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Stadt Offenbach

14 Zukunftsprojekte

Im Zukunftsprojekt Innenstadt sind 14 Schlüsselprojekte zur Belebung und Aufwertung der Innenstadt aufgeführt, die sich den drei Kategorien "räumliche Schlüsselprojekte", "Impulsprojekte" und "Basic-Projekte" zuordnen lassen.
Einige wie das Feste-Programm, neue Ausstellungsräume und Angebote in der Innenstadt werden bereits umgesetzt.

Räumliche Schlüsselprojekte:

Räumliche Projekte dienen dazu, neue Orte und damit neue Angebote
in der Innenstadt zu schaffen. Sie vereinen damit immer verschiedene Nutzungen miteinander, zum Beispiel Handel und Kultur. Sie bieten neue Anlässe für unterschiedliche Zielgruppen, die Innenstadt zu besuchen und zu erleben.

1- Station Mitte

Neuausrichtung der Stadtbibliothek mit Wissenshaus, öffentlichem Wohnzimmer und Kulturzentrum

Station Mitte geht weit über die Funktion einer Bibliothek hinaus. Sie ist ein öffentlicher Raum, an dem Bildung und soziales Miteinander rund um Bücher, digitale Medien und Kultur stattfinden. Hier kann man arbeiten, sich weiterbilden und austauschen. Hier kann man aber auch gemeinsam Essen gehen, den Tag verbringen, spielen und die Zeit vergessen. Station Mitte ist darüber hinaus auch ein Kulturzentrum, welches zu Vorträgen und Konzerten einlädt und in dem Vereine, Bildungsträger und Initiativen aus der Region ihre Aktivitäten bündeln.

Mit ihrer flexiblen Lernlandschaft, ihrem vielfältigen Programm und ihrem Standort in der Innenstadt spricht die Station Mitte viele neue Zielgruppen im Vergleich zur vormaligen Stadtbibliothek in der Herrnstraße an.

Vorbilder dieses neuen Highlights in der Innenstadt sind die wiedereröffnete Stadtteilbibliothek in Köln-Kalk und die mordernen skandinavischen Bibliotheken der Gegenwart, die seit der Jahrtausendwende den alten Bautyp Bibliothek immer mehr in Richtung Kultur- und Bürgerzentrum weiterentwickeln.

2 - Kaufhaus Kosmopolis

Eine Mischung aus Kaufhaus für regionale Produkte und internationalem Streetfood-Markt

Das Kaufhaus Kosmopolis ist ein sozialer und kultureller Treffpunkt, der die regionalen und internationalen Einflüsse Offenbachs auf außergewöhnliche Art und Weise miteinander verbindet.

Dieser Ort ist sowohl Schaufenster, Laden, Bühne und kulinarische Oase mitten in der Innenstadt.

Hier gibt es eine enorme Vielfalt an Produkten aus Offenbach und der Region wie etwa besondere Lebensmittel, Handwerk und Selbstgemachtes aller Art. Händlerinnen sowie Händler – und solche die es werden wollen – können sich ein Regal, einen Schaukasten oder einen ganzen Verkaufsstand mieten und ihre Produkte oder Dienstleistungen anbieten – übrigens auch im Netz im dazugehörigen Kosmopolis Webshop. So erhalten die vielen kreativen Produzentinnen und Produzenten sowohl offline als auch online eine Bühne und damit die Chance, auch ohne das Risiko eines eigenen Geschäfts bekannt zu werden.

Über die große Produktvielfalt hinweg bietet diese kleine Oase jedoch noch einiges mehr. Nach dem Vorbild von Streetfood-Märkten anderer Großstädte gibt es hier Garküchen und Straßenrestaurants, die frisch zubereitete Gerichte aus der ganzen Welt servieren. Aufenthaltsbereiche und Sitznischen laden zu Aufenthalt, Plaudern und Beobachten des bunten Treibens ein. Wem die Marmelade beim Frühstücksangebot der Kaffeekantine besonders gut schmeckt, kann nebenan gleich zwei Gläser für den eigenen Vorratsschrank erwerben.

Abgerundet wird das Gesamtkonzept durch ein begleitendes Kulturprogramm. Im angeschlossenen Veranstaltungsbereich finden regelmäßig Konzerte, Jazzfrühstück, Kochkurse und Vorträge statt.

