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Stadt Offenbach

Wildtier gefunden? So können Sie helfen

Wie verhalten Sie sich richtig, wenn Sie im Feld oder Wald ein verletztes oder vermeintlich hilfsbedürftiges Wildtier finden? Wann benötigt ein Wildtier überhaupt Hilfe und an wen können Sie sich wenden? Wir haben für Sie wichtige Rechtsvorschriften und Verhaltensempfehlungen zusammengestellt.

Welche Rechtsvorschriften gibt es zu beachten?

Wildtiere sind Tiere, die nicht in menschlicher Obhut leben. Sie haben demnach keinen Besitzer. Wildtiere werden durch das Tierschutz- und Bundesnaturschutzgesetz geschützt, je nach Art fallen sie aber auch unter das Jagdrecht. In der Bundesartenschutzverordnung gibt es eine Auflistung besonders streng geschützter Tiere, zum Beispiel der Eisvogel, Weißstorch und Grünspecht.
Grundsätzlich gilt laut dem Bundesnaturschutzgesetz (Paragraf 45 Abs. 5), dass man „… vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften…, verletzte, hilflose oder kranke Tiere“ aufnehmen und gesund pflegen darf. Die Tiere sind sobald „sie sich selbständig erhalten können“ unverzüglich freizulassen.

Wenn Sie ein verletztes oder totes Tier finden, das dem Jagdrecht unterliegt, müssen Sie den zuständigen Jäger oder Jagdpächter informieren. In der Stadt Offenbach ist der erste Ansprechpartner bei gefundenen (Wild-)Tieren die Feuerwehr unter der Rufnummer 112. Sie kümmert sich darum, die richtigen Stellen zu informieren.

Die Bestimmungen des hessischen Jagdrechts gelten unter anderem für Füchse, Rehe, Wildschweine, Feldhasen, Waschbären, Dachse, Marder, Nutrias, Wildkaninchen, Wildenten, Wildgänse, Elstern und Krähen. Auch der in Europa verbreitete sogenannte Höckerschwan (zu erkennen am schwarzen Höcker am Schnabelansatz) fällt unter das Jagdrecht.

Wichtig zu wissen ...

Wenn Sie ein Wildtier mitnehmen, haften Sie für dieses Tier und müssen anfallende Kosten, zum Beispiel beim Tierarzt, selbst bezahlen. Grundsätzlich sind Wildtiere nicht an Menschen gewöhnt und natürlich auch nicht an ein geschlossenes Gehege oder gar einen Raum. Ein enger Kontakt zu Menschen bedeutet für sie Stress. Dennoch sollten Sie Tieren natürlich helfen. Welches Verhalten richtig ist, hängt vom gefundenen Tier ab.

Grundsätzlich gilt: Als ein Anzeichen für Hilfsbedürftigkeit werten Wildtierorganisationen, wenn ein Tier die Nähe von Menschen sucht, zum Beispiel indem es auf einen zuläuft. Denn in der Regel sind wildlebende Tiere scheu und meiden Menschen. Hilfe benötigt ein Tier auch, wenn es von einer Katze oder einem Hund verletzt wird.
Falls Sie ein krankes oder verletztes Tier mitnehmen, sollten Sie Ihre Hände mit Handschuhen oder Tüchern schützen. Denn ein Tier in Todesangst kann den Helfenden mit Krallen, Schnabel oder Zähnen schwer verletzen. Falls Sie verletzt werden, sollten Sie die Wunde desinfizieren und sie von einem Arzt untersuchen lassen.

So kann jeder helfen...

