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Offenbach am Main, 16.09.2016 – „Die Rathaussanierung geht in die letzte Etappe“, berichtete Oberbürgermeister Horst Schneider bei der Magistratspressekonferenz am 15. September. Nach dem Beschluss des Magistrats in seiner Sitzung am Mittwoch steht nun auch die Nutzung des ehemaligen Bürgerbüros im sogenannten Rathaus-Breitfuß endgültig fest: „Wir können einen lang gehegten Wunsch des Jugendamtes und des EKO erfüllen und beide Einheiten dort unterbringen“, so Schneider. „Damit kann die länger bestehende Raumnot der beiden publikumsintensiven Organisationseinheiten längerfristig gelöst werden.“

Geplant ist, den EKO ins Erdgeschoss zu bringen, im Obergeschoss werden Räume für das Jugendamt eingerichtet. Auch Barrierefreiheit wird hergestellt: „Es wird einen barrierefreien Zugang zwischen beiden Etagen geben, da beide Stockwerke mit einem Aufzug verbunden werden“, erläuterte Anna Heep, Bereichsleiterin Hochbaumanagement vom Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement. Die ebenerdige Fläche im ehemaligen Bürgerbüro ermöglicht im Vergleich zum Rathausturm zudem ausreichende Abstellflächen für Kinderwagen. Außerdem wird im Erdgeschoss eine Wartezone für Kinder entstehen. Der Umbau wird im Dezember 2016 beginnen und 2017 beendet werden.

„Der Umzug des Bürgerbüros in den Bernardbau war zwar ursprünglich nur vorübergehend geplant. Da das Bürgerbüro aber zwischenzeitlich mehr Personal hat, wäre eine Rückführung ins Rathaus gar nicht mehr möglich“, erläuterte Schneider. Das Bürgerbüro ist im Jahr 2014 unter der Voraussetzung in den Bernardbau gezogen, dass es sich um ein Provisorium handelt. Dazu mussten die eingesetzten Schreibtischkombinationen verkürzt und um jeweils einen zusätzlichen Schreibtisch erweitert werden, um die gestiegenen Kundenanforderungen mit einer Vermehrung der Kundenberatungsplätze realisieren zu können. Dies hat leider zu einer erheblichen Verdichtung der Kundenberatungsplätze geführt, die Diskretion und Datenschutz erheblich erschwert oder unmöglich macht. Als Provisorium erschien das tragbar, muss aber für eine Dauerlösung der Anforderungen angepasst werden.

Eine Überlastungsanzeige des Bürgerbüros hat im Jahr 2015 eine analytische Stellenbemessung ausgelöst, die zu einer Personalverstärkung geführt hat. In erster Linie wurden die Planstellen im Bereich Kundenberatung besetzt. Dieser Umstand hat die ohnehin schon bestehende räumliche Enge noch verstärkt. Im Rathaus stehen derzeit keine entsprechenden Flächen zur Verfügung.