3 - Made.of Designhaus

Ein Design- und Ausstellungszentrum mit offenen Werkstätten und temporärem Wohnen

Unter Beteiligung der IHK, der HfG und anderer regionaler Akteure entsteht in der Innenstadt ein öffentlicher Showroom des Designparks Offenbach und damit ein prominentes Schaufenster der vielen kreativen Energien, für die Offenbach deutschlandweit bekannt ist.

Das Made.of ist eine bunte Mischung aus Werkstatt, Startup-Center, Ausstellungshaus, Tagungsort und Hotel nach Vorbild des Projekts „Unperfekthaus“ in Essen und dem Projekt „Think Space“ in Helsinki. In diesem Haus dreht sich alles um Design und Gestaltung an der Schnittstelle von Technik, Gesellschaft und Kultur. Im Mittelpunkt steht dabei ein großes Angebot an Arbeitsräumen, eine offene Werkstatt mit modernen Produktionsmitteln wie 3D-Druckern, Laser-Cuttern etc. und eine gemeinsame Ausstellungsfläche. Das gesamte Haus ist offen für Besucherinnen und Besucher. Sie können sich durch die verschiedenen Bereiche bewegen und erhalten so spannende Einblicke in die Entstehung der Projekte. Mehr noch: Sie werden bei der Entstehung und Entwicklung der Projekte mit einbezogen und so zu einem wichtigen Bestandteil des Gesamtkonzepts.

Ebenso wichtig ist der Aspekt des temporären Wohnens in Form von Atelier- und Studierenden-Apartments sowie dem integrierten Hotel. Diese Wohnbausteine sorgen für ein permanentes Grundrauschen an Aktivität und einen beständigen Strom neuer Einflüsse.

4 - Grünes Band

Entwicklung eines Freiraum-Bands mit Bewegungsflächen, Familienangeboten und Stadtnatur

Picknicken, spielen, gärtnern und vieles mehr – die Palette der Aktivitäten unter freiem Himmel wird erheblich erweitert. Ausgehend vom Büsingpark bahnt sich entlang des Platzes der Deutschen Einheit über den Hugenottenplatz bis zum Marktplatz ein zusammenhängendes Band aus begrünten Plätzen, begrünten Fassaden und farbenfroh gestalteten Bereichen seinen Weg durch die Innenstadt.

Je nach Jahreszeit gibt es die Möglichkeit, Obst in der Stadt zu ernten, Blumen selber zu pflücken oder Kürbisse zu schnitzen. Das Grüne Band leistet dabei nicht nur einen Beitrag zum Stadtklima, sondern bietet durch eine Vielzahl an Spiel- und Bewegungsangeboten zahlreiche Attraktionen speziell für Kinder und Familien. Denn gerade die junge Bewohnerschaft Offenbachs kommt in der Innenstadt bislang zu kurz.

Das Projekt „Grünes Band“ entsteht nicht binnen eines Jahres – Bäume und Pflanzen benötigen einige Zeit zum Wachsen. Daher werden zunächst punktuell und mit einfachen Mitteln erste Hochbeete gebaut, die wörtlich Keimzellen für einen künftig urbanen Dschungel sind. Um die entstehenden Grünräume auf unterschiedlichen Leveln erlebbar zu machen, werden Dachlandschaften und Fassaden mit einbezogen und neue Wegeverbindungen in Form von grünen „Brückenschlägen“ in die umliegenden Stadtbereiche geschaffen.

5 - Zukunftsfoyer im Rathaus

Ein Ausstellungs- und Debattenort rund um die Transformation Offenbachs

Das Foyer des Offenbacher Rathauses mit seinen Galerien und Freitreppen ist seit jeher ein Ort, der zu öffentlichen Nutzungen einlädt. Durch die Umgestaltung und Umnutzung zum Zukunftsfoyer schöpft dieser Ort seine Grundbegabung nun vollständig aus.

Mit dem Zukunftsfoyer ist in der Innenstadt ein städtisches Informationszentrum entstanden, das die spannende Entwicklung Offenbachs öffentlich dokumentiert. Ob Schulklassen, Politik, Wirtschaftsdelegationen oder Gäste der Stadt: Zahlreiche Menschen von nah und fern nutzen die Gelegenheit, sich hier durch Ausstellungen, Präsentationen oder geführten Touren über die Pläne und Projekte Offenbachs sowie den Wandel der Innenstadt zu informieren. Die Highlights sind das eindrucksvolle und interaktive städtebauliche Modell und der Showroom zu Offenbach Open, in dem die Welt der Daten und Sensoren erlebbar wird. Aber auch das kleine Bistro mit seinem ausgezeichneten Kaffee erfreut sich größter Beliebtheit.

