Sprungmarken
Suche
Suche

Essen auf dem Sonnendeck: der Außenbereich des Restaurants
© Stadt Offenbach

Beschreibung

An diesem lauen Abend fehlt nur noch ein wenig Meeresrauschen und Möwengeschrei, dann wäre der kleine Zweiertisch, den uns der nette Kellner mit der schwarzen Schürze zuweist, perfekt. Ferienstimmung kommt aber trotzdem auf. Dafür sorgt die liebevolle Außendekoration der Taverna Megaron: Alte Weinfässer, die als Stehtische dienen, flankieren den Eingang zur Taverna. Direkt darüber zwei Miniatur-Boote. Sie dienen als Wandablage für Speisekarten, Aschenbecher und Salz- und Pfefferstreuer. Und die kleinen Tischgruppen werden durch Pfosten mit dicken Schiffstauen von der Straße abgegrenzt.

Der rotweiße Rettungsring bleibt nur Deko, mit sintflutartigen Regenfällen ist an diesem Abend nicht zu rechnen. Zur kälteren Zeit finden Gäste drinnen Platz, die Tische stehen recht eng aneinander, es kann recht laut werden. Das mag zwar manchen Gast stören, gibt dem Lokal aber ein mediterranes Flair wie ein einer gemütlichen Dorftaverne.

Aus der Liste der Vorspeisen stellen wir uns ein paar Appetizer zusammen: Marinierte Artischockenherzen und gegrillten Kefalotyri-Käse. Dazu gibt’s gemischte Oliven, Olivenöl zum Dippen mit frischem Ofenbrot als Gruß aus der Küche. Es soll ja noch ein wenig Platz bleiben für die Spezialitäten des Hauses: Fleisch- und Fischgerichte vom Holzofengrill. Wer sich nicht entscheiden kann, bestellt einfach den Wilhelmidisteller: eine Zusammenstellung aus Gyros, Hähnchenspießen, Souvlaki und Hackfleischbällchen mit Kräutern. Als weiteren Hauptgang ordern wir Paidakia, gegrillte Lammkotelettes in Knoblauch. Dazu wird hausgemachter Quittensenf gereicht. Eine schöne Kombination, die man nicht unbedingt in einem griechischen Lokal erwartet. Wer übrigens gerne mal seine eigenen Gäste mit knusprigen Grillspezialitäten überraschen will: Die Taverna Megaron bietet auch Catering mit ganzen Lämmern oder Spanferkel an.

Wer gerne Wein trinkt und Neues probieren mag, ist hier ebenfalls richtig. Denn die Weinkarte verzeichnet sehr gute griechische Weine traditioneller und moderner Erzeuger, deren hohe Qualität so gar nichts mit harzigem Retsina oder restsüßem Rotwein zu tun hat. Die klassischen Rebsorten des Landes wie etwa der weiße Assyrtiko oder der rote Agiorgitiko sind ebenso vertreten wie Chardonnay, Sauvignon Blanc oder Merlot. Interessant sind auch die weißen und roten Cuvées zwischen Tradition und Moderne. Die große Auswahl zum fairen Preis überrascht.

Feta zum Dessert? Klar, das ist wahrscheinlich wie ein deutscher Käseteller. Ist es nicht, denn nur der Stammgast weiß: Feta-Brüleé ist eine originelle Variante der französischen Crème Brulée und ein Geschmacksabenteuer wert. Der salzige Schafskäse wird kurz im Ofen gebacken, mit einer Schicht braunem Zucker bestreut und karamelisiert. Zu der interessanten Kombination aus Süß und Salzig passt ein Loumidis, ein original griechischer Mokka. Als Abschluss unseres gemütlichen griechischen Abends gab es noch einen Ouzo aufs Haus: yía más!

Öffnungszeiten

Mo bis So 10 - 24