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Fassade
31Goldpfeil002.jpg © Stadt Offenbach

Beschreibung

Von 1911-13 ließ sich die Lederwarenfirma Ludwig Krumm nach Plänen des Architekten Philipp Forster von der Frankfurter Betonbau-Gesellschaft einen neuen Verwaltungs-, Lager- und Produktionsbau errichten. Mit sieben Geschossen war es bis in die frühen 1950er Jahre das höchste Gebäude der Stadt. Die im Stil des barocken Späthistorismus gestaltete Sandsteinfassade zeigte das Selbstbewusstsein der Inhaber, die den 1856 gegründeten Betrieb zum bedeutendsten Portefeuille-Exporteur Offenbachs gemacht hatten. Von den etwa 1.000 Beschäftigten waren rund zwei Drittel in Heimarbeit tätig. 1928 fusionierte das 1920 in eine Aktiengesellschaft umgewandelte Unternehmen mit dem der Gebrüder Langhardt. Die hochwertigen Taschen und Kleinlederwaren wurden nun unter dem Markennamen „Goldpfeil“ vermarktet. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb das Unternehmen erfolgreich. Erst in den 1990er Jahren geriet Goldpfeil in die Krise. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.