Naturnahe Gärten oder zumindest Gärten mit "wilden Ecken" helfen Wildtieren ganz allgemein bei ihrer Nahrungssuche und bei der Brut. Folgende Maßnahmen sind empfehlenswert:
Heimische Wildblumen anpflanzen, die Nektar und Pollen für Wildbienen und andere Insekten bieten (gefüllte Blumen sind nutzlos, sie haben kaum Nektar oder Pollen) - dies ist auch auf einem Balkon möglich. Heimische Sträucher bieten Nahrung und Schutz für Vögel.
Über einen Laub-Reisighaufen als Schlafplatz freut sich der Igel (oder ein Igel-Schlafhaus kaufen und unter einem Laubhaufen stellen). Für die Vögel sind heimische Gehölze und Bäume wichtige Nahrungsquellen und bieten Schutz für die Brut.
Wer Platz hat, kann einen Teich anlegen, schnell wird sich viel Leben entwickeln - flache Wasserschalen ganzjährig hinstellen ist natürlich auch möglich, das wird Vogel, Igel und Co. gerade in den heißen Sommermonaten freuen (Wasserschalen täglich reinigen wegen der Gefahr von Keimen). Ein sehr wertvolles Naturmodul sind Totholzhaufen. Einfach altes morsches Totholz zu einem kleinen oder großem Haufen aufschichten, viele Käferarten sind auf totes Holz an gewiesen. Ein Stück Wiese mit Wildblumen wachsen lassen und nicht mähen, vielleicht finden sich Grashüpfer ein.
Im Herbst nicht alles "ordentlich aufräumen", in abgestorbenen Blumenstengeln oder unter Laub überwintern Insekten.
Mähroboter können eine tödliche Gefahr für Igel sein, gerade wenn sie abends oder nachts fahren. Es gibt immer mehr Igel, die mit schweren oder tödlichen Verletzungen durch Mähroboter gefunden werden.
Und generell auf Gifte, Schneckenkorn und Unkrautvernichter verzichten.

Junge Feldhasen und Rehkitze

Bei jungen Feldhasen und Rehkitzen ist die Wahrscheinlichkeit groß, sie alleine anzutreffen. Denn bei diesen Tierarten hält sich die Mutter tagsüber nur selten in der Nähe der Jungtiere auf. Häufig verweilen sie bewegungslos auf den Boden gedrückt. Das bedeutet aber nicht, dass sie Hilfe benötigen. Die Jungtiere dürfen auf keinen Fall angefasst werden, da die Mutter sie ansonsten nicht mehr annimmt.

Vögel

Wildvögel benötigen in den seltensten Fällen Hilfe. Wenn Sie im Rasen einen Jungvogel sitzen sehen, können Sie davon ausgehen, dass er bei einem ersten Flugversuch „abgestürzt“ ist. Setzen Sie den Vogel auf einen Ast oder bringen Sie ihn an einen geschützten Platz. Füttern sollten Sie ihn auf keinen Fall. Jungvögel werden auch nach Verlassen des Nestes noch einige Tage von ihren Eltern versorgt.

Handelt es sich um ein Vogeljunges, das noch nicht auf seinen Füßen stehen kann, keine oder kaum Federn hat, dann sollten Sie dieses wieder ins Nest setzen, vorausgesetzt Sie finden das Nest. Sie können den Vogel in die Hand nehmen, denn deren Mütter nehmen die Jungen trotzdem wieder an. Bei Elstern, Krähen, Greifvögeln oder Falken müssen Sie den Jäger oder die Feuerwehr benachrichtigen. Diese sind auch zu informieren, wenn man auf der Straße verirrte Jungvögel von Enten, Wildgänsen oder Schwänen findet. Alternativ können diese auch in eine nahe gelegene Wildtierauffangstation gebracht werden.

Wenn Sie einen Jungvogel mit nach Hause nehmen, dann bedenken Sie, dass junge Vögel (Nestlinge) dringend Wärme benötigen. Sie sollten ihm ein Nest machen, zum Beispiel aus einer Socke und das Nest auf eine Wärmflasche (38 Grad) setzen. Geben Sie ihm weder Wasser noch Fressen, sondern kontaktieren Sie eine Wildtierauffangstation. Ist der Vogel verletzt, hat er zum Beispiel eine Wunde oder einen gebrochenen Flügel, dann benötigt er ebenfalls fachliche Hilfe.

Die meisten Jungvögel werden mit Insekten gefüttert, es gibt nur einige Arten die reine Vegetarier sind. Geben Sie Jungvögeln nie Hackfleisch oder Brot, dies kann zu tödlichen Verstopfungen führen. Auch Regenwürmer sollten nicht verabreicht werden. Bitte auch niemals Wasser mit einer Spritze in den Schnabel einflössen- die Flüssigkeit gerät schnell in die Luftröhre und führt zu tödlichen Lungenentzündungen. Maximal kann man nach dem Aufwärmen einen Tropfen Wasser seitlich an den Schnabel führen, der Vogel kann dann das Wasser selber einsaugen. Vor einer Fütterung muss immer die Art bestimmt werden. Dies kann eine Wildtierauffangstation leisten. 

