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Stadt Offenbach

Gespinstmotten weben ihr Netz: Bäume und Sträucher in silbriger Hülle

27.05.2021

Sie stehen wieder vielerorts gespenstisch an Weg-, Straßen- und Waldrändern oder in Parkanlagen: silbrig glänzende, kahl gefressene Sträucher. Verantwortlich hierfür sind die Raupen einiger Gespinstmottenarten, die die Blätter befallener Pflanzen vollständig abfressen und Stämme, Äste und Zweige mit einem Gespinst überziehen. In diesem leben sie gesellig. Den seidigen Schleier spinnen die kleinen Raupen, um sich vor Fressfeinden wie Vögeln oder Witterungseinflüssen zu schützen. Unter dem Schleier fressen die Raupen bis Mitte Juni den befallenen Baum kahl. Dann wandern sie zum Stammfuß, wo sie sich im Schutz des Gespinstes verpuppen.

Oft werden die Raupen der Gespinstmotten mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners verwechselt, was zu besorgten Nachfragen beim städtischen Umweltamt führt. Die Raupen der Gespinstmotte und ihre Gebilde sind für Menschen und die befallenen Sträucher allerdings harmlos. Die befallenen Sträucher nehmen es ebenfalls gelassen und treiben danach wieder aus.

Unterscheiden kann man die Raupenarten am Aussehen: Die unbehaarte Gespinstmotte ist gelb und hat schwarze Punkte. Der Eichenprozessionsspinner ist gräulich-schwarz und komplett mit Brennhaaren bedeckt. Er bildet fußballgroße weiße Nester, statt wie die Gespinstmotten-Raupe die ganze Pflanze zu befallen. Die Gespinstmotten-Raupe hüllt zudem verschiedenste Sträucher in ihr Fadenkleid, während der Eichenprozessionsspinner ausschließlich Eichen befällt.


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