFO Sport und Freizeitgesellschaft Offenbach mbH, Dieter Lindauer, sowie weitere an der Planung und Umsetzung Beteiligte übergaben den Platz am Mittwoch, 13. Januar 2010, offiziell an die Fußballvereine, die das Sportzentrum künftig nutzen.

Das neue Großspielfeld mit zwei integrierten Kleinspielfeldern umfasst 56 x 90 Meter. Die Anlage ersetzt den maroden Kunstrasenplatz im benachbarten Kickers-Stadion: Nach der Abnahme durch den Kreisfußballwart am 11. Dezember 2009 steht er nun absprachegemäß für die Jugendmannschaften des OFC zur Verfügung, bis die weiteren drei Plätze gebaut sind. Deren Fertigstellung ist für Frühjahr 2011 geplant. Die 1. Mannschaft der Offenbacher Kickers hat hier ebenfalls schon trainiert. Auch die beiden im Sportzentrum ansässigen Vereine, FC Bieber und SG Wiking, aber auch andere Teams oder Betriebssportler können den neuen Platz nutzen.

„Offenbach investiert in den Sport. Das ist eine Investition, die sich auszahlt, weil unsere Vereine auch hervorragende Sozialarbeit leisten. Ohne Vereine wäre Sozialarbeit viel schwieriger “, betonte OB Schneider. Das neue Sportzentrum am Wiener Ring unterstütze die wichtige Jugendarbeit der Vereine: „Ihre Sportangebote ermöglichen vielen jungen Menschen Anerkennung, Erfolgserlebnisse und soziale Teilhabe, was eine große Integrationsleistung darstellt.“ So verbinde der Sport wie kaum ein anderes Netzwerk unterschiedliche Milieus und Nationalitäten.

Die Vereine OFC, Wiking und FC Bieber, die die Anlage vorrangig nutzen werden, haben zusammen 27 Jugendmannschaften, in denen fast 800 Jungen und Mädchen im Alter bis 18 Jahren gemeldet sind. 50 bis 75 Prozent von ihnen haben einen Migrationshintergrund.

Alle Vereinsvertreter äußerten ihre Freude über die neue Anlage: Sie steigere die Qualität wie auch die Quantität der Spiel- und Trainingsmöglichkeiten in der Stadt. Der neue Kunstrasenplatz ist, neben den Sportanlagen Waldhofstraße und Gravenbruchweg, der dritte seiner Art in Offenbach.

Insgesamt entstehen auf der zwölf Hektar großen Fläche des ehemaligen Tambourbades von August 2009 bis April 2011 vier neue Rasenplätze - zwei davon als Kunstrasenplatz mit moderner Flutlichtanlage -, neue Umkleideräume und ein Vereinsheim. „Die Arbeiten für das neue Sportzentrum Am Wiener Ring liegen voll im Zeit- und Kostenplan“, sagte SFO-Geschäftsführer Dieter Lindauer. "In enger Abstimmung mit den Vereinen haben wir wie versprochen eine Trainingsmöglichkeit für den Winter geschaffen." Der jetzt eröffnete Kunstrasenplatz habe inklusive Flutlicht- und Versickerungsanlage rund 767.000 Euro gekostet; insgesamt werden circa 5 Mio. Euro investiert. Von großem Vorteil sei der Neubau des Sparda-Bank Hessen Stadions in unmittelbarer Nachbarschaft, so Lindauer: „Das ermöglicht Synergien bei der Verkehrsführung, bei der Nutzung von Parkplätzen oder bei der Pflege der Anlagen.“
Den Kunstrasen, der sich zur Übergabe verschneit präsentierte, bezeichnete OB Schneider als "Untergrund der Zukunft". Wie er als Sportdezernent bereits im Dezember 2009 gesehen habe, biete der Rasen genau die Qualität, die sich Sportler wünschen. Kreisfußballwart Karl-Heinz-Kohls ergänzte, der Platz erfülle alle Voraussetzungen, "bis hin zur Jugendfußball-Bundesliga". OFC-Vizepräsident Volker Ekrich kündigte an, dass sein Verein den Platz nach dem Trainingsbeginn am 18. Januar täglich nutzen werde. Und Dieter Lindauer kündigte an, dass die Arbeiten an dem Sportzentrum auf Hochtouren weitergehen, sobald der Schnee geschmolzen sei.
Hintergrund
Den Entschluss, das Tambourgelände zum modernen „Sportzentrum Am Wiener Ring“ auszubauen, fasste die Stadtverordnetenversammlung in Offenbach am 4. Dezember 2008. Die Grundstückseigentümerin, die Sport- und Freizeit GmbH Offenbach (SFO), hat mit der Projektleitung die OPG Offenbacher Projektverwaltungsgesellschaft mbH beauftragt. Beide Gesellschaften sind Töchter der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH).

Die Unterhaltung, Verkehrssicherungspflicht sowie die Belegung im neuen Sportzentrum obliegt dem Sportbüro und in dessen Auftrag als Dienstleister der GBM Gebäudemanagement Offenbach GmbH.

Der Umbau des Tambourgeländes knüpft an die sportliche Tradition des Areals an, das ab 1967 als Schwimmbad diente und von Spitzensportlern – darunter der Olympiasieger Michael Groß - als Trainingsort genutzt wurde. Seit 1993 ist der Schwimmbadbetrieb eingestellt.
Sport- und Freizeit GmbH Offenbach (SFO)
Die Sport- und Freizeit GmbH Offenbach (SFO) ist eine hundertprozentige Tochter der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH), die 2008 gegründet wurde. Geschäftsführer ist Dieter Lindauer.
Neben dem Umbau des Tambourgeländes ist die SFO von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung der Stadt Offenbach mit der Stadionplanung, dem Baufinanzierungskonzept und Stadionbetriebskonzept für das Stadion am Bieberer Berg beauftragt.

Offenbacher Projekt Verwaltungsgesellschaft mbH (OPG)
Die OPG ist 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH. Aufgaben der OPG sind Projekte der Stadt- und Standortentwicklung. So ist sie für die Entwicklung des ehemaligen Hafenareals, des Neubaugebiets An den Eichen, des Sportzentrums „Am Wiener Ring“, die Sanierung des ehemaligen Gesundheitsamts am Dreieichring und die Entwicklung des Buchhügels zuständig. Geschäftsführer ist Dieter Lindauer.
Pressekontakt:
Regina Preis, Leiterin SOH-Unternehmenskommunikation, Telefon 069 / 84 00 04-110