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Was im Mathildenviertel vor fünf Jahren begann, wurde inzwischen auf vier weitere Stadtteile ausgeweitet. Die Rede ist vom städtischen Großprojekt „Besser leben in Offenbach“, einer Initiative der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH) und der Stadtverwaltung rund um das Thema Lebensqualität.

Getreu dem Motto „gemeinsame Stärken bündeln“ arbeiten Ämter, Gesellschaften und Initiativen in den Stadtteilen daran, verbesserungswürdige Punkte anzugehen und zu optimieren. Die fünf Jahre sind Anlass genug, um auf das damalige „Pilotgebiet“ Mathildenviertel zurück zu blicken und Bilanz zu ziehen.

Unter der Federführung von SOH-Projektleiterin Sabine Süßmann wurden im Mathildenviertel eine Reihe von Verschönerungs- und Pflegemaßnahmen umgesetzt. Dadurch wurde das Stadtbild aufgewertet und die Sauberkeit verbessert. Vor allem aber das Patenschaftsmodell war ein großer Erfolg im Pilotgebiet: Ehrenamtlich tätige Paten kümmern sich um die Pflege von Baumscheiben, sie beseitigen Unrat auf Spielplätzen oder in Parks. Über zehn Prozent der mittlerweile 70 Paten im Stadtgebiet sind heute im Mathildenviertel aktiv. „Ein deutlicher Beleg für das Zugehörigkeitsgefühl und das Engagement der Anwohner“, so Sabine Süßmann.

Anlaufstelle für Bürger
Auch die Idee der Stadtteilbüros mit Quartiersmanagement wurde im Mathildenviertel entwickelt. Und die Idee zündete: Heute dient das Stadtteilbüro am Mathildenplatz als Anlaufstelle für Bürger mit Anliegen rund um Themen aus der Nachbarschaft und ist eines von dreien im gesamten Stadtgebiet.

Neben Verschönerungs- und Pflegemaßnahmen, Patenprojekt und Stadtteilbüro mit Quartiersmanagement wurde ein dichtes Melde- und Kontrollnetz im Mathildenviertel geknüpft. Auch dies hat dazu beigetragen, dass sich in den letzten Jahren die Sauberkeit und Sicherheitslage im Viertel verbessert hat. Stadtrat Paul-Gerhard Weiß: „Die vielen positiven Rückmeldungen von Anwohnern bestätigen, dass die Maßnahmen Wirkung entfaltet haben. Es ist im Mathildenviertel sicherer und sauberer geworden, aber es bleibt noch einiges zu tun und der Einsatz für den Stadtteil darf nicht nachlassen.“

Das Ordnungsamt ist wachsam
Diese Beobachtung macht auch immer wieder das Ordnungsamt. Dass es teuer werden kann, wenn Sperrmüll illegal auf der Straße entsorgt wird, gilt auch im Mathildenviertel. Zuletzt mussten Anwohner aus der Austraße hierfür 150, bzw. 450 Euro an das Ordnungsamt berappen. Aber auch Dunkelheit schützt vor Strafe nicht: Bei einer abendlichen Observation durch Ordnungsamts-Mitarbeiter wurden zahlreiche Personen beim illegalen Umgang mit Sperrmüll erwischt. „Diese Personen wurden verwarnt oder erhielten Bußgelder“, berichtet Frank Weber, stellvertretender Ordnungsamtsleiter. Auch im öffentlichen Raum abgestellten Autowracks rückt das Ordnungsamt zu Leibe.

Die Ordnungshüter kontrollieren zudem bei Auffälligkeiten, ob die Behältervolumina für Müll ausreichen. Stellt sich heraus, dass Müllablagerungen durch zu kleine Müllbehälter resultieren, werden Ordnungskräfte und der städtische Entsorger ESO aktiv. Eigentümer werden dann aufgefordert, größere Behälter zu ordern, wie ein Eigentümer einer Liegenschaft in der Herrmann-Steinhäuser-Straße erfahren musste.

Sicherheitslage ist unauffällig
Viele Augen unterstützen die Ordnungskräfte bei ihren Bemühungen. So erhält das Ordnungsamt durch die sogenannten „Stadtteilrundgänger“ des Quartiersmanagements zweimal pro Woche Berichte über Ablagerungen oder sonstige Auffälligkeiten im Straßenraum. Das Ordnungsamt ermittelt dann zeitnah und meldet die Abfälle für eine schnellstmögliche Entsorgung an den ESO. Um eine zusätzliche Reinigung der Straßen und Gehwege von Kleinmüll kümmern sich neben den Reinigungskolonnen des ESO täglich die Mitarbeiter der „Sauberen Innenstadt“.

Ergänzt werden diese Bemühungen durch Beobachtungen der Mitarbeiter des städtischen Verkehrsüberwachungsdienstes, die ebenfalls Besonderheiten melden. Und die Stadtpolizei bestreift gerade in den Abendstunden regelmäßig die östliche Innenstadt und schaut nach dem Rechten. Nach Angaben der Polizei ist die Sicherheitslage im Viertel unauffällig. Stadtrat Paul-Gerhard Weiß freut das: „Wir konnten den letzten Jahren durch die gemeinsame Initiative von SOH, Stadt und Anwohnern im lebendigen und internationalen Mathildenviertel eine Vielzahl von Verbesserungen erreichen. Diesen Standard gilt es zu halten und auszubauen. Das bleibt aber auch zukünftig eine große Aufgabe.“

Informationen zum Projekt „Besser leben in Offenbach“ und zu den Patenschaftsprojekten - neue Paten sind immer willkommen - gibt Sabine Süßmann, Tel. 840004-156, E-Mail: sabine.suessmannsoh-ofde.

Das Ordnungsamt nimmt Hinweise zu illegalem Sperrmüll und sonstigen Auffälligkeiten über die städtische Müllermittler-Hotline 8065-4747 entgegen. Auch über den neuen Mängelmelder im Internet www.offenbach.de/maengelmelder können Beobachtungen an das Amt gegeben werden. Zudem können Bürger über eine sogenannte „Müll-App“ Hinweise an das Ordnungsamt leiten. Diese „App“ kann kostenlos über www.maengelmelder.de heruntergeladen werden.