Das Zukunftsfoyer ist dem Bereich Stadtplanung angeschlossen, fungiert jedoch nicht nur als einseitig gerichteter Kommunikationskanal, sondern auch als Schnittstelle für Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürger.

Mit Hilfe von Workshops, Diskussionen und Abendveranstaltungen spielt das Foyer eine Schlüsselrolle bei Beteiligungsprozessen zum urbanen Wandel in der Stadt.

Impulsprojekte:

Impulsprojekte stoßen an einem Ort eine Entwicklung an und haben langfristig das Potenzial, einen Schneeballeffekt auszulösen, durch den sich der Charakter der Innenstadt verändert. Sie zielen darauf ab, innovative Nutzungsarten von Flächen, neue ökonomische Konzepte und neue Formen von Kultur zu ermöglichen. Sie laden Menschen ein, sich mit ihren Ideen in Offenbach zu engagieren und leiten somit neue Energien in die Stadtmitte.

Impulsprojekte haben zunächst den Charakter von Programmen für die gesamte Innenstadt oder größere Teilbereiche. Sie finden letztendlich aber allesamt auch eine räumliche Ausprägung – entweder temporär oder auch dauerhaft.

6 - Testraum-Allee

Innovations-Areal und Förderprogramm für neue Laden- und Handelskonzepte

Straße ein räumlicher Verbund aus Flächen für innovative und experimentelle Konzepte aus den Bereichen Handel, Gastronomie und urbaner Produktion.

Kern des Projekts ist das deutschlandweit einmalige Testraum-Stipendium, das alle zwei Jahre vergeben wird und für diesen Zeitraum gezielt Start-ups nach Offenbach holt. Diesen Jungunternehmen werden in bester Innenstadtlage Räume zur Verfügung gestellt, um ihre Ideen unter realen Bedingungen zu erproben und die Vorzüge des stationären Einzelhandels und Einbindung intuitiver, digitaler Technologien erlebbar zu machen. Die Testräume bilden eine spannende Meile für neue Einkaufserlebnisse und werden so auch zu Magneten für Offenbacherinnen und Offenbacher, die sich bislang kaum oder gar nicht in der Innenstadt aufhalten.

Damit nicht nur Neugründungen, sondern vor allem auch etablierte und lokale Unternehmen von den Einzelhandelsexperimenten profitieren, bietet die Testraum-Akademie verschiedene Fortbildungs- und Austauschmöglichkeiten an.

Die „Neuprogrammierung“ der Frankfurter Straße ist ein ambitioniertes Projekt – das jedoch möglich wird durch eine strategische Kooperation des Handels mit Technologie-Unternehmen und im Zusammenspiel mit einem Reallabor-Programm des Landes Hessen.

7 - Lückenfüller

Standorte und Förderprogramm für Mikrohäuser und Pocket Parks

Die Innenstadt zählt zwar zu den am dichtesten bebauten Gebieten der Stadt, doch auch hier werden in Nischen, Höfen oder Baulücken, auf Restflächen oder Parkplätzen spannende Projekte verwirklicht. Ob temporär oder dauerhaft – Pocket Parks oder Gardening-Projekte leisten hier sichtbare ökologische und soziale Beiträge zum Stadtleben. Besonders die architektonischen Konzepte für Mikrohäuser bringen ganz neue „Farbtupfer“ und einen Hauch von Tokio nach Offenbach.

Das Lückenfüller Programm ist so vielfältig, wie die Ideen der verschiedenen (Zwischen-)nutzerinnen und -nutzer. Zuvor kaum sichtbare Akteure Offenbachs werden durch die kreative Aneignung von Restflächen  in der Innenstadt sichtbar. Sie beeinflussen so das Stadtgeschehen und stoßen Transformationsprozesse an, die oft weit über den Zeitraum der Lückenbespielung andauern.

Die Architektur des Lückenfüller-Grundmoduls reagiert auf die verschiedenen Bedarfe, die sich durch die jeweilige Nische und Nutzungsabsicht ergeben. Flexibel erweiterbar, ist jedes Modul ressourcenorientiert geplant. Energiekonzept und Herkunft der Baustoffe bekommen im Planungsprozess besondere Aufmerksamkeit.