Wenn der Vogel gegen eine Scheibe oder gegen ein Auto geflogen ist (Anflugtrauma), sollten Sie den Vogel mitnehmen und in einen mit einem Handtuch ausgelegten, verschlossenen Karton setzen. Machen Sie Luftlöcher in den Karton, geben Sie dem Tier weder Wasser noch Fressen und lassen Sie es 1 bis 2 Stunden in der Dunkelheit ruhen. Häufig erholt sich der Vogel nach einigen Stunden und kann problemlos wieder fliegen. Sollte dies nicht der Fall sein, bringen Sie ihn in eine Wildtierauffangstation.

Füchse / Fuchswelpen

Füchse sind scheue Tiere und flüchten in der Regel, wenn Sie einem Menschen begegnen. Ein Fuchs, der nicht sofort flüchtet, kann krank sein. Halten Sie in diesem Fall Abstand und fassen Sie den Fuchs nicht an. Denn Füchse können Menschen mit schweren Krankheiten infizieren. Füttern sollten Sie das Tier auch nicht. Der zuständige Jäger oder Jagdpächter kann in Offenbach über die Feuerwehr informiert werden. 

Fuchswelpen verlassen bereits im Alter von rund drei Monaten alleine den Bau, um ihre ersten Ausflüge zu machen. Die Mutter ist nicht immer in der Nähe, da sie Nahrung beschaffen muss. Wenn die Mutter länger als eine Stunde fernbleibt oder der Welpe offensichtlich krank ist, sollten Sie die oben genannten zuständigen Stellen benachrichtigen.

Wildschweine

Wenn Sie ein junges Wildschwein (Frischling) sehen, können Sie davon ausgehen, dass sich das Elterntier in der Nähe befindet. Sie sollten das Jungtier nicht anfassen und den Fundort verlassen. Das Elterntier geht zu seinem Jungen zurück, sobald sich die Menschen entfernt haben. Falls der Frischling Verletzungen aufweist, kann die Feuerwehr den zuständigen Jäger oder Jagdpächter informieren.

Wichtig zu wissen ... bei Wildschwein, Wildkaninchen, Waschbär und Nilgans

Wenn Wildschwein, Wildkaninchen (nach Paragraf 28 Bundesjagdgesetz) oder Waschbären und Nilgänse (Gemäß der Verordnung 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten) von Menschen aufgenommen werden, dürfen sie nicht wieder ausgesetzt werden.

Waschbären auf dem Dach oder in Gartenhütten: Auskünfte, Tipps und Informationen erhalten Sie von der Unteren Jagdbehörde der Stadt Offenbach.

Igel

Ein Igel ist in freier Natur überlebensfähig. Als Lebensraum bevorzugen Igel Hecken, Gebüsche, Parks, Gärten und Waldränder an die Wiesen und Gebüsche grenzen. Im Wald selber leben sie nicht. Igel sind reine Fleischfresser und lactoseintolerant. Sie suchen in der Natur Larven, Laufkäfer, Insekten oder andere Krabbeltiere. Als Futter eignet sich Katzenfutter mit hohem Fleischanteil ohne Getreide, Obst, Gemüse oder andere Zusatzstoffe (Nass- oder Trockenfutter), hin und wieder ungewürztes Rührei oder gegartes Rinderhackfleisch. Bitte kein im Handel erhältliches Igel-Fertigtrockenfutter geben, es ist kein geeignetes Futter. Ebenso sollten kein Getreide, Nüsse, Rosinen oder Obst verfüttert werden, der Igel kann das Futter nicht verwerten und es kann zu Darmentzündungen kommen. Dazu immer eine Schale Wasser hinstellen - auf keinen Fall Kuhmilch! Schnecken und Regenwürmern bitte nicht sammeln und verfüttern - dieses Futter kann gefährlich sein, da Schnecken und Regenwürmer Parasiten übertragen und diese einem geschwächten Igel ernsthaft schaden können. Wann benötigt ein Igel Hilfe? Hilfe benötigt ein Igel fast immer, wenn er tagaktiv ist (Jungigel machen allerdings auch hin und wieder Ausflüge am Tag), bei Frost und Schnee tagsüber herumläuft, stark hustet, verletzt ist, sich nicht einrollt oder auf der Seite liegt, apathisch wirkt oder abgemagert ist (der sogenannte Hungerknick im Nacken oder stark eingefallene Flanken). Bei Fliegeneiern an den Stacheln oder an einer Wunde muss sofort gehandelt werden - die geschlüpften Fliegenmaden bohren sich in den Igel. In diesen Fällen sollte man  schnellstmöglich einen wildtierkundigen Tierarzt, eine Igelstation oder eine Wildtierstation kontaktieren. 
Das Winterschlafgewicht sollte Ende Oktober bis Mitte November mindestens 600 Gramm bei Jungigeln betragen, bei Altigeln mehr als 1000 Gramm. Ein junger Igel muss gesichert und aufgepäppelt werden wenn er Mitte Oktober weniger als 450 Gramm wiegt. Denn er benötigt zu viel Energie um seinen Wärmehaushalt zu regulieren und findet in dieser Jahreszeit nicht mehr genug Käfer und Insekten. Abgemagerte Altigel sollten dann auch gesichert werden.

