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Mehr Verträge und ein deutlich höherer Flächenumsatz – diese Merkmale kennzeichnen den Immobilienmarktbericht 2012 für Offenbach. Der Geldumsatz ging im vergangenen Jahr zwar etwas zurück, stieg aber im 1. Halbjahr 2012 um ganze 81 Prozent. „Unsere Stadt ist unübersehbar im Immobilienmarkt der Region angekommen“, freute sich Oberbürgermeister Horst Schneider.

869 Verträge wertete der Gutachterausschuss im Berichtszeitraum 2011 für Offenbach aus – das waren gegenüber dem Jahr davor 31 Verträge oder vier Prozent mehr. Die Zahl der verzeichneten Verträge lag auch deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Den größten Anteil am Vertragsaufkommen macht der Teilmarkt Wohnungs- und Teileigentum aus, gefolgt vom Teilmarkt der bebauten Grundstücke.

Im Gegensatz zum Vorjahr ist der Flächenumsatz spürbar gestiegen und zwar um 15 Prozent: Insgesamt wurden 37 Hektar Fläche umgesetzt. „Das ist recht viel und entspricht etwa ein Prozent der Fläche des Stadtgebietes“, erläuterte Cornelia Jockisch, Leiterin des Vermessungsamts und Vorsitzende des Gutachterausschusses in Offenbach. Größten Anteil daran hatte der Teilmarkt der bebauten Grundstücke.

Demgegenüber sank der Geldumsatz um 23 Prozent, von 257 Millionen Euro auf 196 Mio. Euro. Dies entspricht in etwa dem Niveau des Jahres 2009. Der Rückgang ist auf den Anteil des Teilmarkts der bebauten Grundstücke zurückzuführen, der ein Minus von 38 Prozent gegenüber 2010 aufweist.

Preise für Eigenheimgrundstücke bleiben stabil, Wohnungen werden etwas teurer
Bauplätze für Ein- oder Zweifamilienhäuser kosteten 2011 durchschnittlich 380 Euro/m² und damit so viel wie im Jahr 2010. „Der stabile Markt ist für uns durchaus ein Wettbewerbsvorteil“, sagte OB Schneider. „Die Grundstückspreise in Frankfurt liegen um etwa ein Viertel höher, und manche Stadtteile dort sind deutlich weiter von Innenstadt und der Zeil entfernt als Offenbach.“

Die durchschnittlichen Preise für gebrauchte, freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser ab dem Baujahr 1955 haben in Offenbach gegenüber dem Jahr 2010 um fünf Prozent nachgegeben. Demgegenüber ist bei Reihen- und Doppelhäusern weiter ein leichter Aufwärtstrend von vier Prozent zu verzeichnen: Solche Häuser der Baujahre 1961-1990 kosteten im Mittelwert 248.000 Euro (bei einer durchschnittlichen Grundstücksfläche von 266 m²).

Auch für Eigentumswohnungen ist – bereits seit 2009 - ein leichter Preisanstieg festzustellen, insbesondere bei Neubauten. Am teuersten wurden 2011 sowohl neugebaute als auch gebrauchte Eigentumswohnungen (ETW) in Rumpenheim gehandelt, gefolgt von Bieber. Generell sind die Preise für Gebrauchtimmobilien deutlich günstiger als für Neubauten. So sind, bezogen auf den Gesamtkaufpreis, 75 m² große, 20 Jahre alte Eigentumswohnungen um durchschnittlich 60.000 Euro günstiger zu erwerben als neugebaute ETW.

1. Halbjahr 2012: Geldumsatz steigt um 81 Prozent
Bemerkenswert ist die Entwicklung im laufenden Jahr: Dem Gutachterausschuss sind im 1. Halbjahr 2012 bereits 476 Verträge zugegangen. Diese Zahl liegt, mit einem Anstieg von 28 Prozent, deutlich über dem Mittelwert der vergangenen fünf Jahre. Auch die Umsätze liegen klar über dem Durchschnitt: Beim Flächenumsatz ist ein Anstieg um 12 Prozent zu verzeichnen. „Herausragend ist die Entwicklung beim Geldumsatz, der um 81 Prozent gestiegen ist“, betonte Cornelia Jockisch. „Diese Entwicklung freut mich ganz besonders, zumal das Hafenareal erst noch kommt“, sagte Schneider. Der hohe Geldumsatz sei auf den Verkauf von mehreren Großobjekten wie dem KOMM-Center zurückzuführen. Am meisten wurde Wohnungs-und Teileigentum am Immobilienmarkt gehandelt (62 Prozent des Vertragsaufkommens), gefolgt vom Teilmarkt bebaute Grundstücke mit 31 Prozent.

„Trotz des Fluglärms ist die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt in Offenbach weiterhin da“, bilanzierte die Gutachterausschuss-Vorsitzende Jockisch. „Man darf gespannt sein, wie sich das weiter entwickelt.“


Weitere Informationen zum Immobilienmarktbericht 2012 finden sich unter www.offenbach.de