Sprungmarken
Suche
Suche

Diesen mit 1.000 Euro dotierten Sozialpreis vergibt die Offenbacher Stadtverordnetenversammlung seit 1981.

In dem zugrundeliegenden Stadtverordnetenbeschluss vom 22. Juni 1981 ist geregelt, dass dieser Preis jährlich "einem Verband, einer sonstigen Vereinigung oder einer Einzelperson verliehen (wird), wenn eine exemplarische Leistung bzw. Anregung für unsere Stadt im Bereich der Alten- und Behindertenarbeit, der Kinder- und Jugendhilfe im Geist der Wertvorstellung von Dr. Kallab erbracht werden konnte".

Dr. med. Ferdinand Kallab
Der Preis ist nach dem Offenbacher Arzt Dr. Ferdinand Kallab (gestorben am 25.07.1979) benannt, der sich besondere Verdienste um das Offenbacher Theresien-Kinderheim erworben hat. Ein halbes Jahrhundert lang nahm er unentgeltlich die medizinische Betreuung in der Einrichtung wahr. Für diese beispielhafte Arbeit erhielt er 1972 vom damaligen Mainzer Bischof Hermann Volk die Sankt-Martinus-Medaille. Bereits vier Jahre zuvor war Dr. Kallab in Anerkennung seiner Leistungen mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Noch im hohen Alter hielt Dr. Ferdinand Kallab die Nachtwache bei Frischoperierten im Ketteler-Krankenhaus. Er wurde 91 Jahre alt.

Die Mitglieder des Sozialausschusses beschließen in nichtöffentlicher Sitzung, an wen der Preis vergeben wird. Die Preisverleihung findet in der Regel in der Novembersitzung der Stadtverordnetenversammlung statt.

Im Jahr 2018 ging der Preis an den Tandemclub Offenbach – für Blinde, Sehbehinderte und ihre Freunde e.V. Der Verein zeige eindrucksvoll, wie eine Verbindung von sportlichen Leistungen mit gesellschaftlichem Engagement für die uneingeschränkte Teilhabe behinderter Menschen am öffentlichen Leben möglich ist, heißt es aus dem Sozialausschuss. Damit werde ein Angebot an sportlicher Aktivität für Sehbehinderte geschaffen, bei dem je ein sehender Pilot und ein blinder Co-Pilot gemeinsam ein Tandem fahren. Sport beeinflusse die Stimmung positiv und stärke das Selbstbewusstsein. Der Vorteil des Tandemsports liege auch darin, dass Menschen mit und ohne Sehbehinderung gemeinsam aktiv sind, so die diesjährige Begründung.


Weitere Informationen zum Tandemclub Offenbach

Die Preisträger/innen

2018 Tandemclub Offenbach – für Blinde, Sehbehinderte und ihre Freunde e.V.
2017 Ehrenamtliche Mitarbeiter des Hospiz "Fanny de La Roche"
2016 "wellcome" Nachbarschaftshilfe für Frauen nach der Geburt
2015 Seniorenlotsen Lauterborn
2014 Igel OF e.V. "Initiative gemeinsam lernen in Stadt und Kreis Offenbach"
2013 Café Rapunzel - Projekt der „Offenen Stadtkirchenarbeit“ im evangelischen Dekanat Offenbach
2012 Projekt "AusZeit" im Freiwilligenzentrum Offenbach
2011 Medizinische Ambulanz für Wohnsitzlose im Sozialdienst des Diakoniezentrums Offenbach
2010 Frankfurter Tafel - Bereich Offenbach
2009 Konvent der italienischen Schwestern
2008 Freundschaftsverein Türkei in Offenbach und Umgebung e. V.
2007 Kinder- und Jugendfarm Offenbach e.V.
2006 Katholische Jugend der Pfarrei St. Nikolaus Offenbach-Bieber 1990 evangelische und katholische Gehörlosenseelsorge
2005 Annemie Herrmann und ihr Team vom Else Herrmann-Haus
2004 "Teestube Gerberstraße"
2003 "Grüne Damen" des Offenbacher Klinikums
2002 Rheumaliga Hessen e.V. - Selbsthilfegruppe Offenbach
2001 Hausaufgabenhilfe der Luthergemeinde
2000 Ökumenische Initiative Hospizbewegung e.V.
1999 Schwestern der Göttlichen Vorsehung des Ketteler Krankenhauses
1998 Projekt "Partnerschaft" der Leibnizschule und Fröbelschule
1997 Freundeskreis Lauterborn
1996 Hausaufgabenhilfe der evangelischen Lauterborngemeinde
1995 Offenbacher Schülerlotsendienst
1994 Ökumenische Initiative "Essen und Wärme"
1993 Sozialhilfeverein Offenbach
1992 Kreuzbund Gruppen
1991 Frauenselbsthilfe nach Krebs
1989 Kinderhilfsstiftung e.V.
1988 Frauengruppe im Eschig
1987 Theresienheim
1986 Rheumaliga Hessen e.V. - Selbsthilfegruppe Offenbach
1985 Verein Lebensräume e.V. / Laienhelfergruppe
1984 Frau Regine Seidewitz
1983 Frau Wilhelmine Aulbach
1982 Frau Elisabeth Crönlein
1981 Frau Gertraude Breidenstein