Wenn Sie ein Igelkind finden, sollten Sie erst nach dessen Mutter oder Geschwistern Ausschau halten. Wenn die Mutter nicht auffindbar ist und das Kleine weniger als 200 Gramm wiegt oder ausgekühlt ist, benötigt es schnellstmöglich Hilfe. Igelkinder oder ein geschwächter und abgemagerter Igel muss erst stabilisiert und moderat gewärmt werden, bevor er etwas zu fressen bekommt. Seine normale Körpertemperatur sollte 36 Grad betragen. Ein unterkühltes Igelkind können Sie in einen mit einem Handtuch ausgelegten Karton auf eine mit einem Handtuch umwickelte Wärmeflasche setzen (moderate Wäre bis maximal 36-38 Grad - der Igel sollte die Möglichkeit haben, die Wärmeflasche zu verlassen). Sehr junge Igel benötigen noch spezielle Aufzuchtsmilch, diese haben Wildtierstationen vorrätig. Bis zur Ankunft bei der Wildtierstation sollte man also Igelbabys kein anderes Futter verabreichen.

Viele Igelkinder haben Maden und Flöhe. Eine gewisse Menge an Flöhen oder Zecken sind bei Igeln normal. Übermäßig viele Parasiten deuten allerdings auf Probleme hin oder schwächen den Igel, sie sollten entfernt werden. Bitte nutzen Sie keine für Katzen oder Hunde empfohlene Mittel, vor allem keine SpotOn Präparate für junge oder geschwächte Igel. Diese können tödliche Vergiftungen hervorrufen. Kontaktieren Sie in jedem Fall eine Igelstation oder Wildtierstation.

Viele Wildtierstation pflegen Igel und brauchen dann Bürgerinnen und Bürger mit großen Gärten, die die gesunden Igel kontrolliert überwintern. Dazu gibt es einige Dinge zu beachten. Möchten Sie den Wildstationen helfen und einen Igel überwintern, so kontaktieren Sie eine Wildtierstation - diese erklärt dann, was zur Überwinterung nötig ist (Schlafhaus, gesichertes Gehege im Garten, Fütterung und so weiter).

Fledermaus

Wenn sich eine Fledermaus in Ihr Haus oder Ihre Wohnung verirrt, sollten Sie über Nacht ein Fenster weit offen stehen lassen, die Tür des Raumes schließen und das Licht löschen. In der Regel findet die Fledermaus dann wieder nach draußen. Eine im Vorhang verfangene Fledermaus, können Sie mit einer Schere großzügig aus dem Vorhang freischneiden und in eine Pflegestation bringen. Grundsätzlich benötigen erwachsene Fledermäuse, die geschwächt oder verletzt sind, keine Wärmezufuhr. Anders sieht es bei Jungtieren aus oder wenn eine Fledermaus ins Wasser gefallen ist. In diesem Fall sollte das Tier nach dem Herausholen in ein Tuch gewickelt und an die Wärme gebracht werden. Falls die Fledermaus abends nicht wieder losfliegt, kann man ihr mit einer in der Höhe angebrachten Kartonschachtel den Abflug erleichtern. Falls die Fledermaus trotzdem nicht wegfliegt, sollten Sie eine Pflegestation kontaktieren.

Fledermäuse, die am Boden liegen, benötigen immer Hilfe! Auf keinen Fall in die Höhe werfen und zum Flug animieren.

Jungtiere können Sie, falls bekannt, auf den Einflugspalt legen, aus denen die Fledermäuse starten. Ansonsten sollten sie das Tier in der Dämmerung erhöht platzieren und warten, ob die Mutter es wieder abholt. Eine Wildtierstation empfiehlt hierfür eine Flasche mit warmem Wasser zu füllen und über die Flasche eine Socke zu stülpen, an der man das Jungtier hängt. Die Flasche sollten Sie wiederum in eine Schüssel mit glattem Rand stellen. Die Wärme benötigt das Junge, damit es nicht auskühlt und weiter nach der Mutter ruft. Sie sollten immer darauf warten, ob das Kleine von der Mutter abgeholt wird.

