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Stadt Offenbach

Klimakonzept 2035

Mit dem im Dezember 2020 beschlossenen Klimakonzept 2035 bekennt sich die Stadt Offenbach zu Klimaschutz und Klimawandel und bringt entsprechende Maßnahmen auf den Weg.

Emissionen verringern: Offenbacher Klimakonzept 2035 beschlossen

Um auf die negativen Auswirkungen des Klimawandels, wie Hitze, Trockenheit und Starkregen präventiv gut vorbereitet zu sein, müssen Synergien ausgeschöpft werden. Vorhandenes Geld kann nur einmal ausgegeben werden - Klimaschutz und Klimaanpassung werden zusammen bearbeitet.

Insgesamt sind bis ins Jahr 2035 6,7 Millionen Euro geplant, ohne investive Kosten für Gebäude. Mit 62 Maßnahmen soll der Wandel gemildert werden und die Anpassung gelingen. So sieht das beschlossene Konzept unter anderem eine nachhaltige Stärkung des ÖPNV, Sanierungen im Baubestand vor sowie Regelungen für Neubauten vor. Weiterhin umfasst es Maßnahmen zur Umweltbildung und einen Hitzeaktionsplan, um gut auf besonders heiße Tage vorbereitet zu sein, sowie Maßnahmen zum Ausbau erneuerbarer Energien in Offenbach. Natürlich kann die Stadt Offenbach nur einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass Deutschland seine zugesagten Klimaziele erreicht. Aber nur, wenn die Kommunen ihrer Verpflichtung nachkommen, kann das überhaupt gelingen. Alle müssen mitziehen. In Offenbach bedeutet das, die lokalen Emissionen von derzeit ca. 7 Tonnen CO2- Äquivalente, das ist die Gesamtheit aller Treibhausgasemissionen, pro Person und pro Jahr alle 5 Jahre um eine Tonne zu verringern. Wenn das gelingt, liegen die Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2035 bereits unter 4 Tonnen pro Person - damit wäre Offenbach bis zum Jahr 2050 klimaneutral. Es werden dann also maximal noch so viele Treibhausgase verursacht, wie beispielsweise durch Waldaufforstung, auch gebunden werden können. 

Klimaanpassung planen und gestalten

Dafür wurden gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus der Stadtverwaltung, dem Stadtkonzern, der Wissenschaft sowie mit den Offenbacher Bürgerinnen und Bürgern für das Klimakonzept 2035 neun Handlungsfelder definiert: Strategisches Management, Öffentlichkeitsarbeit und Bildung, Stadtentwicklung, Gebäude und Infrastruktur, Energie und Wirtschaft, Mobilität, Gesundheit und Soziales, Wasser und Boden sowie Biodiversität und Grünflächen. Je nach den örtlichen Begebenheiten, wie der lokalen Energieerzeugung, dem Baubestand oder auch dem Verkehrssystem, ergeben sich verschiedene Möglichkeiten, um Emissionen in Städten zu verringern. Das Klima wandelt sich schleichend. Nicht das Klima passt sich an, sondern die Menschen müssen sich dem Wandel anpassen - noch kann reagiert, können Vorbereitungen getroffen werden, indem entsprechend geplant wird. So müssen neu gepflanzte Stadtbäume anderen Voraussetzungen genügen und beispielsweise resistenter gegenüber Hitze und Trockenheit sein, um Schatten zu spenden und CO2 zu speichern. Gebäude müssen so gebaut werden, dass sie nicht überhitzen und stromfressende Klimaanlagen benötigen. Klimaschutz und Klimaanpassung gehen also häufig Hand in Hand.

Klimaneutralität gibt es nicht zum Nulltarif

Erklärtes Ziel des Klimakonzepts 2035 ist die Verringerung von Emissionen, neben dem Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) auch weiterer klimaschädlicher Gase, wie beispielsweise Methan. Methan entsteht beim Abbau von Kohle, beim Reisanbau, auf Mülldeponien oder in der Landwirtschaft und ist zwanzigmal klimaschädlicher als CO2. Was die Entwicklung der CO2-Emissionen angeht, ist die Stadt Offenbach zumindest auf einem guten Weg. Denn diese wurden mit Umsetzung des Klimaschutzgesetzes von 2009 bis 2019 von ca. 11,6 auf 6,4 Tonnen pro Jahr verringert. Ein Grund dafür war unter anderem die Schließung der Alessa- beziehungsweise Clariant-Werke im Jahr 2009. Allerdings sind mit der Ansiedelung neuer Gewerbedienstleister und Rechenzentren bereits höhere CO2-Ausstöße zu erwarten. Klimaneutralität ist nur dann zu erreichen, wenn eine Anpassung der Lebensweise erfolgt und verantwortungsvoll gehandelt wird.



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