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Offenbach am Main, 17.03.2016 - Was hat die Stadt Offenbach mit der CeBIT – der Messe für innovative Informationstechnik – zu tun? Auf den ersten Blick gar nichts. Denn seit wann beschreitet eine Stadt innovative Wege im Bereich der Digitalisierung? Der gemeinsame Internetauftritt der Stadt Offenbach und der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe (SOH), der im vergangenen Jahr einen Komplett-Relaunch erfahren hat, sticht mit seinem responsiven und innovativen Design im hessischen kommunalen Vergleich heraus. „Offenbach ist eine vielfältige und vielschichtige Stadt – das Design spiegelt das wider“, lobt Thorsten Liebold, Geschäftsführer der Firma Sitepark, die den Internetauftritt technisch realisiert hat. „Die Gestaltung ist bunt, frisch und vielfältig.“ Das ist ein Grund, warum Sitepark das Portal offenbach.de am Gemeinschaftsstand Digitales Hessen auf der CeBIT vom 14. bis 18. März vorstellt. Präsentiert werden zudem die Bürgerservice- und Beteiligungs-Funktionen im Portal. Als vorbildlich stuft Liebold die umfangreiche Kommentarfunktion ein, die demnächst freigeschaltet wird, und den sogenannten Bürgeraccount. Bereits in ihrem alten Auftritt hatte die Stadt Foren zur Bürgerbeteiligung realisiert. In ihrem neuen Auftritt geht die Stadt einen Schritt weiter. Fortan dürfen Bürger nicht nur Blogbeiträge der Stadt kommentieren, sondern sie können sich auch auf Themenseiten der Stadt äußern. Darüber hinaus will die Stadt aber auch den Dialog zwischen Einwohnern und Kommune anregen. Technisch gesehen heißt das, dass auch Antworten auf Kommentare möglich sind. Voraussetzung für das Kommentieren ist eine vorherige Registrierung, mit der die Internetnutzer einen sogenannten Bürgeraccount erhalten.

Unterschiedliche Bevölkerungskreise erreichen

„Kommunen sind heute mehr denn je gefordert, verschiedene Formen von Bürgerbeteiligung zu etablieren, um die Identität der Menschen mit ihrer Stadt zu stärken und die Akzeptanz für Verwaltungshandeln und Politik zu erhöhen. Bei vielen städtebaulichen Projekten ist Bürgerbeteiligung heute schon gesetzliche Pflicht, die Kommunen sind aber gut beraten, aus ganz eigenem Interesse die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen und an der Entwicklung des Gemeinwesens zu beteiligen. Das ist auch für das Image einer Stadt nicht unbedeutend“, erläutert der Leiter des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit, Fabian El Cheikh. Bereits in den vergangenen Jahren hat Offenbach wichtige Beteiligungsprozesse umgesetzt, zu Bürgerwerkstätten eingeladen und städtebauliche Konzepte diskutiert. „Die große Herausforderung in unserer Stadt besteht aber darin, die unterschiedlichen Bevölkerungskreise zu erreichen und anzusprechen. In diesem Zusammenhang sind niedrigschwellige Beteiligungsformen, die wir im neuen Internetauftritt der Stadt verwirklichen wollen, eine große Chance für Offenbach.“

Dass viele User mobil auf die Seiten zugreifen, ist dabei kein Problem. Der Internetauftritt passt sich der jeweiligen Bildschirmgröße an. „Heute besuchen etwa die Hälfte aller Nutzer die Seiten mit dem Smartphone oder dem Tablet. Dies beweist, dass die Implementierung eines Responsive Designs richtig und notwendig war. Nach dem Relaunch sind Stadt und Stadtwerke Unternehmensgruppe noch stärker auch virtuell ein vielseitiger, kompetenter und verlässlicher Partner für Bürger, Stadt und Internetnutzer“, sagt Regina Preis, Geschäftsführerin der OSG Offenbacher Stadtinformation Gesellschaft mbH und Leiterin der Unternehmenskommunikation der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe. „Vor allem die Online-Services der Stadtwerke-Gruppe wie Abfallkalender, Fahrplanauskunft und die Wohnungsdatenbank sind stark nachgefragt und sollen weiter ausgebaut werden. Schon heute können beispielsweise Container online bestellt werden. In Zukunft soll der Vorgang um eine Bezahlfunktion ergänzt werden, sodass Nutzer Dienstleistungsvorgänge vollständig auf unseren Internetseiten abwickeln können.“

Auch aus Sicht von El Cheikh stellt der direkte Bürgerservice im Internet eine weitere zentrale Komponente in der Vermittlung zwischen Bürgern sowie Verwaltung dar: „Wir sind mit den beteiligten Ämtern und Organisationseinheiten von Stadt und Konzern dabei, das Angebot an Dienstleistungen auszubauen, die in wenigen Schritten online bestellt und auch bezahlt werden können. Da wird sich in Zukunft noch einiges tun, das haben wir im Blick.“

Schon heute können die Offenbacher unter www.offenbach.de/buerger-service diverse Behördengänge bequem von zuhause erledigen. Sie können sich online unter anderem einen Termin im Bürgerbüro geben lassen, ihr Auto abmelden oder sich ein Kennzeichen reservieren sowie diverse Urkunden beim Standesamt bestellen. Hierfür stehen ihnen sogenannte E-Formulare und Fachanwendungen zur Verfügung. Heute müssen sie dafür noch das entsprechende Formular ausfüllen. „Das kann künftig entfallen“, weiß Liebold. „Es ist technisch möglich, den Bürgeraccount so weiterzuentwickeln, dass Bürgerinnen und Bürger sich mit ihrem persönlichen Zugang auf der Webseite anmelden, um eine Dienstleistung online zu bestellen. Sie wählen das entsprechende Formular aus, welches dann automatisch mit ihren hinterlegten Daten ausgefüllt wird.“

Bildinformation:

Auf dem Foto (Stadt Offenbach) sind von links nach rechts zu sehen: Daniel Andratschke, Lukas Appelhoff, Thorsten Liebold und Detlef Schaube von der Sitepark GmbH.