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Abgeschlossenheitsbescheinigung 

  • Überblick

    Beschreibung

    • Erteilung einer Bescheinigung darüber, dass eine Eigentumswohnung oder ein Teileigentum im Sinne des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) baulich hinreichend von anderen Wohnungen und Räumen abgeschlossen ist.
    • Erforderliche Voraussetzung für das Grundbuchamt der Liegenschaft, um das Teileigentum zu begründen.
  • Details

    Unterlagen

    • Lageplan (Liegenschaftskarte, inklusive aller Anlagen und Gebäude)
    • Grundbuchauszug (möglichst aktuell)
    • Aufteilungsplan (aus ihm muss die Abgeschlossenheit ersichtlich werden)
    • Grundriss- und Ansichtsplan (dient ebenfalls der Erkennbarkeit der Abgeschlossenheit)
    • kein vom Bund/Land vorgegebener Vordruck
    • von den zuständigen Behörden selbst entwickelte Formulare sind zu erfragen

    Antragsformular

    Pläne aller Gebäude, d.h.
                       a) Auszug aus der Liegenschaftskarte [nur dann, wenn mehrere
                           Gebäude auf dem Grundstück stehen]
                       b) Aufteilungspläne im Maßstab 1:100, dazu gehören:
                           alle Grundrisse des Gebäudes, auch die der nicht ausgebauten
                           Dachräume und Spitzböden - alle Ansichten und Schnitte

    Gebühren

    Nach Landesrecht  kann für die Ausstellung der Abgeschlossenheitsbescheinigung eine Gebühr erhoben werden.

    Hinweise

    Die Bearbeitungsdauer hängt maßgeblich von der Qualität und Vollständigkeit der erforderlichen Unterlagen ab.

    1. Allgemeines

    Abgeschlossenheitsbescheinigungen für Wohnungseigentum (oder Teileigentum) nach § 7 Abs. 4 i. V. m. § 3 Abs. 2 WEG werden je Grundstück ausgestellt. Alle Gebäude auf dem Grundstück sind vollständig zu erfassen.

    2. Antragsunterlagen

    2.1 Antragsformular

    Bezeichnen Sie bitte genau die Einheiten, die als abgeschlossen bescheinigt werden sollen.

    Antragsberechtigt sind:

    • die Eigentümerinnen und Eigentümer, einzeln oder gemeinsam
    • die Erbbauberechtigten, einzeln oder gemeinsam
    • die Personen, die eine Einverständniserklärung einer der unter a) und b) genannten Antragsberechtigten vorlegen.

    2.2 Pläne

    a) Auszug aus der Liegenschaftskarte nur dann, wenn mehrere Gebäude auf dem Grundstück stehen

    b) Aufteilungspläne im Maßstab 1:100

    dazu gehören:

    • alle Grundrisse des Gebäudes, auch die der nicht ausgebauten Dachräume und Spitzböden
    • alle Ansichten und Schnitte

    Lassen Sie an allen rechten Blatträndern einen Freiraum von ca. 11 x 7 cm für unseren behördlichen Stempel.

    Bei Änderungsanträgen behalten bereits ausgestellte Bescheinigungen hinsichtlich der ungeänderten Bereiche ihre Gültigkeit. Stellen Sie deshalb in den Änderungsplänen nur die Änderungen dar.

    Legen Sie alle Pläne in mindestens 2-facher Ausfertigung bei. Ein Plansatz verbleibt bei uns in einer Bauakte, der zweite ist für das Grundbuchamt.

    Sollten Sie für sich selbst oder Dritte (z.B. Notar, Hausverwaltung) Pläne benötigen, reichen Sie entsprechend mehr Ausfertigungen ein.

    3. Beschaffenheit der Aufteilungspläne

    3.1 Die Aufteilungspläne müssen alle Teile des Gebäudes darstellen und regelmäßig neben den Grundrissen auch Schnitte und Ansichten enthalten, die sich auf das gesamte Gebäude beziehen. Es muss ersichtlich gemacht werden wie Gemeinschafts- u. Sondereigentum zueinander liegen und voneinander abgegrenzt sind.

