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Täglich werden durch die Mitarbeiter der ESO Stadtservice GmbH die öffentlichen Straßen in Offenbach auf Schäden kontrolliert.
Bei festgestellten Schäden wird die Gefahrenstelle abgesichert und die notwendigen Reparaturen durchgeführt. Dies betrifft Fahrbahnen, Bürgersteige, Parkplätze usw. mit den unterschiedlichsten Belägen. Die Straßenverkehrsbehörde der Stadt Offenbach beauftragt die ESO mit dem Aufstellen von Schildern und der Markierung auf den Straßen.


Unterwegs im Kampf gegen Schlaglöcher

Unebenheiten auf Fahrbahndecken begegnet ESO mit einer ganz speziellen Technik. Im sogenannten Patchverfahren bessern die Mitarbeiter der ESO Straßenunterhaltung punktgenau Schäden und Schlaglöcher aus. Ein neues Fahrzeug macht’s möglich. Von außen ähnelt es einem kleinen Winterdienststreufahrzeug, welches die Salzstreuer gegen einen Sprührüssel ausgetauscht hat. Im Heckbereich verfügt das Fahrzeug über einen Tank für die spezielle Splitt- und Bitumenmischungen. An einem Schlagloch angekommen, wird es zunächst per Luftdruck gereinigt und mit Bindemittel eingesprüht. Im Anschluss erfolgt dann das Auffüllen mit Emulsions- und Splittgemisch, um die Schäden auf Fahrbahndecken zu beseitigen. Der Vorteil des neuen Patchverfahrens besteht darin, dass die Mitarbeiter der ESO Straßenunterhaltung mehrere Arbeitsschritte in einem Gang durchführen können (Reinigung, Aufbringen der Bindemittel und die Verfüllung) und damit deutlich schneller und effektiver vorankommen. Darüber hinaus bleiben längere Straßensperrungen aus, was sich positiv auf den Verkehrsfluss auswirkt.
Das ESO Patcherfahrzeug im Einsatz gegen Schlaglöcher
© Bernd Georg

Was ist ein Schlagloch?

• Was ist ein Schlagloch?

Ausbrüche (in Deutschland umgangssprachlich auch Schlagloch genannt) sind Folgeschäden von Frostaufbrüchen (blasenartige Aufwölbungen oder Spalten), bei dem die Ränder weggebrochen sind. Im Laufe einiger Tage bis Wochen verbreitert und vertieft sich der Defekt, was zu Frostschäden bis zu einem Ausmaß von etwa 1 Meter Größe bzw. 20 cm Tiefe gehen kann. Durch häufigen Wechsel von Frost- und Tauperioden können in wenigen Wochen durch Frostaufbrüche bis zu knöcheltiefe Ausbrüche in Fahrbahnen entstehen. Frostaufbrüche treten auf, wenn Wasser durch die defekte Oberfläche eines Straßenbelages eindringen kann und beim Frieren die Eissprengung diese Risse vergrößert. Auch seitlich oder von unten her kann Wasser eintreten, das jedoch bei einer intakten Straße durch die frostschützende Schotterung im Oberbau vermieden wird. Besonders häufig sind diese Aufbrüche auf Nebenstrecken, wenn die Straßenschäden der vergangenen Jahre teilweise nur oberflächlich saniert worden sind.

Wann wird ein Schlagloch zur Gefahr?

• Wann wird ein Schlagloch zur Gefahr?

Wenn es trotz angewandter erforderlicher Sorgfaltspflicht vom Verkehrsteilnehmer nicht rechtzeitig erkennbar ist und nicht umfahren werden kann. Offensichtlich sich im schlechtem Zustand befindliche Verkehrswege warnen vor sich selbst. Hier muss der Verkehrsteilnehmer sein Fahrverhalten den Begebenheiten anpassen.

Gibt es eine Prioritätenliste in der Abarbeitung?

• Gibt es eine Prioritätenliste in der Abarbeitung?

Bei flächendeckender Fahrbahnsanierung:
Zur Ermittlung des Reparaturbedarfs erstellte ESO ein Schadenskataster. Zu diesem Zweck wurden alle Straßen in Offenbach aufgenommen und bewertet.


Anhand des Schadenkatasters wurde unter Berücksichtigung des Verkehrsaufkommens und des damit verbundenen Gefahrenpotentials eine Auswahl getroffen, welche Straßenabschnitte mit den vorhandenen Mitteln bearbeitet werden.

Im Voraus wurden alle Maßnahmen mit dem Straßenverkehrsamt abgestimmt.

