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Akrobatik und Bildung kommen ins Gleichgewicht
Geleitsstraße 18
63065 Offenbach am Main

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Projektstatus

laufend

Beschreibung

Seit einigen Jahren nimmt die Akrobatik in unserer Schule einen festen Platz im Rahmen des Förderunterrichts für Schüler und Schülerinnen der Klassen 3 – 6 ein. Ihre erlernten Fähigkeiten präsentieren die Schüler/innen bei der Weihnachtsfeier, zum Schuljahresabschluss, Schulfest und/oder sonstigen Anlässen.

Akrobatik ist eine ideale Methode zur Anwendung des Modells der Pädagogischen Perspektiven. Die sechs Pädagogischen Perspektiven beschreiben, was die Schüler und Schülerinnen bei sportlicher Bewegung grundsätzlich erfahren und lernen sollen:

  1. Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln
  2. kooperieren und sich verständigen
  3. sich körperlich ausdrücken, Bewegung gestalten
  4. Sinneswahrnehmung verbessern, Bewegungserlebnis und Körpererfahrung erweitern
  5. etwas wagen und verantworten
  6. das Leisten erfahren, verstehen und einschätzen

Die Pädagogischen Perspektiven des Akrobatikunterrichts

  1. Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln (Wohlbefinden und positives Selbstkonzept) Wohlbefinden im Unterricht ist ein wesentliches Ziel eines gesundheitsorientierten Sportunterrichts. Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und der psycho-physischen Belastbarkeit sind hierzu auszubilden.
  2. Kooperieren und sich verständigen Im Unterricht bieten sich vielfältige Lernsituationen, zunehmend selbständig und verantwortungsvoll zu regeln. Kooperatives Verhalten kann durch gezielte Aufgabenstellungen gefördert werden. Auch weniger geschickte Schüler/innen sind durch entsprechende Rollenverteilungen gut zu integrieren. Alle Schülerinnen und Schüler handeln nach ihren Möglichkeiten. Ziel: Gemeinsam planen, wagen und verantworten.
  3. sich körperlich ausdrücken, Bewegung gestalten Mit der Akrobatik erproben die Schüler/innen die unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten ihres Körpers. Auch das Reflektieren gehört dazu: Sich über Bewegung ausdrücken und dadurch mit anderen kommunizieren und Bewegungsideen gestalten.
  4. Sinneswahrnehmung verbessern, Bewegungserlebnis und Körpererfahrung erweitern Akrobatik eröffnet Möglichkeiten, kreativ mit dem Körper umzugehen, aber auch Grenzen zu erkennen. Vielfältige Bewegungsaufgaben und vielfältiges Ansprechen aller Sinne fördert die Wahrnehmungsfähigkeit, schärft die Sinne und unterstützt die allgemeine Lernfähigkeit. Den eigenen Körper und die eigene Belastungsfähigkeit einschätzen zu können, ist von großer Bedeutung für die Entwicklung des Körper- und Selbstbildes.
  5. Gemeinsam etwas wagen und verantworten Die Wahrnehmung der eigenen Fähigkeiten und Grenzen in herausfordernden Situationen mit unsicherem Ausgang ist eine wichtige Erfahrung. Durch die Hinführung zu bewusstem und umsichtigem Abwägen von Wagnissen wird die Fähigkeit zur realistischen Selbsteinschätzung weiterentwickelt. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen, ebenso Vertrauen zu ihren Mitschülern /innen zu entwickeln.
  6. Das Leisten erfahren, verstehen und einschätzen Eine wichtige pädagogische Aufgabe besteht darin, die Lern- und Leistungsbereitschaft zu fördern. Die Schüler sollen eine positive Einstellung zur Anstrengung entwickeln, sich Leistungsanforderungen stellen und die eigene Leistungsfähigkeit verbessern. Leistung in der Gruppe sollte als wichtiger Bestandteil des Leistungsgedankens verstanden und gefördert werden.

Der Leistungsgedanke darf aber kein Selbstzweck sein. Das Ausleben einer solchen Leistungsphilosophie birgt die Gefahr von Egoismus. Leistung sollte auch der Gemeinschaft zu Gute kommen. So ist sie nicht allein in ihrem positiven individuellen Nutzen, z.B. zum Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, anzustreben, sondern muss immer auch im Kontext ihrer sozialen Auswirkungen gesehen werden. Wichtig sind dabei sozial-affektive Aspekte des Teamgedankens, dass gemeinsam im Team erbrachte Leistungen sich nicht nur positiv auf das individuelle Selbstwertgefühl, sondern auch positiv auf die interpersonalen Beziehungen in der Gruppe auswirken.

Beteiligte

Schülerinnen und Schüler

Verantwortlich: Frau Burgard-Frank

Ziel

Selbstvertrauen aufbauen, Teamfähigkeit stärken, Gewaltprävention


Erich-Kästner-Schule
Frau Rabanus
Rektorin
Geleitsstraße 18
63065 Offenbach am Main
Erich-Kästner-Schule
Frau Burgard-Frank
Geleitsstraße 18
63065 Offenbach am Main