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Stadt Offenbach

Boden

Boden ist der oberste belebte Teil der Erdkruste. Synonym wird auch Erde oder Erdreich verwendet. Böden sind sehr verschieden – beispielsweise nass oder trocken, sandig oder lehmig, humusreich oder humusarm. Von besonderer Bedeutung und daher besonders schützenswert sind die obersten zwei Meter, die für die Ausbildung einer durchwurzelbaren Bodenschicht erforderlich sind. Aufgrund ihrer Vielzahl an Funktionen, gilt es die Ressource Boden besonders zu schützen.

Boden: Geschütztes Gut mit einer Vielzahl an Funktionen

Natürliche Funktion

Der Boden ist eine natürliche Lebensgrundlage für Pflanzen, Tiere und Menschen. Böden sind auch ein Produktionsstandort für Nahrungsmittel. Sie filtern Schadstoffe und schützen so das Grundwasser. Darüber hinaus speichern Böden Niederschlag und bieten Hochwasserschutz. Daher ist so wichtig, dass möglichst wenig Boden versiegelt ist, weil er sonst z.B. Tieren keine Heimat bieten kann.

Nutzungsfunktion

Standort für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung, Rohstofflagerstätte, Fläche für Siedlung und Erholung, Standort für sonstige wirtschaftliche oder öffentliche Nutzungen.

Archivfunktion

Bodenbildung reagiert auf Veränderungen in der Umwelt und menschliche Einflüsse. Das nennt man Archiv der Natur- und Kulturgeschichte.

Böden sind durch Gesetze und Verordnungen geschützt

  • Baugesetzbuch (BauGB)
  • Hessisches Altlasten- und Bodenschutzgesetz (HAltBodSchG)
  • Bundes-Naturschutzgesetz (BNatSchG)
  • Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG)
  • Bundes-Bodenschutz- und Altlasten-Verordnung (BBodSchV)

Wie sieht der Offenbacher Boden aus?

Vor 30 Millionen Jahren lag das heutige Offenbacher Stadtgebiet unter dem Meeresspiegel. Sedimente setzten sich ab. Auenlandschaften kamen und gingen. Als das Wasser verschwand wuchsen Bäume und Sträucher und vergingen wieder. Daraus entstand, wofür der Offenbacher Untergrund heute bekannt ist: neben- und übereinanderliegende Schichten aus Ton, Lehm, Stein oder Sand. Insbesondere der Ton spielt hier eine besondere Rolle. In Offenbach gibt es unterschiedliche Tonschichten, unter anderem den sogenannten Rupelton. Über den Boden in Offenbach gibt es nur allgemeine Daten – es muss deshalb jedes Grundstück für sich betrachtet werden.

Auf- oder Einbringen von Material auf oder in den Boden

Maßnahmen zum Auf- oder Einbringen von mehr als 600 m³ Material auf oder in den Boden sind der Unteren Bodenschutzbehörde gemäß Hessischem Altlasten- und Bodenschutzgesetz vorher anzuzeigen. Hierfür verwenden Sie bitte das untenstehende Formular.

Anzeige geologischer Untersuchungen

Geologische Untersuchungen sind nach § 8 Geologiedatengesetz (GeolDG) für das Gebiet des Bundeslandes Hessen dem Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden anzuzeigen. Die Anzeige der geologischen Untersuchungen muss spätestens zwei Wochen vor Beginn der Arbeiten erfolgen. Die Anzeigepflicht gilt unabhängig von Genehmigungs- oder Anzeigepflichten nach anderen Fachgesetzen. Für die Anzeige aller Bohrungen (> 2  Meter Tiefe) ist ausschließlich die Webanwendung "Bohranzeige Online Hessen" zu verwenden.

Altlasten und Altlastenauskünfte

Als Altlasten im Sinne des BBodSchG werden Altablagerungen und Altstandorte bezeichnet, durch die schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren für den Einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden. Ursächlich hierfür können die unsachgemäße Behandlung, Lagerung oder Ablagerung von Abfällen und der unsachgemäße Umgang mit umweltgefährdenden Stoffen sein.

Altlastenauskünfte für die Stadt Offenbach erteilt das

Regierungspräsidium Darmstadt
Servicestelle Frankfurt-Ost
Tel.: +49 (69) 2714 2920
E-Mail: Poststelle_iv_frpda.hessende

Welche Unterlagen benötigt werden, erfahren Sie auf der Homepage des Regierungspräsidiums Darmstadt (Öffnet in einem neuen Tab)

Informationen zur Altablagerung Pechhütte

Im Bereich der Rosenhöhe befindet sich die Pechhütte, eine von der Stadt Offenbach bis Anfang der 1950er Jahre betriebene, danach verfüllte und zur Wohnbebauung freigegebene Hausmülldeponie. Vom ehemaligen Deponiebereich betroffen sind insgesamt 154 Liegenschaften. Potentielle Käuferinnen und Käufer werden um Achtsamkeit gebeten.


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Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz

Stadt Offenbach am Main - Kaiserpalais
Kaiserstraße 39
63065 Offenbach

Hinweise zur Erreichbarkeit

S-Bahn-Linien 1, 2, 8, 9 (Haltestelle Offenbach Marktplatz) Buslinien 103, 104, 108, 551, 41 (Haltestelle Rathaus)

Weitere Hinweise

Parkhaus KOMM, Parkhaus IHK Offenbach, Parkgarage Rathaus, Öffentliche Parkplätze am Mainufer

Öffnungszeiten

Montag - Freitag:
09:00 - 12:00 Uhr

und nach Vereinbarung

Erläuterungen und Hinweise

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