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Offenbach am Main, 10.11.2016 – Das 14. Energieforum in Offenbach informierte Eigentümer von Mehrfamilienhäusern über Aktivitäten und Maßnahmen beim Energie sparen. Die Energiesparinitiative Offenbach und das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz haben die Veranstaltung organisiert.

In seinem Grußwort betonte Oberbürgermeister Horst Schneider, wie wichtig die energetische Sanierung des Gebäudebestands ist, um die Klimaschutzziele der Stadt Offenbach, des Landes Hessen und des Bundes zu erreichen.

Marc Großklos vom Institut für Wohnen und Umwelt stellte in einem Beispiel eine gelungene Sanierung von 7 Mehrfamilienhäusern in der Rotlintstraße in Frankfurt vor. Durch energetische Sanierung der Gebäudehülle und die Verwendung von erneuerbaren Energien konnten eine hohe Energieeinsparung und eine klimafreundliche Systeme für Heizung und Warmwasserbereitung erreicht werden. Dabei wurden im Wesentlichen nachwachsende Rohstoffe als Dämmmaterialien eingesetzt.

Die Themen Rechtsgrundlagen, Förderprogramme und Finanzierung der energetischen Sanierung behandelte Hendrik Roth von NH ProjektStadt.

Zur Unterstützung der Eigentümer bei der energetischen Sanierung bietet das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz im Rahmen der Klima.Schutz.Aktion verschiedene kostenlose Energieberatungsprojekte an. Diese wurden von Christine Schneider Fachreferentin des Umweltamtes vorgestellt.

Im Rahmen des Klimabündnisses initiierte die Stadt Offenbach 2003 die Energiesparinitiative zwischen Organisationen und Interessengruppen in Offenbach, um Aktivitäten und Maßnahmen im Ernergiesparsektor zu bündeln und damit ein breit gefächertes transparentes Informations- und Beratungsangebot für die potentiellen Kunden zu erhalten. Durch professionelle Begleitung der Kunden bei der Umsetzung der zahlreichen Möglichkeiten sinnvoller Energieeinsparung wird die Wirkung in der Qualität der Maßnahmen erhöht und der Mehrwert für die Umwelt verstärkt. Gleichzeitig steigt mit den baulich umgesetzten Maßnahmen auch die Qualität im Stadtbild.

Die Zusammenarbeit der Partner – unter anderem die Verbraucherzentrale, die EVO, die Sparkasse – zielt darauf ab, eine Strategie zur Kohlendioxid-Minderung im Gebäudebestand der Stadt Offenbach zu fördern.

Übergeordnetes Ziel der Energiesparinitiative ist es, Bevölkerung und Unternehmen in der Stadt Offenbach sowie dem Umland zur Umsetzung von klimaschonenden Energiesparmaßnahmen zu motivieren. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt dabei auf der energetischen Gebäudemodernisierung, da ein bedeutender Teil der kommunalen Kohlendioxid -Emissionen auf die Beheizung des Gebäudebestands zurückzuführen ist.

Die Energiesparinitiative setzt bei ihren Aktivitäten auf eine Win-Win-Strategie. Neben dem positiven Effekt für das Stadtbild und die örtlichen Klimaauswirkungen profitieren die beteiligten Akteure auf vielfältige Weise von den initiierten Sanierungs- bzw. Neubaumaßnahmen:

  • Reduzierung der Betriebskosten und Steigerung des Immobilienwertes
  • Wirtschaftsförderung für das regionale Handwerk, Finanzdienstleister, Energieberater und andere betroffene Unternehmen
  • Stärkung der Wohnwirtschaft
  • Verbesserung des Stadtbildes
  • Stärkung des Images der Stadt insgesamt

Zum Erreichen der übergeordneten Zielsetzung umfasst die Strategie der Energiesparinitiative folgende Bausteine:

  • Individuelle Energieberatung (kostenlose Erstberatung/Vermittlung vertiefter Beratung)
  • Fördermittel- und Finanzierungsberatung
  • Vermittlung von Thermografien
  • Öffentlichkeitsarbeit: Informationsabende, Beratungsstände in der Öffentlichkeit (Aktionstage), Messestand auf der Baumesse Offenbach, Pressearbeit, Flyer
  • Qualifizierung des regionalen Handwerks
  • Gebündeltes Dienstleistungsangebot für einfachen Zugang: Von der Erstberatung über die Fördermittelbeschaffung hin zur Vermittlung qualifizierter Fachfirmen für die Umsetzung von Maßnahmen bekommen Bürger und Unternehmen Informationen aus einer Hand

Beim 14. Energieforum standen im Anschluss an die Vorträge die Mitglieder der Energiesparinitiative Offenbach und des Netzwerkes Baubegleitung Hand in Hand für Gespräche und Fragen zur Verfügung.

 

Bildinformation

Heike Hollerbach (Moderation), Hendrik Roth NH ProjektStadt, Marc Großklos vom Institut für Umwelt und Christine Schneider vom Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz.