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Stadt Offenbach

Nordend weiter denken

Das Nordend verändert sich. An mehreren Stellen wird gebaut und neue Menschen ziehen in das Quartier. Damit es auch in Zukunft ein guter Ort zum Leben bleibt, gibt es viel zu tun. 2019 konnten Bewohnerinnen und Bewohner unter dem Motto "Nordend weiter denken" ihre Ideen und Anregungen für die weitere Entwicklung des Stadtteils einbringen. Daraus wurde das "Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept" (ISEK) erarbeitet.

Rückblick Bürger-Workshop

Am 5. November 2021 fand der abschließende Bürger-Workshop des Projektes "Beweg Dein Quartier" statt. Die im bisherigen Prozess entstandenen 16 Schlüsselprojekte wurden beraten, diskutiert, auf Machbarkeit geprüft und weiterentwickelt. Bürgerinnen und Bürger diskutierten auf der Veranstaltung am 5. November 2021 mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung, Expertinnen und Experten sowie dem Projektteam. Die Schlüsselprojekte werden aktuell in der sogenannten Agenda-Map aufgearbeitet und anschließend der Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung übergeben.

Rückblick "1 Monat Zukunft"

Verschiedene Projektideen für bessere Mobilität und schönere öffentliche Räume sind aus dem Beteiligungsprozess von „Beweg Dein Quartier“ im Offenbacher Nordend entstanden. Bürgerinnen und Bürger konnten bis Ende Mai ihren Lieblingsprojekten ihre Stimme geben. Am 19. Juni wurden in einem Workshop 16 Projekte diskutiert und weitergedacht. Dabei ging es um folgende Fragen: Wie können die Projekte vor Ort umgesetzt werden? Wie kann man sie temporär ausprobieren? 

Im September wurden unter dem Motto "1 Monat Zukunft" einzelne Maßnahmen vor Ort ausprobiert. Dabei ging es um das Thema Verkehr, aber vor allem um Aufenthaltsqualität und die Schaffung von dringend benötigten Freiräumen und Treffpunkten.

Mobilität: Anwohnerinnen und Anwohner des Nordens konnten einen Monat lang nachhaltige Mobilität ausprobieren. Dazu gehörte kostenlos Carsharing-Autos zu nutzen, Bus zu fahren und E-Bikes auszuleihen. Insgesamt wurden 30 Mobilitäts-Pakete vergeben. Zudem entstanden drei temporäre zusätzliche Carsharing-Stationen an verschiedenen Standorten im Nordend mit je zwei zusätzlichen Car-Sharing-Stellplätzen.

Aktion "Tor zum Nordend" am 3. September: Die Ludwigstraße ist die wichtigste Nord-Süd-Verbindung im Nordend. Sie verbindet den S-Bahnhof Ledermuseum mit dem Hafen. Viele Menschen kommen hier an und gehen zu Fuß ins Quartier. Von der S-Bahn kommend verengt sich jedoch der Gehweg auf dem Weg in Richtung Goetheplatz stark. An diesem wichtigen Eingangsbereich ins Nordend wäre etwas mehr Platz für die Fußgänger gut. Daher wurden für einen Tag die Parkplätze entlang der Westseite der Ludwigstraße gesperrt. So entstand ein breiterer Raum für Fußgänger und zugleich auch Platz, um sich aufzuhalten mit Pop-Up-Sitzmöbeln und Liegestühlen.

Pocket Park ab 8. September: Die am westlichen Ende von Bettina- und Goethestraße liegende kaum genutzte Grünfläche wurde zu einem Aufenthaltsort für die Nachbarschaft umgestaltet. 

Straßenfest und temporäre Spielstraße: Das Nordend hat nicht nur wenige Freiflächen, sondern auch sehr wenige öffentliche Spielplätze. Neben dem Spielplatz in der Johannes-Morhart-Straße gibt es nur die Schulhöfe, die nachmittags geöffnet haben. Insbesondere im nördlichen Bereich der Ludwigstraße ist zu beobachten, dass viele Kinder auf der Straße unterwegs sind, jedoch keinen Ort haben. So entstand die Idee, einen Abschnitt der Ludwigstraße temporär für den Verkehr zu sperren und den Menschen aus der Umgebung zur Verfügung zu stellen. Von Freitag bis Sonntag waren hier Sitzgelegenheiten und Spielangebote auf der Straße einen Platz zu finden. Unter dem Motto „Ludwig macht Platz“ gab es zum Abschluss des Aktionsmonats am 25. und 26. September ein Straßenfest auf der Ludwigstraße, zwischen Bettinastraße und Andréstraße.

Temporäre Spielstraße Johannes-Morhart-Straße 17. bis 24. September: In der Johannes-Morhart-Straße gibt es einen Spielplatz sowie das Jugendzentrum Nordend mit der Mädchenetage und die Kita 16. Hier ist es nicht der Mangel an öffentlichen Spielflächen, welcher die Idee hervorgebracht hat, die Straße temporär zu sperren, sondern der Gedanke, die Kinder- und Jugendeinrichtungen noch stärker mit dem Spielplatz zu verbinden und einen geschützten Raum zu schaffen. Diese Idee ist bereits im Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept enthalten, das 2019 für die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm Sozialer Zusammenhalt (früher HEGISS) erarbeitet wurde. Bevor daraus ein konkretes Projekt wird, bestand nun die Möglichkeit für einen Testlauf. Das Jugendzentrum war hier federführend für die Umsetzung und bot diverse Aktivitäten an. 

  • 08.10.2021 Nordend weiter denken

    Lebensfrohes Finale von „Ein Monat Zukunft“ im Nordend

    Am 5. November 2021 findet der abschließende Bürger-Workshop des Projekts statt. Die im bisherigen Prozess entstandenen 16 Schlüsselprojekte werden dann beraten, diskutiert, auf Machbarkeit geprüft.
  • 01.11.2021 Nordend weiter denken

    Impressionen "1 Monat Zukunft" im Nordend

    Im September 2021 wurden die in den Monaten zuvor mit Anwohnerinnen und Anwohnern entwickelten Projektideen zur Nutzung des öffentlichen Raums testweise ausprobiert.

Projekte für das Nordend

Spielplatz Johannes-Morhart-Straße

Die Sanierung des Spielplatzes wurde unter anderem mit Mitteln aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ gefördert. Dadurch konnte der einzige öffentliche Spielplatz des Nordends im November 2019 wieder an die Kinder und Jugendlichen aus dem Stadtteil übergeben werden.

Die Jugendlichen aus dem benachbarten JUZ Nordend und aus der Mädchenetage waren bei der Gestaltung und bei der Eröffnungsfeier beteiligt.

Leider mussten im Vorfeld viele Bäume, die den Spielplatz früher prägten, gerodet werden. Neu gepflanzt wurden 36 Bäume, die natürlich noch wachsen und gedeihen müssen, bis sie ihre volle Wirkung entfalten und im Sommer Schatten spenden. Hier sind die Anwohner und Nutzer des Spielplatzes aufgerufen, wachsam zu sein, dass die jungen Bäume sich wunschgemäß entwickeln können und nicht durch Vandalismus oder Unachtsamkeit geschädigt werden.

Forschungsprojekt zur Mobilität im Quartier

Auch Offenbach beteiligt sich mit dem Nordend an einem Forschungsprojekt, das neue Ansätze zur Organisation des Verkehrs in Stadtquartieren entwickeln und ausprobieren will. Unter dem Stichwort „Beweg Dein Quartier“ sollen gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Nordends Ideen gesammelt und in einem überschaubaren Rahmen auf ihre Umsetzbarkeit hin getestet werden. 

Das Forschungsprojekt lief auch in der Essener Nordstadt.

  • 06.05.2022 Nordend weiter denken

    „Beweg Dein Quartier“ erhält polis Award

    Das Projekt „Beweg Dein Quartier“ konnte sich bei der Verleihung des polis Award über den ersten Platz in der Kategorie „Kommunikative Stadtgestaltung“ freuen.

Laufende Maßnahmen

Nordring

Im Zuge der Hafenentwicklung ändert sich auch die Verkehrsführung am Nordring. Die neue Hafenallee nimmt den Durchgangsverkehr auf. Durch einen baumbestandenen Grünstreifen abgetrennt, wird der Nordring selbst zu einer verkehrsberuhigten Anliegerstraße mit Parkplätzen, aber auch mit Aufenthaltsbereichen. An der Nahtstelle zwischen Nordend und Hafen entsteht so ein neuer öffentlicher Raum, der die beiden Stadtteile miteinander verbinden soll. Die Fertigstellung ist für Anfang 2021 geplant.

Maßnahmen in Vorbereitung

Goethering Ecke Bettinastraße, Blickrichtung Nordend

Goethering

Am Goethering soll eine der letzten Lücken im Offenbacher Anlagenring geschlossen werden. Während der August-Bebel-Ring als erster Abschnitt bereits um 1870 hergestellt wurde, wird nun, gut 150 Jahre später, auch der nördlich angrenzende Goethering von der Berliner Straße bis zum Mainufer als Straße mit Grünstreifen und Baumallee ausgebaut. Der Umbau soll beginnen, sobald die Großbaustelle am Kaiserlei abgeschlossen ist.

Die Bürger werden in die Planung, die voraussichtlich Ende 2020 startet, eingebunden.

Parkplatz zwischen Domstraße und Berliner Straße

Grüner Quartiersplatz am Karl-Carstens-Platz

Zwischen Domstraße und Berliner Straße spannt sich eine dreieckige Fläche auf, die heute überwiegend als Parkplatz genutzt wird.

Hier soll ein grüner Quartiersplatz entstehen, der vielfältig nutzbar ist und mehr Grün in die verdichtete Innenstadt bringt. Damit sollen die angrenzenden Wohnungen durch bessere Luftqualität und eine attraktivere Umgebung aufgewertet sowie das Mikroklima verbessert werden.

Auswahl weiterer geplanter Projekte

Goetheplatz, Blickrichtung Südosten

Goetheplatz

Der Goetheplatz ist der zentrale Treffpunkt im Nordend und Austragungsort zahlreicher Veranstaltungen. Er soll in den kommenden Jahren neu gestaltet werden, um den sich ändernden Anforderungen besser gerecht zu werden.

Bürgerinnen und Bürger hatten bei der Erarbeitung des ISEKs bereits zahlreiche Ideen eingebracht, wie der Platz aufgewertet werden könnte. Häufig benannt wurden Wünsche nach mehr Aufenthaltsqualität, mehr Grün und mehr Spielflächen auf dem Platz.

Park am Nordkap

Die Fläche der ehemaligen Teer-Fabrik Lang liegt seit vielen Jahren brach. Altlasten verhinderten bislang eine neue Nutzung. Der Bereich zwischen Kaiserleistraße und Mainufer könnte in den nächsten Jahren neu entwickelt werden, mit Bürogebäuden im Süden und Westen und einem Park in der Mitte, möglichst mit Zugang zum Ufer.

Bereits im Masterplan wurde diese Idee festgehalten und als „Park am Nordkap“ bezeichnet. Hier könnte in erreichbarer Distanz zum Nordend eine dringend benötigte öffentliche Freifläche entstehen, mit Angeboten für alle Generationen.

Mögliche weitere Projekte in den nächsten Jahren

  • Beruhigung und Umgestaltung der Johannes-Morhart-Straße
  • Nutzung und Gestaltung von Flächen unterhalb der Autobahn A661
  • Umgestaltung der Schulhöfe
  • Maßnahmen für Klimaschutz- und Klimaanpassung – auch die Förderung privater Maßnahmen
  • Förderung der Biodiversität
  • Sanierung der denkmalgeschützten Bodenmosaike und des baumbestandenen Allee-Mittelstreifens der Kaiserstraße
  • Grundhafter Ausbau des westlichen Nordrings und Lückenschluss des Mainuferradwegs zwischen SG Wiking und Goethering

Beteiligungsmöglichkeiten

Das Nordend gemeinsam gestalten

Das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ lebt davon, dass neben den städtischen Projekten auch private Akteure im Stadtteil aktiv werden. Um dieses Engagement zu fördern, gibt es verschiedene Angebote, die von der Information über städtische Projekte über den regelmäßigen Austausch, Bürgerbeteiligung und Beratung bis hin zu finanzieller Unterstützung reichen. Erster Ansprechpartner im Nordend ist hierfür das Quartiersmanagement im Stadtteilbüro am Goetheplatz. 

Quartiersmanagement und Stadtteilbüro

Das Quartiersmanagement ist Ihr Ansprechpartner im Nordend für alle Fragen rund um die Entwicklung des Quartiers, das Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ und bürgerschaftliches Engagement. Auf Wunsch kommt das Quartiersmanagement auch gerne in Ihre Organisation oder Ihre Firma, um Sie über das Förderprogramm zu informieren.

Das Stadtteilbüro in der Bernardstraße 63 ist als Sitz des Quartiersmanagements Nordend Anlaufstelle und Treffpunkt für Bewohnerinnen und Bewohner. 

Runder Tisch Nordend

Alle zwei Monate trifft sich der „Runde Tisch Nordend“ im Stadtteilbüro. Dort kommen interessierte Bewohnerinnen und Bewohner mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Stadtverwaltung, dem Quartiersmanagement und der Polizei zusammen. Ursprünglich entstand der Runde Tisch aus einem präventiven Ansatz, um Sicherheit und Ordnung im Quartier zu stärken. Mittlerweile werden dort aber auch allgemeine Themen der Stadtteilentwicklung diskutiert. In Zukunft wird der Runde Tisch auch die Anträge im Verfügungsfonds diskutieren und über die Mittelvergabe entscheiden.

Beteiligung bei Einzelprojekten

Der besondere Anspruch des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ ist die aktive Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner an der Entwicklung ihres Quartiers. Diese kommt insbesondere dann zum Tragen, wenn öffentliche Projekte umgesetzt werden. So wird es bei den nun anstehenden Projekten „Goethering“ und „Grüner Quartiersplatz zwischen Domstraße und Berliner Straße“ die Möglichkeit geben, sich in der Planung und Umsetzung der Projekte mit einzubringen.

  • Nordend weiter denken

    Bürgerbeteiligung "Nordend weiter denken"

    Um ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ zu erarbeiten, hat die Stadt Offenbach von Juli 2018 bis März 2019 mit den Anwohnern Entwicklungsmöglichkeiten des Stadtteils diskutiert.

Kontakt

Quartiersmanagement Nordend
Marcus Schenk und Michael Englert
Quartiersmanager
Bernardstraße 63
63067 Offenbach
Tel.: 069 80 08 98 79 - 11

infonordend.quartier-offenbachde

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