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04. Dezember 2015: Am 23. November fand unter dem Vorsitz des Stadtrats Dr. Felix Schwenke die konstituierende Sitzung des Beirats für die Begleitung der Umsetzung des Quartiersentwicklungsprogramms HEGISS (Hessische Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt) im Senefelder-Quartier südlich des Hauptbahnhofs und der südlichen Innenstadt zwischen Bismarckstraße und Geleitsstraße statt (siehe Karte). In den Beirat hat der Magistrat rund zwanzig Vertreterinnen und Vertreter von Wohnungsbaugesellschaften, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Verkehrsträgern und aus der Wirtschaft berufen. Sie sollen ihre Expertise in die künftige Entwicklung des Gebiets einbringen und die Planungen der Stadt sachkundig und kritisch begleiten. Das Planungsgebiet des erweiterten Senefelder-Quartiers wurde im letzten Jahr in das Bund-Länder-Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen. In den nächsten zehn Jahren sollen dort in einem integrierten Handlungsprogramm Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds, der sozialen Situation und der Bedingungen für Gewerbe in diesem Bereich durchgeführt werden. Die entsprechenden Planungen sollen unter Einbindung aller wichtigen Akteure, insbesondere auch, wo immer möglich, mit intensiver Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner, stattfinden.

Dr. Felix Schwenke stellte gleich zu Beginn der ersten Beiratssitzung fest: „Wir möchten das Soziale Stadt Programm in Offenbach zusammen mit allen relevanten Akteuren entwickeln. Dazu gehören Bürgerinnen und Bürgern im Quartier, aber auch die Wohnungswirtschaft, Gemeinden, Verbände und Gewerbetreibende. Der vom Magistrat berufene Beirat übernimmt daher eine wichtige Rolle als Ratgeber und für Rückmeldungen aus dem Quartier im weiteren Planungsprozess.“

Das Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration sowie das Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement erläuterten im Verlauf der Sitzung den aktuellen Stand der Bestandsaufnahme. Diese steht am Beginn des gesamten Planungsprozesses. Im Mittelpunkt der Ausführungen standen die Rahmenbedingungen zur Umsetzung des HEGISS-Programms in Offenbach sowie detaillierte Informationen über das Programmgebiet. Dazu zählen u.a. die Bereiche Bevölkerungsstruktur, Städtebau, Wohnen, Wirtschaft, Verkehr, Soziales, Freiräume und Umwelt. Der Stadtteil ist geprägt von einem hohen Anteil an Bewohnern mit Migrationshintergrund und überdurchschnittlich vielen sozialen Leistungsbeziehern. Städtebaulich wird vor allem die trennende Wirkung des Bahndamms als Herausforderung gesehen. Andererseits hat er, wie schon die ersten Untersuchungen der Fachleute im Rathaus gezeigt haben, durchaus großes Potenzial. Viele Bewohner äußern sich zufrieden mit dem Standort, zu den Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt sind es kurze Wege. Auch im Quartier selbst gibt es vielfältige Angebote und eine differenzierte Gewerbestruktur. Nicht zu vergessen ist dabei auch die Nähe zum Klinikum, das auch als Arbeitgeber für viele Menschen im Quartier von Bedeutung ist.

Im Beirat nahm das Thema Wohnen den größten Raum in der Diskussion ein, v.a. im Zusammenhang mit der Bebauung des ehemaligen manroland-Geländes. Dessen Entwicklung strahlt bereits jetzt positiv in das Programmgebiet aus, da mit der Eröffnung des neuen REWE-Marktes der erste Baustein fertig gestellt ist und sich damit die Lebensmittelversorgung im Quartier deutlich verbessern wird.

Die Bestandsaufnahme der Verwaltung, die durch weitere Untersuchungsaufträge an externe Unternehmen unterstützt wird, ist die Grundlage für die Entwicklung eines Integrierten Handlungskonzeptes. Dieses soll Mitte nächsten Jahres fertig gestellt und die Basis für die Formulierung konkreter städtebaulicher Maßnahmen sein. Für das Frühjahr 2016 ist die nächste Sitzung des HEGISS-Beirats vorgesehen. Die Geschäftsstelle des Beirats ist beim Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration angesiedelt.

Kontakt:

Ralf Theisen, Geschäftsstelle des HEGISS-Beirats

Referent für Soziale Stadtentwicklung und Sozialplanung

Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration

Tel. 069 8065-2275

Email: ralf.theisenoffenbachde