8 - Dachsteiger

Standorte und Förderprogramm für öffentliche und halböffentliche Dachnutzungen

Offenbachs Innenstadt hat neue Magnete. Diese Orte locken nicht nur durch guten Kaffee, sondern auch durch besonders angenehme Raumerlebnisse ihre Besucher*innen an. Knapp eine Handvoll zugänglicher Dachterrassen, Dachgärten, öffentlicher Sonnentreppen und Stadtbalkone verschaffen inzwischen tolle Panoramasichten, bei gutem Wetter lässt sich bis nach Frankfurt und in den Taunus blicken.

Besonders das quirlige Leben zwischen den Häusern der Innenstadt lässt sich aus der Vogelperspektive gut beobachten. So reizen auch den Uroffenbacher der Perspektivwechsel und die vielen Optionen auf entspannte Nachmittage und spektakuläre Sonnenuntergänge.

Mit der gebäudeweisen Erschließung der Dächer einer Stadt, folgt Offenbach einem Trend, der anderswo längst baulich präsent ist.

Rooftop-Nutzungen in jeder Form sind pulsierende Orte urbanen Lebens, insbesondere wenn der Publikumsverkehr nicht durch allzu hochpreisige Gastronomiekonzepte exklusiv gehalten wird. Die Diversität der Offenbacher Stadtgesellschaft ist gerade an diesen Orten spürbar – denn die Dachlandschaft der Zukunft ist barrierefrei und bietet mit konsumfreien Zonen Plätze und Nischen zum Sitzen, Liegen und Beisammensein.

9 - Urban Art Biennale

Ein internationales Festival zum kreativen Umgang mit Leerständen und ausgesuchten Räumen

Alle zwei Jahre verwandelt sich die Innenstadt in ein El Dorado für Kreative, die die Stadt auf ungewöhnliche Art verändern. Im Rahmen der Offenbach Urban Art Biennale werden internationale Künstlerinnen und Künstler nach Offenbach eingeladen, um für vier Monate in der gesamten Innenstadt Nischen zu beziehen, versteckte Orte zu inszenieren, Leerstände umzunutzen und öffentliche Räume farbenfroh und unkonventionell zu gestalten.

Die vielfältigen Biennale-Projekte verändern zunächst die gewohnte Wahrnehmung des Stadtraums. Sie betonen Orte, die im Bewusstsein der Offenbacher*innen bis dato nur wenig Präsenz hatten. Als künstlerische Intervention in der Stadt tragen die Projekte immer auch eine symbolische Ebene mit sich. Je nach Projekt kann daraus eine Handlungsanweisung oder Botschaft entstehen, die zu einem echten Wandel in der Innenstadt führt.

Das Festival versteht sich als Schwesterprojekt des beliebten Offenbacher Kunstansichten-Festivals und wird ebenfalls von einem bunten Rahmenprogramm mit Konzerten, Partys und Kulinarik begleitet.

Auch hier öffnen Ateliers, Werkstätten, Ausstellungsräume ihre Türen und diverse Touren durch den Stadtraum geben Einblicke in das Kulturnetzwerk der Stadt. Urban Art Biennale und Kunstansichten-Festival wechseln sich in regelmäßigem Turnus ab. Die inhaltlichen und räumlichen Schwerpunkte beider Veranstaltungen bereichern den Kunst- und Kulturbetrieb Offenbachs und der Region.

10 - Wohnen+

Entwicklung neuer gemischt genutzter Wohnstandorte in der Innenstadt

Sie sorgen für zusätzliche Belebung und neue Atmosphären in der Innenstadt: Eine Reihe von gezielt entwickelten Projekten hat mitten in der Innenstadt neue Formen des gemeinschaftlichen Wohnens entstehen lassen. An ausgesuchten Standorten werden hierfür Büro- und Handels-Immobilien teilweise umgenutzt oder durch Wohnen ergänzt.

An einigen Standorten entwickeln Baugemeinschaften in partizipativen Prozessen neue Wohnungstypologien mit flexiblen Grundrissen und Gemeinschaftsbereichen, die an künftige Lebensmodelle und Bewohnerbedürfnisse angepasst sind. In den Erdgeschossen öffnen sich die Häuser zu den umliegenden öffentlichen Räumen. Zusätzlich entstehen zwei neue Wohnhochhäuser, die mit ihren Wohnungstypen für verschiedene Generationen, ihren vertikalen Gärten, Galerie-Etagen und ebenfalls öffentlichen Erdgeschossen beweisen, dass urbanes Hochhauswohnen nicht zwangsläufig Hochpreisniveau und Exklusivität bedeuten muss.

