Sprungmarken
Suche
Suche

Basketballfeld
© Alexander Habermehl / Stadt Offenbach
Deutlich längere Spiel- und Trainingszeiten auch im Winter ermöglicht der neue Kunstrasenplatz, den die Stadt Offenbach bis Sommer 2016 auf der Sportanlage Rosenhöhe errichten will. Den hierfür notwendigen Grundsatzbeschluss fasste der Magistrat in seiner Sitzung am 16. September – zustimmen müssen noch die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am 1. Oktober.

Mit dem geplanten Umbau eines bestehenden Naturrasenspielfelds auf Großspielfeld 4 entlastet die Stadt mehrere Vereine in Offenbach, die sich bislang vier Kunstrasenplätze im gesamten Stadtgebiet teilen müssen. Für Oberbürgermeister und Sportdezernent Horst Schneider ist das eine äußerst positive Nachricht für die SG Rosenhöhe, die eine erfolgreiche Jugendarbeit leistet, „obwohl ich mir gewünscht hätte, dass wir die Maßnahme schon bis diesen Winter hätten umsetzen können“.

Tatsächlich hatte der Magistrat bereits vor geraumer Zeit seine grundsätzliche Bereitschaft gezeigt für die Einrichtung eines Kunstrasenplatzes auf der Rosenhöhe – das Projekt verzögerte sich jedoch aufgrund fehlender Haushaltsgenehmigungen in den vergangenen zwei Jahren. Nun ist davon auszugehen, dass der Projektsteuerer, die städtische OPG – Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH, die Maßnahme bis zum Sommer 2016 umsetzen wird. Für die Baumaßnahme sind Mittel in Höhe von 750.000 Euro vorgesehen, die bereits in den vergangenen beiden Haushalten eingeplant waren. Die jährlichen Unterhaltskosten betragen 9000 Euro und liegen damit rund zwei Drittel niedriger als die Unterhaltskosten für den bestehenden Naturrasenplatz.

Sinnvoll ist der dann fünfte Kunstrasenplatz in Offenbach, da die Naturrasenspielfelder im Winter zeitweise nicht bespielbar sind. Wie Manfred Ginder, stellvertretender Leiter des Amtes für Kultur- und Sportmanagement, erläutert, trainieren die Teams der SG Rosenhöhe seit Jahren im Winter auf anderen Sportanlagen. „Deshalb müssen auch Heimspiele der Jugend-Hessenliga in Frankfurt-Bonames stattfinden“, so Ginder, „im Winter wurden zeitweise sogar Soccer-Hallen angemietet. Diese großen Kosten kann der Verein künftig einsparen.“ Derzeit verfügen nur die Sportanlage Gravenbruchweg und die Sportanlage Am Waldhof über je einen Kunstrasenplatz, im Sana-Sportpark befinden sich zwei Plätze.

Nicht nur im Winter müssen die Mannschaften der SG Rosenhöhe bislang bei witterungsbedingter Unbespielbarkeit der Naturrasenfläche auf die Standorte anderer Vereine (BSC Offenbach, FC Germania Bieber) ausweichen, die auch ohne die zusätzlichen Spieler bereits überlastet sind. Beim BSC trainieren im Winter neben der SG Rosenhöhe auch der Verein Squadra Azzurra sowie die Rugbyabteilung des BSC. „Mit dem neuen Kunstrasenplatz wird sich folglich die Situation auch für alle anderen Vereine merklich entspannen“, freut sich Oberbürgermeister Schneider.

Die Sportanlage Rosenhöhe besteht zurzeit aus vier Naturrasen-Spielfeldern, einem Hartplatz mit einem Tennenbelag sowie einem Ricoten-Kleinspielfeld. Das direkt am Lauterbornweg gelegene Großspielfeld 4 ist rund 6900 Quadratmeter groß. Mit dem geplanten Bau des Kunstrasenplatzes auf Großspielfeld 4 wird dessen Nutzungszeit von derzeit 800 Stunden auf 2000 Stunden pro Jahr erhöht. Das entspricht einer 2,5-fachen Nutzungssteigerung.

Vorgesehen ist außerdem die Errichtung einer Flutlichtanlage, damit der Platz auch in den Wintermonaten und Abendstunden maximal belegt werden kann. Eine östliche Einfriedung mit einem Ballfangzaun soll verhindern, dass Bälle auf das Nachbarfeld geschossen werden – und umgekehrt.