Pro Jahr stehen dem SOH Geschäftsfeld Stadtservice 625.000,- Euro für flächige Sanierungen von Deckschichten zur Verfügung.

Welche flächendeckenden Reparaturmaßnahmen gibt es?

• Welche flächendeckenden Reparaturmaßnahmen gibt es?

In Offenbach aktuell zwei Verfahren:
- EAD Ersatz-Asphalt-Decke (wenn Untergrund stark beschädigt)
o 9 cm Asphalt abfräsen
o 5 cm Binder aufbringen
o 4 cm Asphaltdecke aufbringen
o Prognose Haltbarkeit: ca. 10 bis 12 Jahre - DSK = Dünnschicht Kalt Belag (wenn Untergrund stabil)
o Lose und poröse Teile abfräsen
o Dünnschichtkaltbelag (ca. 2 cm) aufbringen
o Prognose Haltbarkeit: ca. 4 bis 6 Jahre

Folgende größere Maßnahmen sind 2016 geplant:

- Anfang Mai, d.h. ab KW 19, Bernardstraße, Taunusstraße, Kreuzungsbereich, Pflaster, starke Setzungen, komplette Überarbeitung in 2 Abschnitten, Dauer ca. 2 KW.

- Juni, Sprendlinger Landstraße, stadtauswärts, zwischen ADAC und Mc Donald, Asphaltdeckenerneuerung

- Sommerferien 2016 voraussichtlich KW 30-32, Asphaltdeckensanierung Rumpenheimer Str. zw. Kreisel Mainzer Ring und Ernst-Reuther-Schule beide Fahrspuren

- September/Oktober 2016, Untere Grenzstraße, Mühlheimer Str. stadtauswärts, beide Fahrspuren Wochenendaktion eventuelle auch nachts.

 

Bei punktuellen Ausbesserungen (Schlaglochstopfen/Flickwagen)

Zusätzlich zu den flächendeckenden Maßnahmen gibt laufende Arbeiten mittels Patcher und „Flickwagen“ um punktuelle Ausbesserungen durchzuführen.

Wie ist der Ablauf bei einem gemeldeten Schlagloch?

• Wie ist der Ablauf bei einem gemeldeten Schlagloch?

Die Mitarbeiter aus dem SOH Geschäftsfeld Stadtservice sind täglich im Einsatz, um Schlaglöcher mit Reparaturasphalt zu stopfen und arbeiten sich Stück für Stück voran. Leider können wir nicht überall sein. Auch ist es so, dass knappe Mittel dazu führen, dass wir priorisieren müssen. Für die allgemeine Straßenunterhaltung zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit, also das eben genannte Stopfen von Schlaglöchern, haben wir ein diesjähriges Budget von Brutto rund 145.000,- Euro.

Hochwasserschutz

Die ESO ist neben anderen Institutionen auch für die Unterhaltung und Pflege eines Teils des Hochwasserdamms zuständig. Kommt es zu Hochwasseralarm, werden durch die ESO die geeigneten Maßnahmen, wie Schließen der Deichtore an den Durchgängen zum Main, eingeleitet. Jährliche Deichbegehungen mit Vertretern verschiedener Behörden und Hochwasserübungen stellen sicher, dass es bei Hochwasser keine Probleme für die Bürger der Stadt gibt. Tritt das Wasser des Mains über die Ufer, gilt es, schnell und koordiniert zu reagieren. Wie wichtig der Hochwasserschutz in Offenbach ist, wurde zuletzt im Februar 2011 deutlich. Aufgrund des Wasserpegels von rund 4,5 Metern veränderte sich das Mainvorgelände vielerorts in ein Hochwassergebiet. Lediglich Baumkronen ließen erkennen, wo das ursprüngliche Ufer verlief. Im Rahmen einer Hochwasserschutzübung präsentierten die verschiedenen Akteure, angefangen beim Regierungspräsidium, über den Stadtdienstleister ESO, die örtlichen Feuerwehren, den THW bis hin zum Arbeiter Samariter Bund, wie im Ernstfall Hochwasser in Offenbach bekämpft wird. In einem kontrollierten Hochwasserszenario zeigten die Teilnehmer, wie in kürzester Zeit die Hochwassertore geschlossen, und mittels Sandsäcken und Barrieren Wassermengen umgeleitet werden, damit die Bewohner von Offenbach trockenen Fußes von A nach B kommt.
Hochwasser in Offenbach, als der Main 2011 über die Ufer trat
© Bernd Georg