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2013 ist das bei der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH) angesiedelte Projekt „eMiO – Elektromobilität in Offenbach“ gestartet. Die damals gesetzten Ziele wurden nun erreicht. Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur überzeugte sich vor Ort von der erfolgreichen Umsetzung des Projekts.
eMiO-Autos im Hof des Büsing-Palais
Im Hof des Büsing Palais versammelten sich alle eMiO-Pioniere mit ihren Elektroautos. © Alexander Habermehl

Elektromobilität, so lautete der Leitgedanke des Forschungs- und Entwicklungsprojektes, soll als marktfähige Umweltinnovation in die Fahrzeugflotten verschiedener gewerblicher Nutzer integriert, im betrieblichen Alltag erprobt und durch die einheitliche Gestaltung der Fahrzeuge öffentlich sichtbar gemacht werden. Mit dem im Geschäftsfeld Mobilität angesiedelten Projekt eMiO leistet die Stadtwerke-Gruppe einen Beitrag, durch die Ausweitung von Elektrofahr-zeugflotten eine flächendeckende Markteinführung der Zukunftstechnologie vorzubereiten.

Das Projekt eMiO – Elektromobilität in Offenbach ist hierbei ein Projekt der Modellregion Elektromobilität Rhein-Main und wird unter der überregionalen Koordination der NOW Natio-nale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie GmbH durch Mittel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert.

Innerhalb von zwei Jahren wurden vierzig Fahrzeuge an Unternehmen vermietet. Sie sind Pioniere der Elektromobilität und die Kunden sind mit der Nutzung der Fahrzeuge im Alltag sehr zufrieden. Nach dem erfolgreichen Vermarktungsabschluss wird sich das eMiO-Team der SOH jetzt auf die Betreuung der Bestandskunden konzentrieren und die gesammelten Erfahrungen weitergeben.

Ausgeprägter Servicegedanke zum einfachen Einstieg

Ausgeprägter Servicegedanke zum einfachen Einstieg

Dem Projektstart ging zunächst eine Planungs- und Vorbereitungsphase voraus. Ein kleines, interdisziplinär aus den Reihen der SOH zusammengestelltes Team mit Kompetenzen in Controlling und Versicherungsfragen, Vertrieb und Kommunikation begann 2012 damit, zunächst alle Parameter und erforderlichen Komponenten für das Projekt zusammenzustellen.

Dabei galt es eine Vielzahl von Fragen zu klären: vom Mietsystem und Versicherungsschutz über die Ladeinfrastruktur und den Wartungsservice bis hin zur Auswahl der bis dahin ver-fügbaren Fahrzeugtypen auf dem Markt. Schon früh verfolgte das eMiO-Team dabei einen ausgeprägten Servicegedanken, um bei den Kunden bekannte Hemmschwellen für den Ein-satz von E-Mobilität wie hohe Fahrzeugkosten oder unzureichende Ladeinfrastruktur zu sen-ken. Dabei war es das Ziel, den Kunden mit der neuen Technik nicht allein zu lassen. Die Nutzer wurden von den eMiO-Experten umfassend beraten und betreut. Vor der Fahrzeug-auswahl konnten die verschiedenen Typen mit ausgiebigen Probefahrten getestet werden, ebenso standen die Berater des Geschäftsfelds Mobilität ihren Kunden auch direkt vor Ort zur Verfügung und unterstützten bei der Installation von Ladetechnik sowie bei allen Fragen im Mobilitätsalltag. Der reibungslose Betrieb der Elektroautos wurde durch ein jeweils zusammen mit dem Fahrzeug angebotenes „Rund-um-sorglos“-Servicepaket sichergestellt. Dazu gehören u.a. alle Inspektionen und Wartungsarbeiten durch die OVB Offenbacher Verkehrs-Betriebe, die hierfür eine Expertise als regionalweite Regiewerkstatt entwickelten, sowie die Sicherstellung von Ersatzmobilität für die Dauer der Wartungsarbeiten.

Während der Projektlaufzeit sind aus ehemals nur vier verschiedenen Fahrzeugtypen, die beim Projektstart zur Verfügung standen, dank des verbesserten Marktangebotes inzwischen acht geworden. Bei den Kunden am stärksten gefragt sind Kleinwagen für den innerstädti-schen Einsatz gewesen.