    Die Aufteilungspläne müssen bei Neubauten mit den genehmigten Bauplänen übereinstimmen;

    die Abgeschlossenheitsbescheinigung kann daher frühestmöglich zeitgleich mit der Baugenehmigung erteilt werden.

    Bei bestehenden Gebäuden müssen die Aufteilungspläne dem tatsächlichen Baubestand entsprechen und mit den bisher erteilten Baugenehmigungen übereinstimmen.

    3.2 Die Pläne dürfen nicht zusammengeklebt oder -geheftet sein oder aufgeklebte Klappen, Tippex-Eintragungen oder Radierungen haben.

    3.3 Stellen Sie jedes Geschoss einzeln dar.

    3.4 Nummerierung

    Jede in sich abgeschlossene Eigentumseinheit (Sondereigentum) wird mit einer arabischen Ziffer in einem Kreis gekennzeichnet. Jeder Raum, einschließlich der Balkone, muss mit einer Kennziffer gekennzeichnet sein. Auch die Nutzung der Räume ist anzugeben.

    Räume ohne Kreis und Ziffer sind Gemeinschaftseigentum. Im Gemeinschaftseigentum müssen in der Regel z.B. Treppenräume, Heizung, „nicht nutzbare Dachräume“, Fahrrad- und Kinderwagenräume oder Waschküchen verbleiben. Buchstaben dürfen Sie nicht verwenden.

    Baulich nicht abgeschlossene Bereiche wie Gartenanteil, erdgeschossige Terrassen und offene Stellplätze können kein Sondereigentum bilden.

    3.5 Bei der Nummerierung sollten Sie mit den Wohnungen beginnen, Teileigentum (Läden, Büros, Gaststätten usw.) anschließend und Garagen zum Schluss beziffern.

    3.6 Räume wie Keller-, Speicher- oder Hobbyräume, die zu einem Wohnungs- oder Teileigentum gehören, jedoch außerhalb desselben liegen, erhalten die gleiche Ziffer. Diese Räume müssen den Eigentumsanteilen zugeordnet werden oder ansonsten Gemeinschaftseigentum sein. Sie können nur ein eigenes Sondereigentum bilden, wenn sie nicht bauordnungsrechtlich als Bestandteil einer Hauptnutzung (z.B. notwendige Kellerabstellräume für Wohnungen) genehmigt sind.

    3.7 Die Abgeschlossenheit von Sondereigentum liegt nur vor, wenn es „abgeschlossen und verschließbar“ ist.

    3.8 Garagenstellplätze sind in sich abgeschlossen, wenn ihre Flächen dauerhaft markiert sind. Hubplattformen (Doppel-, 4fach Parker etc.) können jeweils nur eine Nummer erhalten, da nur die ganze Mechanik als abgeschlossen bescheinigt werden kann. Verschiebeplatten sind nicht sondereigentumsfähig. Nicht eigentumsfähig sind markierte Stellplätze auf freier Grundstücksfläche oder auf einem offenen Garagendach.

    4. Weiter ist zu beachten

    4.1 Innerhalb einer jeden Wohnung muss sich eine Küche oder eine Kochgelegenheit und ein eigenes WC befinden. Bad oder Dusche müssen nicht zwingend vorhanden sein. Zusätzliche Räume können außerhalb der Wohnung liegen.

    4.2 Abgeschlossene Wohnungen müssen baulich vollkommen von fremden Wohnungen und anderen Räumen durch feste Wände und Decken abgeschlossen sein.

    4.3 Wohnungs- und Teileigentum müssen einen eigenen abschließbaren Zugang unmittelbar vom Freien, von einem gemeinschaftlichen Treppenraum oder einem Vorraum haben. Gemeinschaftseigentum muss für alle Eigentümer(innen) erreichbar sein

    Bearbeitungszeit

    • keine normierten Fristen über das allgemeine Verfahrensrecht hinaus
    • durch die Genehmigungsbehörden können individuelle Fristen für die Nachreichung fehlender Unterlagen gesetzt werden
  • Kontakt