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Stadt Offenbach

Vom Wilhelmsplatz in die artenreiche Auenlandschaft

Etappe von 8,63 km
Mittelschwere Wanderung.
Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege.
Der Startpunkt der Tour ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Dauer: ca. 2 h 15 min ohne Pausen
Start: Marktplatz Offenbach

Der Wilhelmsplatz mit seinem Wochenmarkt und den umliegenden Gastronomischen Betrieben zählt zweifellos zu den Lieblingsplätzen der Offenbacher und Offenbacherinnen und ist ein idealer Startpunkt für den Mainspaziergang.

Von dort gehen wir am Streichholz-Karlchen vorbei Richtung Berliner Straße, passieren Hochschule für Gestaltung und Isenburger Schloss und erreichen das Mainufer. Hinter uns das im 16. Jahrhundert errichtete Residenzschloss der Grafen von Isenburg-Offenbach wenden wir uns nach links und spazieren Richtung Carl-Ulrich-Brücke. Deren Namensgeber war ein streitbarer Redner,  Mitbegründer der sozialdemokratischen „Neuen Offenbacher Tages-Zeitung“ und Staatspräsident des Volksstaates Hessen, die Brücke selbst bietet einen vorzüglichen Blick auf den Main und die Stadt Offenbach.

Der Weg führt unter alten Kastanien Richtung Fechenheim, gegenüber des Ortseingangs biegen wir links ein und folgen dem Weg, an dem sich rechter Hand das Ausflugslokal Undine und die Offenbacher Rudergesellschaft "Undine" 1876 e.V. befinden. Wir orientieren uns nach links, unterqueren die Brücke und folgen dem Main flussaufwärts. 
Die Wurzeln der Bäume haben den Weg neu in Form gebracht, wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss die kleinen Verwerfungen sorgsam umfahren. Die knorzigen Bäume und das sachte Plätschern des Wassers verleihen dem Ort einen besonderen Charme - eine eigene stille Welt, während am gegenüberliegenden Ufer die Großstadt pulsiert. 

Wir erreichen das Gelände des Offenbacher Rudervereins 1874 e.V. und haben einen phantastischen Blick auf die Renaissancefassade des Isenburger Schlosses, dem Waggon auf dem Kulturgleis und etwas weiter östlich die sich in die Höhe schraubende Doppel-Helix. 

Wir lassen die pittoreske Szenerie der Offenbacher Seite hinter uns und folgen dem Weg weiter. Dieser ist von Bäumen gesäumt und öffnet sich einige hundert Meter weiter in eine luftige Auenlandschaft. 

Dort ist seit 2015 eine artenreiche Auenlandschaft im Fechenheimer Mainbogen entstanden. Dieser ist Überschwemmungsgebiet und bietet in manchen Jahren ein besonderes Naturschauspiel, wenn die weite Landschaft langsam unter den Fluten des Mains verschwindet und vorübergehend zu einer Seenplatte wird.

Nachdem wir das Gebiet hinter uns gelassen haben, erreichen wir die Helmut-Sittler-Promenade an der Fechenheimer Uferpromenade. Diese entstand in den 1920er Jahren beim Bau der Straßenbahnlinie.

Ein paar Meter weiter kommt schon der Arthur-von-Weinberg-Steg ins Bild. 1981 errichtet, verbindet die Fußgänger- und Radfahrerbrücke den Frankfurter Stadtteil Fechenheim mit dem Offenbacher Stadtteil Bürgel. Benannt ist die Verbindung nach dem 1943 im Ghetto Theresienstadt umgekommenen jüdischen Industriellen Arthur von Weinberg, der sich als Mäzen für Frankfurt verdient gemacht hatte. 


Wir erreichen das Offenbacher Mainufer und orientieren uns stromabwärts Richtung Süden. Linker Hand liegt der Campingplatz, dahinter die Hunderennbahn des Clubs für Windhundrennen e.V. 

Gleich darauf folgt das Restaurant Bootshaus Bürgel, mit seiner weinberankten Terrasse und der griechischen Küche fühlt man sich direkt am Main fast wie an der Ägais. Im Sommer ein beliebtes Ausflusgziel, aber auch im Winter lohnt ein Besuch.

Heinrich II. war der Kaiser des Reichs, seit 1002 trug er die Krone der deutschen Könige und seit 1013 die römische Kaiserkrone. Als solcher berief er 1018 den Reichstag an den alten Königshof Bürgel ein, an den "Bürgeler Reichstag" erinnert heute zwischen Maindamm und Fluss heute eine baumbeschirmte Rundbank. 

Entlang des Flusses geht es jetzt weiter Richtung Innenstadt, vorbei an den Basketballspielern auf dem Geländes des Mainparks und fröhlich kletternden Kindern auf dem Spielplatz. Wir erreichen das Bembelboot und entscheiden uns für eine kurze Rast. Es ist gemütlich, den Segelbooten zuzuschauen, Radler fahren vorbei und auf dem Wasser ziehen Gänse und Schwäne schnatternd ihre Runden. 

Wir raffen uns auf, spazieren an den Gleisen der ehemaligen Industriebahn vorbei und biegen nach dem Veranstaltungsort Waggon wieder in die Schlossstraße ein. Von dort geht es zurück zum Wilhelmsplatz.

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