Sprungmarken
Suche
Suche

Offenbach am Main, 30. März 2017 – Viel Lob für eine „sehr kompetente, fürsorgliche und hilfsbereite Betreuung und Versorgung“ haben Patienten am Sana Klinikum Offenbach im vergangenen Jahr geäußert. In seinem Tätigkeitsbericht für das Jahr 2016, der am 15. März 2017 dem Magistrat der Stadt vorgelegt wurde, bilanziert Patientenfürsprecher Dr. Rainer Dehe „ein ruhiges Jahr gemessen an der Anzahl der Behandlungsfälle“. „Es kam zu einer überschaubaren Anzahl an Beschwerden, mit denen ich mich auseinanderzusetzen hatte. Die Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen im Sana Klinikum Offenbach bei der Bearbeitung der Beschwerden war insgesamt sehr gut.“

Bezogen auf den Pflegebereich habe er lediglich eine schwerwiegend anmutende Beschwerde über eine Krankenschwester an die Pflegedirektion weiterleiten müssen. „Sie wurde dort in einem persönlichen Gespräch geklärt.“ Die ärztliche Versorgung sei von den Patienten überwiegend als gut bewertet worden. Auch wenn er einzelne Beschwerden über unpersönliches, unfreundliches und unsensibles Auftreten nicht verhehlen wolle, so Dehe. In einem Konflikt zwischen einem Berufsbetreuer und einer Oberärztin wurde er um Vermittlung gebeten, die aber letztlich keinen Erfolg hatte.

Mehrmals wurde Dehe darüber hinaus gebeten, sich dafür einzusetzen, dass die zwangsweise Unterbringung von Patienten in der Psychiatrie aufgehoben wird. „Dies ist jedoch an den gesetzlichen Vorgaben gescheitert, die auch für das Sana Klinikum Offenbach verbindlich sind“, so der Patientenfürsprecher. Auch zu Beschwerden über die Qualität der Verpflegung sei es gekommen, die aber so allgemein gehalten waren, dass er ihnen nicht weiter nachgehen konnte, schreibt Dehe in seinem Bericht. Bemängelt wurde außerdem die Dauer der Aufnahmeprozedur.

Die überwiegend positiven Rückmeldungen zum Pflegepersonal führt der Geschäftsführer des Offenbacher Klinikums, Sascha John, auf die seit Jahren kontinuierlichen Anstrengungen des Hauses zurück, trotz der bekannten personellen Rahmenbedingungen für gute Bedingungen zu sorgen. Ärzte und Pflegepersonal würden auf die Bedeutung von Wertschätzung und Einfühlungsvermögen, Kommunikation und Zugewandtheit gegenüber den Patienten über verschiedene Schulungsmaßnahmen hingewiesen.

Auch die Verbesserung von Verpflegung und Aufnahme der Patienten sei, so John, beständiges Ziel der Geschäftsführung. „Wir haben den Aufnahmeprozess nochmals überarbeitet. Dennoch ist es aufgrund akuter Situationen am Krankenhaus nicht immer möglich, längere Wartezeiten zu vermeiden“, erläutert der Geschäftsführer. „Wir legen aber auch 2017 ein besonderes Augenmerk darauf, diesen für den Patienten wichtigen Prozess weiter zu optimieren.“

Insgesamt zeige die Auswertung des Qualitätsmanagements für das Jahr 2016 einen gleichbleibenden positiven Trend zwischen Lob und Beschwerden: „Von den insgesamt eingegangenen Rückmeldungen beinhalteten 63,3 Prozent Lob und 36,7 Prozent Beschwerden zu Themen wie Beziehungsqualität, medizinische Abläufe und Ergebnis, Patientensicherheit, Unterstützung und Bewegung, Ethik, Servicequalität und Strukturqualität.“

Bürgermeister und Klinikdezernent Peter Schneider lobte die Geschäftsführung des Krankenhauses für ihre positive Beschwerdekultur und die stetigen Bemühungen noch besser zu werden: „Mit Sana haben wir einen sehr kompetenten und anspruchsvollen Betreiber für das ehemalige städtische Krankenhaus gefunden, der auch in Zukunft weiter in den Standort investieren will. Wir sind sehr froh, dass wir weiterhin ein Klinikum mit Maximalversorgung und hoher medizinischer Qualität für die Bevölkerung in Stadt und Kreis Offenbach haben.“

Geschäftsführer John dankte Dr. Dehe für sein umsichtiges Vorgehen mit den Patienten des Klinikums. Der Patientenfürsprecher ist über eine Telefonnummer und E-Mail-Adresse für Lob, Kritik und Schlichtung erreichbar. Flyer mit diesen Angaben liegen in der Klinik aus, außerdem existiert ein Briefkasten im Neubau, Ebene 0, in der Rückmeldungen eingeworfen werden können.