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03. Dezember 2015: Für 200 Jungen und Mädchen aus der Erstaufnahmeeinrichtung Gießen – Außenstelle Offenbach war es ein besonderer Nachmittag. Das Offenbacher Achat-Plaza-Hotel hatte die Flüchtlingskinder zu einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm eingeladen. So konnten sie für mehrere Stunden das triste Alltagsleben in der Unterkunft vergessen. Der Ideengeber des Festes, Shams ul Haq, hatte gemeinsam mit der Achat Plaza Direktion, János Szücs, und weiteren Sponsoren wie Jamal Qaiser (Buffet) und den Offenbacher Verkehrsbetrieben (Transfer von der Einrichtung zum Hotel und zurück), ein schönes Fest zum Mitmachen organisiert. Unterstützt wurden sie vom Verein Smiling Faces und der Kita-Krippe Nimmersatt.

Der Sozialpädagoge vom Offenbacher Jugendamt, Dietrich Brockmann, bug gemeinsam mit Ernst-Reuter-Schülerinnen und Teilnehmern des Projekts „Jugend stärken im Quartier“ die Crêpes. Freude bereitete auch der Zauber-Clown, Christian Perleth, mit seinen Darbietungen für die Kinder sowie die Tanzshow der Offenbacher Locomotion Tanzbühne. Zum Abschluss der Veranstaltung erhielten die Kinder Geschenke, die die Offenbacher Ahmadiyya-Gemeinde gesammelt hatte. Alle Organisatoren und Beteiligte dieser Veranstaltung waren sich am Ende der Veranstaltung denn auch einig, dass man hier den Kindern etwas Besonderes bieten konnte.

Reinhard Knecht, Ehrenamtsbeauftragter der Stadt, versprach im Namen der Stadt, gemeinsam mit seiner Stabsstelle „Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe“ und dem Betreiber der Einrichtung, alles zu unternehmen, um den Flüchtlingskindern, aber auch allen anderen Menschen, die hier in Offenbach zu Gast sind, einen schönen Aufenthalt zu bereiten. „Wer hier in Offenbach zu Gast ist, muss das spüren, dass er Willkommen ist“. „Das ist für uns alle eine große Herausforderung, der wir uns hier in Offenbach stellen. Menschen die durch Krieg und Massaker und letztendlich durch Fluchtstrapazen hier angekommen sind, gilt es nun menschenwürdig zu behandeln“, so Knecht in seinen Grußworten in Vertretung des Oberbürgermeisters Horst Schneider. „Mein Vater kam schwerkriegsbeschädigt aus dem 2. Weltkrieg zurück, meine Mutter musste kurz vor Kriegsende mit der Familie eben auch flüchten. Also in meiner Familie ist die Flucht ebenfalls verankert. Diese Generation meiner Eltern, die flüchten musste in eine fremde Umgebung, die hat es geschafft. Und ich bin mir sicher, dass mit unserer Hilfe, die Menschen, die jetzt vor Krieg und Massaker fliehen es ebenfalls schaffen können. Gemeinsam menschenwürdig zu leben, dafür setzten wir uns alle ein“, so Knecht weiter.