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Silo
© Stadt Offenbach
Luftaufnahme
Luftaufnahme des Unternehmensgeländes 2005 © Hessen-Luftbild - Axel Häsler

Beschreibung

Die 1842 von Dr. Ernst Sell eingerichtete chemische Fabrik destillierte Teer und war der erste selbständige Hersteller von Asphaltprodukten in Deutschland.

1850 kaufte Karl Oehler den Betrieb, baute die Herstellung von Farbstoffen auf Anilinbasis aus und stellte ab 1860 Fuchsin und diverse Blautöne als synthetische Farben her. 1905 verkaufte Dr. Eugen Oehler das Werk an die Firma Griesheim-Elektron, die Forschung und Produktion weiter ausbaute und 1912 den unlöslichen Farbstoff “Naphtol AS” entwickelte.

Wirtschaftliche Probleme in der Zwischenkriegszeit, vor allem aber die Eingliederung in den IG-Farben-Konzern 1925 führten zum Produktionsrückgang. Ab 1933 stieg die Nachfrage nach Farbstoffen und sorgte für einen Ausbau- und Modernisierungsschub im Offenbacher Werk.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Zerschlagung der IG-Farben stellte die nun eigenständige Naphtol-Chemie die kriegsbeschädigten Produktionsanlagen wieder her. 1953 wurde das Unternehmen von den Farbwerken Hoechst übernommen, die den Standort ab 1961 für die Trevira-Produktion ausbauten.

Nach mehrfachen Umfirmierungen wurde die chemische Produktion 2010 am Standort Offenbach eingestellt. Inzwischen sind fast alle Fabrikanlagen abgerissen worden. Vereinzelte denkmalgeschütze Gebäude wie der Verwaltungsbau sollen in die geplante Neubebauung des Gewerbegebietes einbezogen werden.


Mainstraße 169
63065 Offenbach