Zum Transportieren können Sie das Tier in einen mit Küchenrollenpapier oder nichtfasernden Stoff ausgelegten kleinen Karton oder in eine Schachtel legen. Wichtig ist, dass die Fledermaus nicht austrocknet. Dafür kann ein feuchtes Handtuch über den Karton oder die Schachtel gelegt werden.

Wichtig: Verletzte oder hilfebedürftige Fledermäuse sollten nur mit Handschuhen angefasst werden, da diese aus Angst vor einem Angriff beißen. Zudem sollten Sie das Tier vorsichtig und vollständig umfassen, damit es nicht aus Angst mit den Flügeln schlägt und sich womöglich noch mehr verletzt.

Alle Fledermausarten gehören gemäß Paragraf 10 Absatz 2 Nr. 10 b und 11b Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Arten.

Eichhörnchen, Siebenschläfer und Haselmaus

Die Jungtiere von Nesthockern sind Raubtieren hilflos ausgeliefert, wenn sie aus dem Nest fallen. Wenn die Mütter die Kleinen nicht finden und zurück ins Nest bringen, sind diese verloren. Ein junges Eichhörnchen, dass einem Menschen hinterherläuft oder am Hosenbein hochkrabbelt, hat keine Tollwut sondern sucht verzweifelt Hilfe. Sie sollten daher auf jeden Fall helfen. Wichtig ist, dass das Jungtier warmgehalten wird. Ein ausgekühltes Tier wird von der Mutter nicht zurückgenommen. Sie können das Tierkind zuhause mit einer Wärmflasche wärmen, um die ein Handtuch gewickelt wird. Rotlicht ist nicht geeignet, da dies das Tier zu schnell austrocknet, wenn es noch kein Fell hat.

Einige Wildtierstationen empfehlen, das Tierkind anschließend an den Fundort zurückzubringen, dort warm zu betten und abzuwarten, ob es von der Mutter geholt wird. Das sollte aber nur bei unverletzten , nicht unterkühlten Tieren versucht werden, die noch nach der Mutter rufen. Falls Sie eine Rückführung probieren, müssen Sie das Jungtier so platzieren, dass kein Räuber das Tier erreicht. Ansonsten bitte das Tier sichern, falls keine Mutter kommt.

Erstversorgung: Das Allerwichtigste ist das Tier zu wärmen. Versuchen Sie nicht, das Tierchen sofort zu füttern. Nager müssen erst ihre Körpertemperatur von 37 Grad erreichen, bevor sie fressen. Zudem benötigen Eichhörnchen eine ganz spezielle Aufzuchtsmilch - KEINE Kuhmilch geben!

Zum Transportieren können Sie die Nager in eine Kartonschachtel legen, wobei Sie darauf achten sollten, dass das Tier genügend Luft bekommt.

Alle „Schläfer“, Sieben-, Garten- und Baumschläfer sowie Haselmaus, gehören laut Paragraf 42 Bundesnaturschutzgesetz und Paragraf 1 Satz 1 Artenschutzverordnung zu den besonders geschützten Säugetieren.

Verkehrsunfall mit einem Wildtier

Kommt es zu einem Unfall mit einem Wildtier, müssen Sie die Unfallstelle mit Warndreieck und Warnblinker markieren und absichern und die Polizei, Feuerwehr oder den zuständigen Jäger informieren. Diese stellen dann auch eine Bescheinigung als Nachweis für die Auto-Versicherung über den Wildunfall aus.
Bitte nehmen Sie das tote oder verletzte Tier nicht einfach mit, sondern informieren Sie die oben genannten Stellen. Nach dem Anruf sollten sie warten bis die Rettungskräfte eintreffen. Wenn das angefahrene Tier flüchtet, müssen Sie trotzdem die Polizei informieren.

Wichtig: Bei verletzten Füchsen, Wildschweinen oder Rehen sollten Sie Abstand halten, da diese unberechenbar reagieren können.

Wichtige Rufnummern, Wildtierstationen, Hilfsorganisationen, Gesetze ...