Grundlage dieser Entwicklung ist eine gezielte Aktivierungs- und Vermarktungsstrategie der Innenstadt als Ort für besondere Wohnprojekte.

Hierdurch werden die Eigentümer*innen identifizierter Grundstücke mit geeigneten Projektentwickler*innen zusammengebracht.

Durch klare qualitative Kriterien für Projekte und ein eingespieltes Instrumentarium rechtlicher Steuerungsinstrumente (Konzeptvergaben, Investorenwettbewerbe, städtebauliche Verträge etc.) entsteht eine Grundlage für besondere Projektentwicklungen, die in die Ziele des Zukunftskonzepts einzahlen und die Innenstadt dauerhaft bereichern.

11 - Feste-Programm

Belebung der Innenstadt durch weitere qualitätsvolle Feste und Veranstaltungen

Flanieren, genießen, erleben, feiern – tausende gut gelaunte Besucherinnen und Besucher sind ein sichtbarer Beweis dafür, dass die Stadtmitte wie kaum ein anderer Ort Offenbachs in der Lage ist, Menschen anzuziehen, zu begeistern und Gemeinschaft herzustellen.

Durch ein erweitertes Programm qualitätsvoller, origineller und identitätsstiftender Veranstaltungen aus den Bereichen Gastronomie, Kultur und Sport ist die Innenstadt wieder stärker im Freizeitverhalten der Menschen verankert. Hierzu tragen neben großen und etablierten Stadtfesten wie dem Lichter- und Mainuferfest vor allem auch die kleineren und größeren Veranstaltungen bei, wie etwa der Weihnachtsmarkt, ein Streetfood-Festival, ein Eismeisterschaft, ein inhaltlich überarbeitetes Bierfest, die Offenbacher Woche und noch einige weitere.

Die Umsetzung des Feste-Programms erfolgt sowohl durch Eigenveranstaltungen Stadt als auch durch eine gezielte Akquise von hochwertigen Veranstaltungsformaten privater und kommerzieller Akteure. Um dies zu erreichen, sind die Kompetenzen der Stadtwerke
Offenbach und der Offenbacher-Stadtinformations-Gesellschaft (OSG) in einem neuen Geschäftsfeld „Veranstaltungsmarketing“ gebündelt, das verschiedene Akteure aus dem Stadtkonzern, der Wirtschaft, der Messe, der Kultur und vielen weiteren Organisationen vernetzt, um gemeinsam qualitativ hochwertige Veranstaltungen zu organisieren oder zu unterstützen.

Basic-Projekte:

Basic-Projekte widmen sich explizit Themen und Entwicklungen, die unabdingbar sind. Dies sind zum einen die Querschnittsthemen „Digitalisierung“ und „Mobilitätswende“ sowie darüber hinaus das Thema „Öffentlicher Raum“, das im Kontext der Innenstadt schon länger diskutiert wird. Basic-Projekte schaffen Grundlagen und Strukturen für drängende gesellschaftliche Herausforderungen, die in den nächsten Jahren auch unabhängig vom Zukunftskonzept bearbeitet werden müssen. Hier lässt sich bei der Umsetzung an bestehende Netzwerke andocken; häufig sind Akteure bereits sensibilisiert.

12 - Stadtraum-Offensive

Erweitertes Handbuch, Werkzeugkoffer und Gestaltungsrahmen der öffentlichen Räume in der Innenstadt

Mit der Stadtraum-Offensive erhält die Offenbacher Innenstadt einen taktischen Werkzeugkoffer zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität in öffentlichen Räumen durch Farbe, Licht und Stadtmobiliar.

Somit ergänzt und erweitert das Projekt das bereits erarbeitete Gestaltungshandbuch Offenbachs.

Letzteres dient vor allem Gastronomie- und Handelsbetrieben als Orientierungshilfe. So legt das Gestaltungshandbuch den Fokus auf Sondernutzungen öffentlicher Flächen (Marktstände, Kleiderständer, Werbeaufsteller), Außengastronomie (Sonnenschirme, Podeste, Begrünungen) und sonstige Werbeträger. Die Stadtraum-Offensive greift diese Bausteine auf, entwickelt sie weiter und unterstreicht die visuelle Identität Offenbachs.