Umfangreiche Begleitforschung

Umfangreiche Begleitforschung

Flankiert wird eMiO von Anfang an durch eine umfassende sozialwissenschaftliche, ökologische und technische Begleitforschung. Hierzu werden die Fahrzeugnutzer nach ihren Erfahrungen und nach ihrer Zufriedenheit befragt, Experteninterviews veranstaltet und Mobilitätstagebücher ausgewertet. Mit Hilfe der in die Fahrzeuge integrierten Datenlogger werden darüber hinaus die Betriebsdaten der eMiO-Flotte ausgewertet, von der Reichweite bis zum Energieverbrauch bei Beschleunigung oder Zuschaltung der Klimaanlage. Die Ergebnisse fließen zum einen regional in die Begleitforschungsaktivitäten ein, werden jedoch auch überregional im Rahmen der programmatischen Begleitforschung benötigt.

Wichtiges ökologisches Ergebnis: Von 2013 bis 2015 sparten die eMiO-Autos gegen-über dem Einsatz herkömmlich motorisierter Fahrzeuge bei einer Gesamt-Kilometer-Leistung von ca. 465.000 Kilometer rund 80.000 Kilogramm CO2 ein.

Stimmen der Beteiligten

Staatssekretät Rainer Bomba (links) zu Gast bei eMiO
Rainer Bomba (Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur), Anja Georgi (Leiterin der Projektstelle Modellregion Elektromobilität Rhein-Main und Gesellschaftsführerin Mobilität), Horst Schneider (Oberbürgermeister), Janine Mielzarek (Projektleiterin eMiO), Peter Schneider (Bürgermeister) © Alexander Habermehl

Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infra-struktur:

„Elektromobilität ist nicht nur eine wichtige Zukunftstechnologie für Deutschland, sie bietet auch die große Chance, Lärm- und CO2-Emmissionen in unseren Innenstädten zu mindern. Das Projekt eMiO in Offenbach zeigt uns eindrucksvoll, dass Elektrofahrzeuge sowohl in Flottenanwendungen als auch in Sharing-Angeboten eine wirtschaftliche und umweltfreundli-che Alternative sind. Das Bundesverkehrsministerium hat die Entwicklung der batterieelektri-schen Mobilität in der Modellregion Rhein-Main in den letzten Jahren mit mehr als 23 Millio-nen Euro unterstützt. Ich bin zuversichtlich, dass das vorbildliche Engagement der Partner hier vor Ort die Elektromobilität weiter voranbringen wird.“

Oberbürgermeister Horst Schneider:

„Mit eMiO haben wir in Offenbach gezeigt, dass Elektromobilität auch im betrieblichen Alltag gut funktioniert, ob in der großen Unterneh-mensflotte, als Firmenwagen in kleineren Betrieben oder wie in meinem Fall – in der Stadt-verwaltung. Damit gehen wir mit gutem Beispiel voran, leisten mit der Förderung dieser Zu-kunftstechnologie einen Beitrag zum kommunalen Klimaschutzmanagement und tragen überdies zum Imagewandel Offenbachs bei.“

Bürgermeister und Mobilitätsdezernent Peter Schneider:

„Wir begreifen die innovative, umweltfreundliche Fahrzeugtechnik als Bestandteil einer nachhaltigen, klimafreundlichen Stadt- und Verkehrsentwicklung. Elektromobilität ist deshalb fester Bestandteil unseres Luft-reinhalteplans und Klimaschutzkonzeptes und ist ebenfalls in unseren Nahverkehrsplan inte-griert. Für die Stadt Offenbach und die SOH ist das Projekt eMiO ein weiterer Baustein ihres vielfältigen Engagements, ein Engagement, das mit den grün-weißen Fahrzeugen auf den Straßen Offenbachs mittlerweile deutlich sichtbar geworden ist.“

Anja Georgi, Leiterin der Projektleitstelle Modellregion Elektromobilität Rhein-Main und Geschäftsführerin Mobilität:

„Im Rahmen der Modellregion wird daran gearbeitet, Elektrofahrzeuge in die Alltagsmobilität zu integrieren. Das Projekt eMiO ist hier ein gutes Beispiel, es zeigt, wie bei Unternehmen und Institutionen ein erhöhtes Bewusstsein für die umweltfreundliche Fahrzeugtechnik geschaffen werden kann. Auch die SOH selbst und ihre Tochtergesellschaften gehen hier mit gutem Beispiel voran und nutzen eMiO-Fahrzeuge, etwa als Botenfahrzeuge und nicht zu vergessen unsere Dezernenten!"

eMiO-Pioniere mit ihren Autos im Hof des Büsing-Palais
© Alexander Habermehl