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Offenbach am Main, 29.12.2016 – Das Hessische Kultusministerium und die Stadt Offenbach setzen ihre Zusammenarbeit im „Hessencampus Offenbach“ fort. Grundlage ist eine neue Kooperationsvereinbarung, der der Magistrat am 21. Dezember 2016 zugestimmt hat. Der Abschluss einer neuen Vereinbarung war notwendig, da die bisherige bis zum 31. Dezember 2016 befristet war, die neue ist nun auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.

„Mit dem dauerhaften Regelbetrieb des Bildungsnetzwerks Hessencampus haben wir eine verbindliche und wertbeständige Grundlage für alle Initiativen geschaffen, die den Zugang zu Weiterbildung und zum Lebensbegleitenden Lernen erleichtern und verbessern wollen“, erläutert der Offenbacher Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß die Unterzeichnung der regionalen Kooperationsvereinbarung. „Damit kann eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit weitergeführt werden, die mittlerweile zum festen Bestandteil der Offenbacher Bildungslandschaft geworden ist“, so Weiß weiter.

Offenbach ist seit dem Jahr 2007 dabei. Koordiniert wird der Hessencampus Offenbach von der Volkshochschule Offenbach – Partner sind Stadtschulamt, Staatliches Schulamt und die beiden selbstständigen Beruflichen Schulen, Theodor-Heuss-Schule und Gewerblich-technische Schulen.

„Hessencampus Offenbach“ bietet für die Bürgerinnen und Bürger eine jederzeit zugängliche Beratungsdienstleistung an, die nicht mehr unterscheidet zwischen Berufsberatung, Berufsorientierung und persönlicher Beratung. Sie verbindet nicht nur Angebote zur allgemeinen, politischen, kulturellen und beruflichen Bildung, sondern ermöglicht auch den individuellen Zugang zu Entwicklung und Erprobung von neuen Lerntechniken, zur gemeinsamen Zertifizierung des Lernerfolgs bei formellen und informellen Lernaktivitäten und zur Förderung der Handlungs- und Beschäftigungsfähigkeit.

„Wir haben mit dem Hessencampus Offenbach eine auf die spezifischen Bedürfnisse der Stadt Offenbach zugeschnittenes Bildungsnetzwerk aufbauen können und sind sehr froh darüber, dass wir die bisherige Projektarbeit jetzt dauerhaft absichern können“, sind sich Oberbürgermeister Horst Schneider und Stadtrat Paul-Gerhard Weiß einig.

„Ziele sind, die Weiterbildungsbeteiligung der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen, das lebensbegleitende Lernen in der Stadt Offenbach zu fördern, Weiterbildungsbedarfe und Angebotslücken sichtbar zu machen und Wege zur Deckung des Bedarfs aufzuzeigen“, erläutert Volkshochschulleiterin Dr. Gabriele Botte.

Ein weiteres Angebot ist die Erhebung und Bescheinigung von individuellen, muttersprachlichen Kompetenzen. Für die Stadt Offenbach bedeutet die Mehrsprachigkeit vieler ihrer Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Qualifikation, die sie erhalten, fördern und vertiefen möchte. Mit dieser sogenannten Sprachstandserhebung können auch Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen in der Muttersprache dokumentieren, was einerseits ihr Selbstbewusstsein stärkt, weil sie über besondere Fähigkeiten verfügen und dies auch nachweisen können. Andererseits können sie so auch ihre Chancen bei Bewerbungen verbessern, wenn junge Menschen ihre muttersprachlichen Fähigkeiten dokumentieren und bei Bewerbungen und im Berufsleben erfolgreich einsetzen können.

Die Stadt Offenbach stellt für den Hessencampus Offenbach jährlich Mittel in Höhe von 25.000 Euro zur Verfügung, das Land beteiligt sich mit einer halben Lehrerstelle, die kapitalisiert werden kann (entspricht 25.000 Euro) und die beiden Beruflichen Schulen bringen jeweils Mittel in Höhe von 12.500 Euro ein. Somit arbeitet der Verbund mit einem Budget in Höhe von 75.000 Euro.