Kernelemente der Stadtraum-Offensive sind demnach ein Corporate Design, in dem eine für Offenbach typische gestalterische Grundhaltung definiert wird; ein kostenbewusster und sehr flexibler Werkzeugkasten, der von städtischen Akteuren und Unternehmen gleichermaßen verwendet werden kann; eine Stadtanleitung, mit der engagierte Menschen in Offenbach eine praktische Hilfestellung an die Hand bekommen, um ihren öffentlichen Raum etwa durch Gärten, Veranstaltungen oder Urban Art aktiv mitzugestalten.

Dank der Stadtraum-Offensive wissen die Akteurinnen und Akteure der Innenstadt in Zukunft besser, wie und wo Stadtraum- und insbesondere Platzgestaltung mit wenig Geld und einfachen Materialien gelingen kann. Das Ergebnis ist vor allem bunt, eigenwillig und von hohem Wiedererkennungswert.

13 - Mobilitätssystem Innenstadt

Orte, Infrastrukturen und Rahmenbedingungen für attraktive Mobilitätsangebote

Mehr Gäste, mehr Bewohnerinnen und Bewohner, mehr interessante Läden und mehr Anlässe zum Besuch: Mit ihrer wiedererstarkten Rolle als gesellschaftliche Mitte sieht sich die Innenstadt mit deutlich gestiegenen Verkehrs- und Warenströmen konfrontiert. Offenbach hat deshalb ein Mobilitätssystem Innenstadt entwickelt, in dem verschiedene Bausteine zusammenspielen und ineinandergreifen.

Ein eigenes effizientes Liefernetz aus Lastenrädern und Kleintransportern sorgt dafür, dass die Läden der Innenstadt in punkto Geschwindigkeit problemlos mit reinen Onlineshops mithalten können.

Darüber hinaus vereinfachen mehrere Mikrodepots als Sammelpunkte für Paketsendungen die Arbeit der Zulieferdienste. Die Depots sind in Teilen auch von Privatleuten anmietbar - diese können hier während oder nach ihrem Einkauf Schließfächer nutzen oder direkt Sendungen empfangen.

Um die Erreichbarkeit der Innenstadt zu stärken, sind an strategischen Punkten sogenannte multimodale Umsteigeknoten errichtet worden.

An diesen Orten werden Abstell- und Leihmöglichkeiten für verschiedene Verkehrsmittel wie Fahrräder, Lastenräder, E-Scooter und E-Autos angeboten und mit ÖPNV-Umsteigemöglichkeiten gekoppelt. Ein flexibler Wechsel des Verkehrsmittels ist somit schneller und deutlich komfortabler möglich als früher. Damit noch mehr Offenbacherinnen und Offenbacher auf das Rad umsteigen, schaffen überdachte Radstellplätze und ein zentrales Fahrradparkhaus zusätzliche Anreize.

Damit die Vielfalt der neuen Angebote voll ausgeschöpft werden kann, gibt es ein übergeordnetes Management, welches sowohl die Kundenzufriedenheit und Bedienbarkeit, aber auch die Auslastung und Effizienz des Systems gleichermaßen im Blick hat.

14 - Offenbach Open

Offene Netz-Infrastruktur und Plattform für digitales Stadterleben

Durch den gleichzeitigen Aufbau eines öffentlichen WLAN-Systems, eines Niedrigenergiesystems aus Sendern und Sensoren des Internet of Things (IoT) und einer Plattform für offene Daten (OpenData) werden in der Innenstadt die Grundlagen für eine leistungsfähige und unabhängige digitale Infrastruktur gelegt.

Diese Infrastruktur schafft die technischen Voraussetzungen für eine stärkere Vernetzung von physischen und virtuellen Elementen der Stadt, aus der schließlich neue Dienste, neue Ladenkonzepte und ganz neue Stadterlebnisse hervorgehen und möglich werden. Eine solche Infrastruktur – sofern denn sicher und im Eigentum der Stadt und Bürgerinnen sowie Bürger - bietet einen enormen kulturellen, partizipativen und auch wirtschaftlichen Mehrwert für die Stadtgesellschaft.

Die strategische Entwicklung von Offenbach Open wird dabei als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden und kollaborativ mit Bürger*innen und Partner*innen aus Wirtschaft und Wissenschaft in einem Digitalisierungsnetzwerk vorangetrieben. Erlebbar werden die Ergebnisse nicht nur online, sondern auch im Foyer des Rathauses.


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