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Offenbach am Main, 09.11.2016 – Bis zum Schuljahr 2017/18 soll der Neubau der Turnhalle der Grundschule Bieber Außenstelle Waldhof fertig sein, vorausgesetzt die Stadtverordneten stimmen der Bereitstellung weiterer Mittel zu: um rund 455.000 Euro verteuert sich der Neubau, verantwortlich hierfür sind die gestiegenen Stahlpreise sowie bauliche Schwierigkeiten, die beim Baubeginn im Sommer diesen Jahres noch nicht absehbar waren. Die Turnhalle vervollständigt das 2014 fertig gestellte Gebäudeensemble aus Schulgebäude und Jugendhaus an der Ottersfuhrstraße.

Zur Relation: Im Rahmen des Schulsanierungsprogramms wurden zwischen 2007 und 2014 insgesamt 39 Maßnahmen durchgeführt und Projekte mit einem Volumen von insgesamt 199 Millionen Euro umgesetzt. Um 2,8 Millionen Euro wurden die geplanten Budgets insgesamt überschritten, dies entspricht einer Kostensteigerung um 1, 41 Prozent in diesem Zeitraum. „Wir haben Hochbaumaßnahmen stringent und möglichst kostenneutral realisiert“, so Bereichsleiterin Hochbaumanagement Anna Heep beim Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement. Trotz detaillierter Planungen seien Preissteigerungen aber nicht vermeidbar, so Heep weiter und weist auf eine veränderte Marktsituation für den Turnhallenbau hin: So schlage sich die außergewöhnlich gute Auftragssituation bei Stahlbau, Metallfassade, Fenster, Türen und Prallwand in höheren, als den seinerzeit zugrunde gelegten Preisen nieder. Statt der ursprünglich geplanten 132.3000 Euro für den Stahlbau und 89.000 Euro für den Metallbau der Fassade, gehen die Planer jetzt von jeweils 175.000 Euro aus. Teurer werden auch Fenster und Türen, nämlich statt 75.300 Euro werden diese nun 115.000 Euro kosten. Überraschungen erlebten die Ingenieure bei den vorbereitenden Bauarbeiten, so stiegen die Kosten für Rodungsarbeiten und für Roh- und Erdarbeiten um insgesamt 164.763 Euro.

Die bereits beschlossenen Gesamtkosten von 2,657 Millionen Euro erhöhen sich somit auf 3,112 Millionen Euro. Die Zuwendung aus dem Kommunalinvestitionsprogramm des Landes, rund 2.380.000 Euro bleibt unverändert, der Eigenanteil der Stadt steigt auf 732.000 Euro.