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Werbemotiv Kappus-Seifen
© Haus der Stadtgeschichte
Seit dem frühen 19. Jahrhundert gehörte Seifenherstellung zu den wichtigen Wirtschaftszweigen der Stadt - das 1848 gegründete Familienunternehmen Kappus führt diese Tradition als einzige Firma bis heute am neuen Standort in Offenbach-Waldhof fort.

Beschreibung

Martin Kappus begann 1848 mit dem Seifensieden und verlegte seinen Handwerksbetrieb 1856 in die Luisenstraße. In den folgenden Jahren baute er diesen in eine Fabrik mit Dampf betriebener mechanischer Fertigung um.

Die durch Zukäufe und Anbauten ständig vergrößert und modernisierten Produktionsräume im Inneren des Blocks zwischen Luisen-, Geleits- und Frankfurter Strasse gelegenen schlichten Zweckbauten, wurden von den umliegenden Wohnhäusern weitestgehend verdeckt. Die Lebensgeschichte des Firmengründers ist exemplarisch für eine bürgerliche Karriere im 19. Jahrhunderts: Martin Kappus wurde vom Handwerker und "1848er", Mitbegründer des Turnvereins und der freiwilligen Feuerwehr, zum liberalen Kommunalpolitiker und selbstbewussten Industriellen. Seine Nachkommen setzten diese Familientradition fort und produzieren heute an drei Standorten rund 50.000 Tonnen Seife im Jahr. Kappus-Produkte finden sich in über 80 Ländern auf der Welt.

Anreise

Das Gelände in der Luisenstraße 42-48 wurde erst Mitte 2017 mit dem Umzug des Unternehmens zum neuen Standort in der Carl-Legien-Straße 22 aufgegeben. 2019 wurde das Werk geschlossen.