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Außenansicht Monte Christo
montecristo1.jpg © Igor Makarov

Beschreibung

Rundbögen, gemauert mit dunklen, großen Steinen, rustikales Holz, dicke Eisengitter, grober Rauhputz, dämmriges Licht und viele Kerzen: Das weite Kellergewölbe mit den großen Räumen und versteckten Nischen in der Bieberer Straße könnte zu einem alten Schloss gehören. Es ist aber ein Restaurant. Im „Restaurant-Palazzo Monte Cristo“ unter dem gleichnamigen Hotel wird original russisch, kaukasisch und georgisch gekocht. Unter den Landsleuten hat es seit Jahren wegen seiner authentischen Hausmannsküche einen guten Ruf.

Wir nehmen Platz auf runden Polsterstühlen aus Stahl mit barockem Muster. Auf der Speisekarte in deutsch und russisch offeriert die Küche nicht nur Klassiker wie die Suppen Soljanka und Borschtsch „nach alter russsischer Art“, sondern auch Spezialitäten aus der Weite Osteuropas. Die Weinkarte offeriert dazu einige Weine aus Georgien und Moldawien, die in Deutschland nicht in jedem Regal erhältlich sind. Das „Monte Cristo“ bietet beispielsweise echten, herzhaften Schaschlik vom Lamm, Hähnchen oder Schwein, dazu „Schuba“, ein Heringssalat mit Roter Bete, Karotten und Kartoffeln oder die Auberginen „Baku“ nach aserbaidschanischer Art. Sie werden wie Rouladen zubereitet, sind gefüllt mit Schafskäse, Tomaten und Petersilie und überbacken mit Käse und Tomatensoße. Dazu kommen Blini, die in keiner traditonellen russsischen Küche fehlen dürfen. Die kleinen Pfannkuchen werden im Monte Cristo mit selbst eingelegtem Lachs gefüllt. Auch die Pelmeni, gefüllte Teigtaschen, erfreuen die russische Genießerseele. Das „Chanachi“, geschmortes Lammfleisch mit Kartoffeln und Gemüse, wird in einer braunen Terrine serviert und schmeckt intensiv nach Koriander, Pfeffer und georgischen Gewürzen. Mit einer Flasche Baltika-Bier, die mit einem schweren, kantigen Tulpenglas an den Tisch kommt, schmeckt das Essen nochmal so gut. Wir trinken einen Schluck und schauen uns ein wenig um. Da hängen schwere Leuchter, dort eine goldene Mondsichel, gegenüber ein kleiner, römischer Brunnen und das pralle Bild eines russischen Genießers in Tracht und mit roten Backen. Goldene römische Statuen stehen in den runden Mauernischen hinter kühn geschwungenen Eisengittern. Aus den Boxen an der Decke pumpt russsischer Pop in bestem ESC-Groove, in den Videos auf der Leinwand neben der Bar blicken sich Frauen in High-Heels und bärtige Männer in bunten Hemden tief in die Augen und singen über Liebe, Verlust und Happy-End. Die Bühne ist neonfarben erleuchtet, das DJ-Pult mit einem Tuch abgedeckt.

Donnerstags und sonntags ist es ruhig im Monte Cristo, dann kommen russische Familien und neugierige Offenbacher zum Abendessen. Am Freitag und Samstag dagegen ist die Speisekarte fast Nebensache. Dann locken Bands, Entertainer und Alleinunterhalter die Gäste auf die Tanzfläche unter den Discokugeln. Nun rollt eine echt russische Party mit viel Blini, Baltika, Wodka und Sekt, bis der Letzte gegangen ist. Am Wochenende ist das Monte Cristo weit im Voraus ausgebucht – wer dabei sein will, muss reservieren. Donnerstag und Sonntag gibt es dagegen genug Platz für den spontanen Besuch.

Preis-Check: Suppen und Vorspeisen: 4,30 € (Oliven-Schale) – 18,50 € (gemischter Vorspeisen-Teller), 21 € (Fischplatte), Salate und Vegetarisches: 7,50 € (Heringssalat) – 12,90 € („Adjap Sandal“-Pfanne) Hauptgerichte: 13 € („Zipljata Tabaka“-Hähnchen) – 18,90 € (Zanderfilet) Nachtisch: 6,50 € - 11,50 €

Öffnungszeiten

Do. - So. ab 18 Uhr