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12. November 2015: Die Stadt Offenbach wächst, immer neue Wohnungen entstehen. Schon lange beliebt ist das Wohnen in den Stadtteilen Bürgel und Rumpenheim, vor allem junge Familien schätzen deren dörflichen Charakter. Damit steigt auch der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in der Nähe. Mit dem geplanten Erweiterungs-Neubau der Kita Brandenburger Straße am Standort Lachwiesen 21 kommt die Stadt aktuellen und zukünftigen Betreuungsbedarfen entgegen.

„Insgesamt ist Offenbach im Betreuungsbereich Kita und unter drei Jahre sehr gut aufgestellt“, berichtet Bürgermeister Peter Schneider, der in seiner Funktion als Erziehungs- und Bildungsdezernent das Bauvorhaben am 10. November 2015 vorstellte. Allerdings gebe es in der ohnehin renovierungsbedürftigen Kita in der Brandenburger Straße einen zusätzlichen Bedarf von rund 100 Plätzen: „Eine Erweiterung am bestehenden Standort würde zu Lasten der Freiflächen gehen. Daher lag die Idee nahe, die bereits im Bebauungsplan für den Gemeinbedarf Kindergarten ausgewiesene Fläche in der Lachwiese zu nutzen.“

Auf dem 1.830 Quadratmeter großen Grundstück soll ein zweigeschossiges „low-tec“-Gebäude aus Massivholz Platz für drei Gruppen für Kinder von drei bis sechs Jahren und eine Krabbelgruppe für die Ein- bis Dreijährigen bieten. Die Gruppen werden vom Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach (EKO) in der Regel variabel belegt. Auf einer Nutzfläche von 849 Quadratmetern sind vier Gruppenräume, pädagogische Räume, ein Kinderbad und ein Gruppenraum geplant. Hinzu kommen ein Werkraum, Küche, Büros und Platz zum Abstellen für Kinderwagen. „Die Architektur aus großen Fensterflächen stellt einen schönen Bezug von Innen und Außen her, zudem entspricht das Gebäude mit einem CO2-Austoß von 29,8 Tonnen pro Jahr den Vorgaben des energetischen Standards EnEV 2016“, sagt Anna Heep . Für den Neubau gehen die Planer um Bereichsleiterin Hochbau, Anna Heep, im Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement von Baukosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro aus, dieser sei nach Abwägung aller Möglichkeiten aber auch die wirtschaftlich sinnvollste Lösung: „Nach der Fertigstellung des Erweiterungsneubaus auf dem nahegelegenen Grundstück Lachwiesen 21 kann dann die Sanierung des Standorts an der Brandenburger Straße erfolgen“.

Für 2,5 Millionen Euro der Baukosten soll ein Antrag auf Fördermittel beim Regionalfonds Flughafen gestellt werden. Dieser im Zuge des Ausbaus des Frankfurter Flughafens aufgelegte Fonds der Hessischen Landesregierung stellt Mittel für eine nachhaltige Kommunalentwicklung bereit. Kommunen können außerdem Fördermittel beantragen, um mögliche lärmbedingte soziokulturelle Nachteile auszugleichen. „Das ist eine Art Trostpflaster für lärmbelastete Kommunen im Umfeld des Flughafens“, so Schneider.

Die Zustimmung der Stadtverordneten am 19. November vorausgesetzt, wollen Heep und ihr Team mit der Ausführungsplanung und der Vergabe starten. Mit dem Bau soll im Mai 2016 begonnen werden und schon Anfang 2018 sollen die ersten Kinder den Erweiterungsneubau Lachwiesen besuchen können. „Den Kindern dürfte die Adresse gut gefallen“, ist sich Bürgermeister Schneider sicher, „obwohl sich die Lachwiese ursprünglich von der feuchten Wiese, der Lache eben, ableitet.“