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Luftbilder Hafen Offenbach
Blick auf die neue Hafenallee in Höhe der Hafenschule (Bildmitte rechts). © SOH/georg-foto.de
Die Stadt Offenbach möchte das Leben und Wohnen im Nordend verbessern. Daher wurde der Stadtteil in das Städtebauförderprogramm HEGISS – Soziale Stadt aufgenommen. Mit den zur Verfügung stehenden Fördermitteln von Bund und Land können in den kommenden zehn Jahren Projekte realisiert werden, die zur Steigerung der Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner beitragen sollen. Hierfür erarbeitet die Stadt Offenbach derzeit gemeinsam mit dem beauftragten Planungsbüro ProjektStadt ein integriertes Handlungskonzept, das konkrete Planungsziele und Maßnahmen für die rund zehnjährige Programmlaufzeit enthält.

Einen Überblick über den Prozess und die Vorhaben liefert nun das städtische Internetportal www.offenbach.de.

Rückblick auf den Prozess

Im September und Oktober 2018 waren die Bewohnerinnen und Bewohner des Nordends aufgerufen, sich in dieses Projekt einzubringen und ihre Vorstellungen für die Zukunft des Nordends zu beschreiben. So gab es eine Reihe an Stadtteilrundgängen und ein Dinner im Stadtteilbüro. „Dabei ging es darum, sich gegenseitig das Nordend zu zeigen, die verschiedenen Blickwinkel kennenzulernen und einen ersten Eindruck von den Fragen zu bekommen, die die Menschen im Norden beschäftigen“, berichtet Marion Rüber-Steins vom Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement. Auch eine Gruppe von Jugendlichen aus dem JUZ „Nordlicht“ hat den Planern ihr Nordend gezeigt und sie auf einem Rundgang durch den Stadtteil an die Orte geführt, an denen sie sich gerne aufhalten oder die sie auch lieber meiden.

Zum Abschluss dieser Veranstaltungsreihe fand am 13. Oktober 2018 das Nordendforum direkt auf dem Goetheplatz statt. „Dabei konnten sich Bürgerinnen und Bürger ein Bild vom aktuellen Stand der Planungen machen und sich über die bisherigen Analyseergebnisse informieren. Daneben wurden an verschiedenen Tischen auch Anregungen und konkrete Zukunftsideen diskutiert sowie Vorschläge für umzusetzende Maßnahmen entwickelt.“

Die Ergebnisse aller dieser Veranstaltungen sind nun auf der Internetseite der Stadt Offenbach dokumentiert: www.offenbach.de/nordendweiterdenken

Fördermittel bewilligt

Derweil arbeiten die Planerinnen und Planer daran, aus all diesen Anregungen und Vorschlägen sowie weiteren Untersuchungen ein Konzept für das Nordend zu entwickeln. Ein erster Entwurf soll im Februar 2019 vorliegen und wiederum mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Nordends diskutiert werden. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.

Zeitgleich zur Konzeptentwicklung wurden erste große Maßnahmen, die im Nordend anstehen, beim Land zur Förderung angemeldet. Für den Umbau des Nordrings und des Spielplatzes Johannes-Morhart-Straße sowie für die Einrichtung eines Quartiersmanagements und weitere kleinere Maßnahmen wurden durch das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nun Fördermittel in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro bereitgestellt. „Mit dieser Unterstützung ist die zügige Umsetzung der Vorhaben finanziell abgesichert und mittlerweile sind die Bauarbeiten auch in vollem Gange“, so Rüber-Steins.

Entwicklungen im neuen Jahr

Die Bauarbeiten am Nordring werfen schon eine Weile ihre Schatten voraus. „Der Verkehr läuft in weiten Teilen bereits über die zukünftige Hafenallee und auf dem bisherigen Nordring ist es deutlich ruhiger geworden.“ Parallel zur Fertigstellung der Hafenallee beginnt Anfang 2019 der Umbau des Nordrings zum verkehrsberuhigten Bereich in Höhe der Wohnbebauung. Von Januar bis Mai 2019 wird das Teilstück zwischen Lilistraße und Ludwigstraße, von Mai bis November 2019 der Abschnitt zwischen Ludwigstraße und Taunusstraße gebaut. Mit den abschließenden Baumpflanzungen sollen Hafenallee und neue Anliegerstraße bis zum Jahresende 2019 fertiggestellt sein.

Mit der Verlagerung des Durchgangsverkehrs nach Norden und der Abschirmung der Anliegerstraße durch eine doppelte Baumreihe will die Stadtwerke-Gesellschaft OPG die Menschen in den unmittelbar angrenzenden Wohnhäusern etwas vom Straßenlärm entlasten und Erwachsenen wie Kindern wieder ein Stück Straßenraum zurückgeben.

Im zurückliegenden Herbst begann außerdem der lang ersehnte Umbau des Spielplatzes mit Artenschutzmaßnahmen, Untersuchungen durch den Kampfmittelräumdienst und der Rodung von Bäumen, die aufgrund der Kampfmitteluntersuchung des Bodens leider nicht erhalten werden können. Ab Ende Februar 2019 soll die Bodensanierung beginnen, sofern die Witterungsbedingungen dies zulassen. Die Fertigstellung des Spielplatzes ist für den Spätsommer 2019 geplant.

21. Dezember 2018