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Fassade
© Stadt Offenbach
Werbeanzeige der Fa. Heyne
11Heyne002.jpg © Stadtarchiv

Beschreibung

Metallschrauben- und Präzisionsdrehteilfabrik Gebrüder Heyne die Produktion in das neu errichtete größere Werk neben dem Hafen. Das Unternehmen wuchs, 1913 waren dort fast 400 Arbeiter beschäftigt. Damit war es Offenbachs drittgrößter Industriebetrieb. Nach und nach entstanden weitere Fabriktrakte, die sich um mehrere Höfe gruppieren. Von diesen Klinkerbauten hebt sich der von dem Architekten Hugo Eberhardt 1912/14 entworfene repräsentative Verwaltungsbau klar ab: Den Eingangsbereich schmücken Skulpturen eines jungen und eines älteren Arbeiters, ornamentale Reliefs und hohe Bronzekandelaber im Stil des späten Darmstädter Jugendstil. Während beider Kriege produzierte Heyne in großem Umfang Rüstungsgüter, im Zweiten Weltkrieg unter Einsatz vieler Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. 1962 wurde das Unternehmen an den Stinnes-Konzern verkauft, der die Produktion 1968 einstellte. Nach langen Jahren des Leerstands entdeckten in den 1990er Jahren Kreative die Räume für Büros und Ateliers für sich. Heute ist die Heyne- Fabrik eine Vorzeigeimmobilie zum Thema Umnutzung in Offenbach und wurde mit mehreren Architektur- und Denkmalschutzpreisen ausgezeichnet