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Macht im Internet?: Goethe Lecture am 23.6.2015
Macht im Internet?: Goethe Lecture am 23.6.2015 © Normative Orders
Am 23.6.2015 sprach Dr. Matthias C. Kettemann über das Thema: Wer hat die Macht im Internet?.

„Wer hat die Macht im Internet?“

Der Vortrag, so Kettemann, der die im selben Maße zeitgemäße wie schwierige Frage stellte, wer denn die Macht im Internet innehabe, beschäftigte sich zunächst mit dem Charakter der Macht im Internet. Ebenso wurden die ,üblichen Verdächtigen‘ auf ihre Rolle als Herrscher über die Macht im Internet durchleuchtet: die Unternehmen – die Googles und Facebooks unserer Zeit – und die großen Staaten mit ihren Überwachungskapazitäten. Es wurde aber auch aufgezeigt, warum kein Akteur alleine machtvoll sein könne und abschließend, dass bei den Menschen – besonders im aktiven Aggregat – viel an (emanzipatorischer) Macht verbleibe. Macht sei, auch dies ein zentraler Schluss, natürlich nicht alles: Mit Pascal sei Macht ohne Recht tyrannisch, sodass jede Machtordnung des Internets von einer legitimierenden Rechtsordnung unterfüttert sein müsse.

Über Matthias C. Kettemann

Matthias C. Kettemann studierte Rechtswissenschaften in Graz und Genf und war Fulbright und Boas Scholar an der Harvard Law School (LL.M. 2010). 2012 promovierte er an der Karl-Franzens-Universität Graz mit einer Arbeit zur Zukunft des Individuums im Völkerrecht. 2006 bis 2013 war er Universitätsassistent und Lektor am Institut für Völkerrecht und Internationale Beziehungen der Universität Graz. Er ist Co-Chair der Internet Rights & Principles Coalition, hat für den Europarat, das Europäische Parliament und das Internet&Society Co:llaboratory geforscht und publiziert regelmäßig zu Rechtsfragen des Internets. 2013 erschien von ihm The Future of Individuals in International Law (Utrecht) und als (Mit)Herausgeber European Yearbook on Human Rights 2013 (Wien), Grenzen im Völkerrecht (Wien) und Netzpolitik in Österreich. Internet. Macht. Menschenrechte (Wien).