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Stadt Offenbach

Kulturdenkmal in der Fußgängerzone gesichert

16.05.2023 – Eines der prägnantesten Gebäude in der Offenbacher Fußgängerzone hat den Besitzer gewechselt. Die GBO Gemeinnützige Baugesellschaft mbH Offenbach hat die Liegenschaft am Aliceplatz 10 gekauft. Es wird vom Landesamt für Denkmalpflege als Einzelkulturdenkmal geführt.

Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, dass die Fußgängerzone gestärkt wird: Stadtrat Martin Wilhelm, GBO-Geschäftsführerin Daniela Matha, Oberbürgermeister Felix Schwenke und GBO-Geschäftsführer René Weber vor dem Gebäude mit der Filiale der Post, das jetzt zum Bestand der GBO gehört.

Hier ist seit vielen Jahrzehnten eine Postfiliale untergebracht. Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke verweist darauf, dass seit 2015 laut Zählungen des Handelsverbands Deutschland (HDE) 53.000 Läden in Deutschland schließen mussten. Auch für 2023 rechnet der Handelsverband in seiner Prognose mit dem Aus von rund 9.000 Läden. „In ganz Deutschland leiden die Innenstädte massiv, leider auch bei uns in Offenbach. Der Handel wird nicht mehr so zurückkommen wie früher, weil die Menschen viel im Internet kaufen. Mit dem Kauf dieses Gebäudes können wir nun sicherstellen, dass zumindest dieses Gebäude seinem Potenzial entsprechend so genutzt wird, dass die Fußgängerzone attraktiv bleibt. Da wir diese Möglichkeit leider nicht immer haben, freut es mich umso mehr, dass es hier geklappt hat.“

Das Gebäude am Aliceplatz 10 hat bisher einem Investor gehört „Wir haben nun ein rund 3000 Quadratmeter großes Grundstück und rund 6000 Quadratmeter Mietfläche im Herzen der Innenstadt im Bestand der GBO gesichert“, sagt Martin Wilhelm, Stadtkämmerer und Aufsichtsratsvorsitzender der GBO. „Nun sind verschiedene Nutzungen denkbar. Dabei wird auch untersucht, ob Teile der leerstehenden Büros zu einem vertretbaren Aufwand in Wohnungen umgewandelt werden können. Das ist Aufgabe der GBO und deckt sich zu 100 Prozent mit den Zielen des Zukunftskonzeptes Innenstadt.“

Die Liegenschaft besteht aus drei Gebäudeteilen. Im vorderen Teil des Altbaus aus dem Jahr 1884, der zum Aliceplatz gelegen ist, sind die Postfiliale und ehemalige Büros untergebracht, im hinteren Teil weitere Büros und eine kleine Hausmeisterwohnung. Der fünfstöckige neuere Anbau aus dem Jahr 1975 ist teilweise vermietet und wird als Technikstandort genutzt. Ohne vorherige hohe Investitionen eignet er sich vor allem als Lagerraum oder zur Unterbringung von weiterem technischem Equipment. Die Liegenschaft verfügt außerdem über 37 Stellplätze.

„Wir haben das Gebäude wegen seiner strategischen Bedeutung gekauft, weil wir uns als städtische Wohnungsbaugesellschaft angemessen an den Bemühungen um den Erhalt der Attraktivität der Fußgängerzone beteiligen möchten“, sagt Daniela Matha, die gemeinsam mit René Weber das Geschäftsführungsteam der GBO bildet. „Im Fall des Aliceplatzes haben wir gerne die Chance genutzt, hier die Innenstadt zu stärken, ergänzt René Weber. „Der Kauf von Bestandimmobilien, die nicht vorrangig zum Wohnen genutzt werden können, soll aber eine Ausnahme bleiben.“

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