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Ergänzende Informationen im Nachgang zum Pressetermin vom 29. Mai.

Kenntnisse der deutschen Sprache sind ein entscheidendes Kriterium für Kinder. Ohne einen Zugang zur Sprache ist soziale und politische Partizipation nur schwer möglich, nicht zuletzt sind gute Deutschkenntnisse mitentscheidend für die wirtschaftliche und soziale Integration. Damit alle Kinder die gleichen Startchancen haben, gibt es in Hessen bereits seit 2002 ein Sprachförderprogramm für Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse. Ursprünglich habe das Programm an Familien mit Migrationshintergrund fokussiert, berichtet Sozialminister Dr. Stefan Grüttner, „inzwischen merken wir, das auch Kinder aus deutschen Familien der besonderen Förderung bedürfen. Diese machen rund ein Drittel aus.“ In Zahlen ausgedrückt hat sich der Anteil von Kindern mit Sprachdefiziten seit 2002 mit 250 Kindern auf 2121 Kinder erhöht, die in 27 Einrichtungen spezieller betreut werden. Für Hermann Dorenburg, Leiter des Eigenbetriebs Kindertagesstätten Offenbach (Eko), ist es eines der nützlichsten Programme die es gibt und gesteht, dass anfangs nicht klar gewesen sei, wie erfolgreiche Sprachförderung gehe: „Die Anforderungen an die Erzieherinnen sind sehr hoch. Wir investieren das Geld in deren ständige flächendeckende Qualifizierung und in die besondere Sprachförderung der Kinder.“

3,8 Millionen EURO stehen in diesem Jahr für das Landesprogramm zur Verfügung, Offenbach erhält mit mehr als 600.000 EURO den Löwenanteil. Damit werde auch seitens der Landesregierung die besondere Situation der Stadt anerkannt, so Grüttner weiter, in der mehr als die Hälfte der Bevölkerung Offenbachs ausländische Wurzeln habe und der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund teilweise bei 80 Prozent liege. „Wie erfolgreich die Vermittlung der Deutschkenntnisse ist, zeigt sich auch daran, dass 2011 alle diese Kinder direkt eingeschult werden konnten“, so Grüttner abschließend.

BU: Hermann Dorenburg, Leiter des Jugendamtes und des Eigenbetriebs Kindertagesstätten Offenbach EKO, Bürgermeister Peter Schneider und Sozialminister Stefan Grüttner mit dem Fördermittelbescheid