Feuerwehr: 112
Polizei / Notruf: 110
Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz: 069 8065-4910
Untere Jagdschutzbehörde: 069 8065-2502

Interessengemeinschaft Hessischer Wildtierpfleger

Viele Jahre bzw. Jahrzehnte wurde/wird Wildtierpflege in Deutschland größtenteils im privaten Rahmen ausgeführt. Es gab und gibt nur wenige große Stationen deutschlandweit, dafür aber sehr viele kleine, privat geführte Pflegestellen, die eine mehr oder weniger enge Zusammenarbeit mit den Behörden und miteinander pflegen. Alle diese engagierten Tierfreunde arbeiten fast ausnahmslos ehrenamtlich und tragen viele Kosten selber. 
Die gegründete Interessengemeinschaft hat zum Ziel einheitliche Richtlinien und Standards, die speziell auf die Anforderungen in der Wildtierpflege ausgerichtet sind, zu erarbeiten, Beratungs-, Informations- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Symposien anzubieten und eine einheitliche Sachkundeprüfung zu konzipieren, um ein gesetzlich eindeutig geregeltes Erlaubnisverfahren zu ermöglichen.

Wildtierstationen

Waldzoo Offenbach
Waldstraße 275
63071 Offenbach am Main
069 852520
kontaktwaldzoo-offenbachde

Wildtierhilfe Schäfer 
Waldstraße 275
63071 Offenbach am Main
(Gelände des Waldzoos)
Notfallnummern:  06103 45 989 55  und 0178 7215103

Wildtierfreunde
Nürnberger Straße 4a 
63450 Hanau
Telefon: 0178 6010718 oder 0157 55001553
infowildtierfreundecom

Das Vereinsgelände  und die Wildtierpflegestation befindet sich in Maintal: Im Linnen 1a
63477 Maintal

Liste von Pflegestellen für Wildtiere in Hessen von der Interessengemeinschaft hessischer Wildtierpfleger.

Wildtierhilfe Odenwald „Koboldhof
64732 Bad König
Handy: 0163 3515058
infowildtierhilfe-odenwaldde

Deutsche Gesellschaft für Mauersegler
Buchenstraße 9
65933 Frankfurt am Main
Telefon: 069 35351504

Weitere Hilfsorganisationen

Fledermausschutz
Bundesweite Fledermaushotline: 030 284984-5000
Mo-Fr von 10 bis 16 Uhr
In den Sommermonaten Juni bis August zusätzlich auch von 19 bis 21 Uhr

Igel
Hotline: 0180 5555-9551

Tierschutzverein Frankfurt-Fechenheim: 069 423005

Greifvögel:
„Alte Fasanerie“ Klein-Auheim : 06181-69191

Tauben:
Stadttaubenprojekt Frankfurt e.V.: 0170 8484757 

Insekten/Wespen:
Umwelttelefon der Stadt Frankfurt: 069 21239100

Naturschutzbund Kreisverband Frankfurt am Main
Graebestraße 4b
60488 Frankfurt
Telefon: 0179-3157413
nabunabu-frankfurtde

Vermisste Haustiere
Tierregister/Tierhilfe TASSO e.V.
24-Stunden-Notruf-Hotline  06190 937300

Weitere Informationen zu Wildtieren

Gesetze


Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz

Stadt Offenbach am Main - Rathaus
Berliner Straße 100
63065 Offenbach

Postanschrift

Stadtverwaltung Offenbach
63061 Offenbach

Hinweise zur Barrierefreiheit

WC
Barrierefreier Zugang

Rollstuhlgerechter Zugang: Ja
Aufzug vorhanden: Ja
Behindertenparkplätze sind auf der Berliner Straße neben der Zufahrt zur Tiefgarage Rathaus/Haus der Wirtschaft vorhanden

Hinweise zur Erreichbarkeit

S-Bahn-Linien 1, 2, 8, 9 (Haltestelle Marktplatz) Buslinien 103, 104, 108, 551, 41 (Haltestelle Rathaus)

Weitere Hinweise

Tiefgarage Haus der Wirtschaft, Tiefgarage Rathaus, Berliner Straße 112 - 116; Tiefgarage Sheraton Hotel, Berliner Straße 111

Öffnungszeiten

Montag 08:30 - 12:00 Uhr; 13:00 - 15:00 Uhr
Dienstag 08:30 - 12:00 Uhr; 13:00 - 15:00 Uhr
Mittwoch 08:30 - 12:00 Uhr; 13:00 - 15:00 Uhr
Donnerstag 08:30 - 12:00 Uhr; 13:00 - 15:00 Uhr
Freitag 08:30 - 13:00 Uhr

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise