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Auf dem Mainuferparkplatz sollen auch künftig Autofahrer kostenlos ihr Auto abstellen können, um in der nahen Innenstadt einzukaufen. Der zuständige Stadtrat Dr. Felix Schwenke will in einer Vorlage die Gebührenfreiheit für die ersten beiden Stunden festschreiben lassen. Deshalb bleiben die 700 Stellplätze an der Carl-Ulrich-Brücke von der Bewirtschaftung durch Parkautomaten, die der Magistrat jüngst beschlossen hat, vorläufig ausgenommen.

In der Offenbacher City gibt es auf städtischem Grund und in den Parkhäusern, die alle von Privaten betrieben werden, rund 5.500 Stellplätze. Dr. Schwenke: „Die Stadt verfolgt neben der ökonomisch richtigen Bewirtschaftung ihrer Flächen auch das Ziel, den Einzelhandel zu unterstützen. Geschäfte und Kaufhäuser bestimmen die wirtschaftliche Entwicklung und das Bild der City. Natürlich steht auch der Einzelhandel selbst in der Pflicht, Käufern ein attraktives Angebot zu machen, beispielsweise mit der Erstattung von Parkgebühren. Die Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem Auto und die Möglichkeit hier auch für eine begrenzte Zeit einen kostenlosen Parkplatz während des Einkaufsbummels zu finden, sind wichtige Ziele. Deshalb werde ich für den Mainuferparkplatz eine Lösung vorschlagen, die für zwei Stunden das kostenlose Parken erlaubt“.

Derzeit ist offen, zu welchem Zeitpunkt diese Vorlage eingebracht wird. Geprüft wird eine Schrankenlösung, die als mögliche Lärmquelle für die Anlieger nicht unproblematisch ist. Das Aufstellen der Schranke und die Führung der Zufahrten müssen außerdem zunächst mit den Planungen zur Sanierung des Maindamms abgestimmt werden.
Der Magistrat der Stadt Offenbach hatte jüngst beschlossen, die gebührenpflichtige Zeit auf öffentlichen Parkplätzen montags bis samstags von 19 auf 21 Uhr zu verlängern. Die alten Reglungen, die montags bis freitags galten, stammten noch aus der Zeit als die Geschäfte um 18.30 Uhr schlossen. Stadtrat Felix Schwenke: „Land und Regierungspräsident verpflichten Offenbach wegen seiner schwierigen Etatsituation alle Einnahmemöglichkeiten auszuschöpfen“. Dort, wo Private wegen der Nachfrage ebenfalls Geld für ihre Leistung nehmen würden, müsse die öffentliche Hand zumindest ebenso handeln. „Alles andere wäre Marktfernes Verhalten. Das wird der öffentlichen Hand ja oft zum Vorwurf gemacht“. Viele Parkhäuser in der Innenstadt sind das klare Indiz für die Nachfrage nach Stellfläche, daran muss sich unser Handeln zumindest im Grundsatz orientieren“.

Für folgende Parkplätze wurden die Zeiten, in denen jetzt für das Parken bis 21 Uhr gezahlt werden muss, verlängert: Bahnhofstraße, Hospitalstraße, Berliner Straße Frankfurter Straße und Kleiner Biergrund. Neu installiert wurden Parkscheinautomaten auf dem Parkdeck Berliner Straße in unmittelbarer Nachbarschaft zur Innenstadt. Hier reicht künftig die Parkscheibe nicht mehr.

Der Wilhelmsplatz wird vorläufig von der Änderung der Gebührenordnung ausgenommen. Schwenke möchte zunächst mit den dort ansässigen Gastronomen die Situation besprechen. Die Debatte über das Zitat aus dem alten Parkraumbewirtschaftungskonzept, wonach öffentliche Stellflächen teurer als die der privaten Anbieter sein sollen, kommentiert Schwenke: „Mein politisches Ziel ist ein anderes. Ich will, dass sich die Preise für die städtische Bewirtschaftung an den Marktpreisen, also den Preisen der Parkhäuser, orientieren.“