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Stadt Offenbach

Frühkindliche sprachliche Bildung in der Kindertagesstätte (Kita)

Ergebnisse der Bildungsforschung belegen: Schon in den ersten Lebensjahren werden bei Kindern die Grundlagen geschaffen, die später zu erfolgreichem Lernen und damit zu guten Entwicklungs-, Teilhabe- und Aufstiegschancen führen. Durch Sprach- und Wissensvermittlung, durch Musik-, Kunst- und Bewegungsangebote sowie eine qualitativ hochwertige Betreuung können individuelle Fähigkeiten gefördert und Förderbedarf kann frühzeitig erkannt werden.

Auch in Offenbach ist die frühkindliche sprachliche Bildung und Förderung ein wichtiges Thema und beginnt schon früh in den Kindertagesstätten (Krippe, Kindertagespflege, Kindergarten, Hort*).

Den Kindern wird, unter anderem durch Sprachkonzepte, spielerisch die deutsche Sprache von Erzieherinnen und Erziehern vermittelt, ohne dass eine Unterrichtssituation entsteht.

Der Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach (EKO) hat die Erzieherinnen und Erzieher in einem mehrjährigen Projekt „Sprachliche Bildung – Reflexive Kompetenzentwicklung in der Sprachförderung” geschult, die sprachliche Bildung und sprachliche Entwicklung aller Kinder gut zu begleiten. Besonders wird auf die vorhandenen sprachlichen Fähigkeiten der Kinder, auch in ihrer Muttersprache, Wert gelegt. In alltäglichen Situationen wird die sprachliche Entwicklung der Kinder unterstützt. Das geschieht beim Sprechen, gemeinsamen Singen, Spielen, Ausprobieren, Zuhören und in gemeinsamen Dialogen. Hierbei führen die Erzieherinnen und Erzieher neue Wörter und die Grammatik der deutschen Sprache angemessen für jedes Kind ein.

Fähigkeiten, die in der Kita erlernt werden, sind für schulische Lernprozesse und damit insgesamt für den Bildungserfolg und die gesellschaftliche Teilhabe entscheidend. Zusätzlich unterstützen Kindertageseinrichtungen Eltern bei ihrer Erziehungsaufgabe, bieten die Möglichkeit, Kontakte unter den Eltern und Kindern aufzubauen, und beraten bei Bildungsentscheidungen, wie zum Beispiel beim Übergang in die Schule.

*Krippe und Kindertagespflege: für Kinder ab einem Jahr bis drei Jahre
Kindergarten: für drei- bis sechsjährige Kinder
Hort: für Grundschulkinder, die nach Schulende eine Betreuungseinrichtung besuchen. Die meisten bieten auch eine Betreuung in den Ferien an.

Informationen zu Kindertagespflege

In Deutschland gibt es die Kindertagespflege als weitere anerkannte Möglichkeit für die Kinderbetreuung. Der Unterschied zwischen Kindertagespflege, Krippe oder Kindergarten ist vor allem die Gruppengröße: In der Kindertagespflege werden bis zu fünf Kinder von einer gut qualifizierten Tagesmutter oder einem Tagesvater betreut – in Krippen und im Kindergärten sind die Gruppen größer. Fast alle Kinder über drei Jahre gehen in einen Kindergarten. Kinder ab einem bis drei Jahren können in einer Kindertagespflege angemeldet werden. Eine Kindertagespflegeperson betreut die Kinder bei sich Zuhause oder in anderen geeigneten Räumen. Dadurch entsteht eine familiäre Atmosphäre.

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